Weltweite Fahndung nach Mörder von Weimar

Weimar/Düsseldorf  Norman Franz soll in Weimar bei einem Raubüberfall einen Wachmann erschossen haben. Zwei Mal ist er aus dem Gefängnis ausgebrochen. Jetzt sucht Interpol weltweit nach dem Doppelmörder.

Seit Dienstag fahndet Interpol  in 194 Ländern nach dem mutmaßlichen Serienmörder. (Symbolbild)

Seit Dienstag fahndet Interpol in 194 Ländern nach dem mutmaßlichen Serienmörder. (Symbolbild)

Foto: Dirk Bernkopf

Nach dem seit mehr als 20 Jahren verschwundenen Doppelmörder Norman Franz ist eine weltweite Öffentlichkeitsfahndung angelaufen. Erstmals seien dabei alle Interpol-Mitgliedsstaaten eingebunden, berichtete das Landeskriminalamt NRW am Dienstag in Düsseldorf.

Dem 1996 rechtskräftig verurteilten Doppelmörder war 1997 die Flucht aus dem Gefängnis in Hagen gelungen. Im gleichen Jahr soll er bei Raubüberfällen in Halle und Weimar weitere drei Menschen erschossen haben.

1998 war er in Albufeira in Portugal gefasst worden, wo er zusammen mit seiner Frau und seinem Kind gelebt hatte. 1999 gelang Franz erneut die Flucht, diesmal aus dem Gefängnis von Lissabon.

Seit Dienstag fahndet Interpol auf seiner Frontseite im Internet und auf Social-Media-Accounts in 194 Ländern nach dem mutmaßlichen Serienmörder. Auch Europol nahm Franz auf seine Webseite der meistgesuchten Verbrecher Europas auf ("Europes most wanted").

Vor drei Jahren waren nach dem letzten größeren Fahndungsaufruf mehr als 50 Hinweise auf den heute 51 Jahre alten Franz eingegangen. Gefasst wurde er nicht. Neuere Fotos von ihm gibt es nicht. Die Zielfahnder des Landeskriminalamts NRW haben daher im Netz eine Stimmprobe aus einem mitgeschnittenen Telefonat eingestellt. Für Hinweise zur Ergreifung von Franz gibt es 25.000 Euro Belohnung.

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