Zwei Fliegen mit Technologie

Michael Baar über Zusammenarbeit beim Wasserstoff

Michael Baar

Michael Baar

Foto: Candy Welz

Die Nachricht klingt spröde: Der Bund fördert eine Stadt und einen Landkreis bei einem gemeinsamen Wasserstoffkonzept. Doch die Zusammenarbeit birgt ernsthaft Potenzial. Wir können in der energetischen Provinz sicher nicht die Welt retten. Doch die Zusammenarbeit bei dieser klimaschonenden Form der Energiegewinnung und -Nutzung könnte auch in den damit verbundenen Nutzungsbereichen zu mehr Zusammenarbeit führen.

Wasserstoffgetriebene Busse und Entsorgungsfahrzeuge müssten mit Sicherheit eine gemeinsame oder zumindest vernetzte Infrastruktur nutzen. Sinnvoll wäre es damit, sie nicht zuerst in den am weitesten auseinanderliegenden Gebieten von Stadt und Kreis einzuführen. Aber vielleicht in Weimar und im Grammetal? Durchs Ilmtal oder über die Kromsdorfer Schleife.

Und dann braucht es ja auch noch Menschen, die sich für diese Technologie weiterbilden. Auch davon dürften es zunächst so wenige sein, dass Kooperation angeraten ist.

So könnten zum Einstieg technikbedingt Orte oder Sachgebiete miteinander verbunden werden, die sonst durch die Hoheit (und Finanzierung) ihrer „Fürstentümer“ nur schwer zusammenfinden. Dann würde Technologie zwei oder drei Fliegen mit einer Klappe schlagen.