Wo landet das Museum für Ur- und Frühgeschichte?

Weimar  Bürgerinitiative „Unser Museum bleibt“ will via Internetseite eine Kampagne für Erhalt des Museums in Weimar organisieren

Das Museum aus Blickrichtung Humboldtstraße.

Das Museum aus Blickrichtung Humboldtstraße.

Foto: Peter Michaelis

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In Weimar hat sich am 31. Juli eine Bürgerinitiative gegründet, die sich für den Verbleib des Museums für Ur- und Frühgeschichte in der Stadt einsetzen will. Die BI „Unser Museum bleibt“ hat sich zum Ziel gesetzt, auf den drohenden Umzug der traditionsreichen Einrichtung aufmerksam zu machen und eine Bürger-Kampagne dagegen zu initiieren.

Der Hintergrund: Seit einem Jahr berichtet unsere Zeitung darüber, dass die Thüringer Landesregierung das in Weimar ansässige Museum für Ur- und Frühgeschichte nach Erfurt auf den Petersberg verlegen will.

In einem Zeitungsartikel vom 11. Juli hatte Maria-Theresa Meißner, Sprecherin der Landesregierung für Kultur, zuletzt mitgeteilt, dass eine Weiterentwicklung des Weimarer Museums zu einem Landesmuseum fest eingeplant sei. Über den künftigen Standort werde mit dem Museumskonzept 2025 des Landes entschieden, das im Oktober vorgestellt werden soll.

Die Initiatoren der BI befürchten, dass der Umzug des Museums nach Erfurt längst entschieden ist. BI-Sprecher Bjørn Waag: „Mit diesem Umzugsprojekt soll ein angeblich nachhaltiges Konzept für den Petersberg erfunden werden, um die für die Sanierung des Objekts nötigen Fördergelder des Bundes einwerben zu können.“

BI-Mitbegründer Thomas Hartung meint: „Es ist offenbar nach wie vor das Ziel der Landesregierung und der Stadt Erfurt, die Landeshauptstadt auf Kosten der anderen Thüringer Städte und Regionen zu einer attraktiven „Metropole“ aufzuwerten.“ Es sei tatsächlich an der Zeit, das Museum für Ur- und Frühgeschichte weiterzuentwickeln. Nichts aber spreche dafür, dass das am bisherigen Standort nicht möglich ist.

Die Bürger-Initiative „Unser Museum bleibt“ sei parteipolitisch und von der Stadtverwaltung Weimar unabhängig, heißt es in einer Mitteilung der BI. Man wolle über ein eigenes Facebook-Portal und eine Internetseite eine Bürger-Kampagne gegen den befürchteten Verlust des Museums organisieren. Geplant sind Unterschriftensammlungen, eine Podiumsdiskussion und eine Museums-Führung.

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