Wichtige Infos über Krebsrisiko im Dienst

Apolda  Schulung für Feuerwehrverantwortliche im Weimarer Land

Sie planten und führten die Schulung für die Feuerwehrleute durch (von links): Kreisbrandinspektor Steffen Schirmer, Landratsamt-Mitarbeiter Marco Erfurth und Referent Tobias Braun.

Sie planten und führten die Schulung für die Feuerwehrleute durch (von links): Kreisbrandinspektor Steffen Schirmer, Landratsamt-Mitarbeiter Marco Erfurth und Referent Tobias Braun.

Foto: Fabian Peikow

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Führungskräfte und Sicherheitsbeauftragte der Feuerwehren des Kreises hatte der Landkreis am Samstag zu einem Fortbildungsseminar bei der Freiwilligen Feuerwehr Apolda eingeladen. Marco Erfurth, Mitarbeiter des Landratsamtes in der Abteilung Brandschutz, informierte über die neue Unfallverhütungsvorschrift, die Sicherheit im Feuerwehrgerätehaus und sprach über die wichtigen Gefährdungsbeurteilungen, die mittlerweile auch über ein Online-Portal durchgeführt werden können.

Für das Thema „Der Krebs und die Feuerwehr – Erhöhtes Risiko bei Feuerwehreinsatzkräften“ war Tobias Braun von der Feuerwehr Mühlhausen als Gastdozent angereist. Er engagiert sich ehrenamtlich bei der sogenannten „FeuerKrebs“, einer gemeinnützigen Unternehmergesellschaft. Im Rahmen der Schulung wurde auf das erhöhte Krebsrisiko und entsprechende Präventivmaßnahmen eingegangen. Feuerwehrleute nehmen bei Brandeinsätzen toxische und karzinogene Stoffe über teils ungeschützte Atemwege, aber auch über die offenen Poren der Haut auf. Durch zahlreiche repräsentative internationale Studien wurde nachgewiesen, dass bei Feuerwehrleuten das Risiko, an Krebs zu erkranken, bereits nach wenigen Jahren im Einsatzdienst auf bis zu 30 Prozent steigt. Dennoch wird Krebs in Deutschland anders als zum Beispiel in Kanada nicht als Berufskrankheit anerkannt, und die Retter und ihre Familien werden mit den Folgen allein gelassen. Tobias Braun und sein Team leisten wichtige Aufklärungsarbeit und kämpfen um eine bessere Absicherung.

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