Weimar: Schmuck zum Selberschmieden

Weimar  Beim Erwachsenen-Workshop im Neuen Museum lernen die Teilnehmer Techniken der Metallverarbeitung

Die Leiterin des Metallworkshops, Jessica Herber (Mitte), gibt Friederike Brömßer (links) Tipps bei ihrem Ring, während Angelika Noack auf dem Blech hämmert.

Die Leiterin des Metallworkshops, Jessica Herber (Mitte), gibt Friederike Brömßer (links) Tipps bei ihrem Ring, während Angelika Noack auf dem Blech hämmert.

Foto: Maik Schuck

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Es ist laut in den Werkräumen des Neuen Museums. Es wird gehämmert. Es wird gesägt. Ab und zu das Geräusch herabfallenden Metalls auf Steinboden. Beim Workshop für Erwachsene zum Thema Metallbearbeitung am Donnerstag versteht man zwischen all den Hammerschlägen sein eigenes Wort nicht. Aber gesprochen wird sowieso kaum, so konzentriert sind die neun Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Arbeit. Jessica Herber, Goldschmiedin und Illustratorin von der „Stadtelster“, leitet diesen Workshop, in dem die Teilnehmer sich den feinen Techniken der Metallverarbeitung nähern und am Ende ihren eigenen Schmuck kreieren.

„Ich denke, solche Workshops, in denen man selbst etwas gestaltet, sind gerade ein Trend“, sagt Herber. Es hätte sich ein Bewusstsein entwickelt, lieber selbst etwas herzustellen und individuell zu gestalten, als andere etwas herstellen zu lassen. Dieser Gestaltungsworkshop ist Teil einer Workshopreihe, die abwechselnd im Weimarer Bauhaus-Museum und dem Neuen Museum stattfindet. „Design&Do!“ heißt diese Serie, organisiert wird sie von Georg Gräser, Projektkoordinator für die Klassik-Stiftung, in Zusammenarbeit mit Gestalterinnen und Gestaltern aus Weimar und der Region.

„Wir wollen mit diesen Workshops einen praktischen Bezug zu den Werken in der Ausstellung herstellen“, sagt Gräser. „Die Objekte anzugucken ist eine Sache, aber die Besucher können es besser erleben, wenn sie nach den Vorbildern von van de Velde und Co. selbst etwas herstellen.“ Und damit beginnt die theoretische Einführung in den Workshop auch: Eine Betrachtung der Schmuckentwürfe in der Ausstellung. Dann wird es praktisch. Zuerst werden Entwürfe auf das Papier gebracht, dann das Blech aus Kupfer und Messing bearbeitet. Ringe, Armbänder und Ohrringe werden an diesem Abend entstehen.

Ganze sechs Sägeblätter verbraucht Friederike Brömßer, bis sie aus dem dünnen Messingstreifen ein passendes Stück für ihren Ring herausgesägt hat. Beim Selbermachen bekomme das selbst Hergestellte einen ganz anderen Wert, durch die Arbeit und Anstrengung, die hineinfließe, findet sie .

Weitere Workshops zu verschiedenen Werkstoffen finden jeden ersten Donnerstag im Monat statt. Anmeldungen unter bildung@klassik-stiftung.de

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