Weimar zieht Tangotänzer aus ganz Thüringen an

Weimar.  Tango Argentino ist längst in Weimar heimisch. Die Tanzschule Tango Milonga von Carlos Tapias feierte im Mon Ami ihren Jahresabschluss.

Ihren Jahresabschluss feierte die Tanzschule Tango Milonga im Mon Ami.  Mehr als 60 Tangotänzerinnen und -tänzer kamen aus Weimar, Erfurt, Jena und weiteren Städten Thüringens.

Ihren Jahresabschluss feierte die Tanzschule Tango Milonga im Mon Ami. Mehr als 60 Tangotänzerinnen und -tänzer kamen aus Weimar, Erfurt, Jena und weiteren Städten Thüringens.

Foto: Maik Schuck

. Tango ist längst zu einem festen Bestandteil Weimarer Kultur geworden. Das zeigte sich einmal mehr am Samstagabend, als Carlos Tapia zum Jahresausklang zu einer Milonga ins Mon Ami einlud. Mehr als 60 Tangueros und Tangueras aus Weimar, Jena, Erfurt wie aus anderen Orten Thüringens füllten den Saal.

„Das Interesse am Tango ist groß“, stellt Tangolehrer und Tanztherapeut Carlos Tapia immer wieder fest. „Auch weil der Tanz gesehen wird.“ Er erinnerte in seiner Begrüßung an die öffentlichen Tanzveranstaltungen im Sommer auf dem Theaterplatz, die ein großes Publikum anziehen. Carlos Tapia erinnerte auch an den Tango-Marathon zum 100. Gründungsjubiläum des Bauhauses mit Eröffnung des neuen Bauhausmuseums am 5. April. Verführung, Leidenschaft, Hingabe und Zärtlichkeit, – Tango Argentino, als Unesco-Weltkulturerbe geschützt, ist ein Lebensgefühl. „Tango ist eine Bereicherung für Weimar“, ein leuchtender Farbtupfer in der multikulturellen Vielfalt der Stadt.

Carlos Tapia richtete herzliche Dankesworte an die Stadt, die es ihm und seiner Frau Brigitte ermöglichen, ihre Tango-Schule im Mon Ami zu unterhalten. Seit 2003 existiert die kleine Tangoschule in Weimar. Immer wieder überrascht das herzliche Einverständnis und das vertraute Miteinander der großen Gruppe der Tangotänzerinnen und -tänzer. „Wenn Tango nicht sozial ist, ist Tango tot“, erklärt dazu Carlos Tapia und fügt hinzu: „Tango ist Kultur für alle.“

Carlos Tapia, geboren und aufgewachsen in Rosario, Argentinien, gehört zur neuen argentinischen Generation, die dem Tango eine moderne, kreative Richtung gab, ohne dessen Wurzeln und klassische Formen zu verleugnen und hatte selbst das Glück, Tango bei einer außergewöhnlichen Lehrerin, bei Victoria Colosio (1927-2016), zu lernen. Nach einer kurzen Pause über den Jahreswechsel werden die Tangokurse am Donnerstag, 9. Januar, 19.30 Uhr, mit Praktika und ab 21 Uhr Milonga, sowie am Sonntag, 12. Januar, für Anfänger fortgesetzt. Neue Kurse für Anfänger starten am 23. Februar.

Weitere Informationen unter www.tangomilonga.de