Alles zum Coronavirus und den Folgen für Thüringen vom 1. bis 13. Juli 2020

In diesem Archivtext lesen Sie alle Entwicklungen zum Coronavirus, die sich vom 1. bis 13. Juli 2020 in den Thüringer Städten, Landkreisen und Gemeinden ereignet haben.

Testsets mit Abstrichstäbchen liegen in einem Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle.

Testsets mit Abstrichstäbchen liegen in einem Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle.

Foto: Jens Büttner / dpa

Alle aktuellen Entwicklungen in Thüringen lesen Sie hier im Corona-Liveblog.

13. Juli

19.44 Uhr: Bangen um das Leben von Mohammadi

Die Weimarer Menschenrechtspreisträgerin von 2016, Narges Mohammadi, hat sich im Gefängnis mit dem Coronavirus infiziert.

18.55 Uhr: Dritter neuer Fall seit Samstag in Weimar

Eine weitere Person ist in Weimar positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Krisenstab erinnert an Abstands- und Hygiene-Regeln. Die Infektion stehe in Zusammenhang mit den neu aufgetretenen Corona-Fällen vom Wochenende.

18.01 Uhr: Erfurter Hochhaus-Projekt verzögert sich wegen Corona-Krise

Die Gesellschafter der Atlantic Hotel Gruppe aus Bremen haben sich in einem Gespräch mit Vertretern der Stadt noch einmal ausdrücklich zu dem geplanten Hochhaus-Projekt am Schmidtstedter Knoten in Erfurt bekannt und erwägen, auch das für die ICE-City Ost geplante Parkdeck zu errichten. Doch die Corona-Krise hat den Zeitplan verschoben.

16.21 Uhr: Keine Neuinfektionen im Kreis Greiz

Im Landkreis Greiz sind bis 13. Juli keine Neuinfektionen gemeldet worden, teilt das Landratsamt mit. Insgesamt verzeichnet der Landkreis 668 Fällen. Davon gelten mittlerweile 609 als genesen (bei 615 Angerufenen).

15.59 Uhr: Streit um Thüringer Haushalt: Deshalb fordern Minister mehr Personal

Die Haushaltsverhandlungen in Thüringen werden von immer neuen Forderungen belastet. Die Corona-Krise habe die geringe Ausstattung von systemrelevanten Bereichen, wie des öffentlichen Gesundheitssektors, des Bildungswesens und der Sicherheitsstrukturen, gezeigt, schreiben Sozialministerin Heike Werner, Bildungsminister Helmut Holter (beide Linke) und Justizminister Dirk Adams (Grüne) in einem Papier, das dieser Zeitung vorliegt.

15.42 Uhr: Aktuelle Infektionszahlen aus der Wartburgregion

In der Wartburgregion gibt es im Vergleich zu Freitag keine Veränderungen. Insgesamt 120 Menschen waren seit Beginn der Pandemie in der Region infiziert, davon 91 im Wartburgkreis und 29 in Eisenach. Genesen sind mittlerweile 114 Personen. Ein Patient aus der Stadt Werra-Suhltal ist aktuell noch erkrankt, fünf Menschen verstarben.

14.39 Uhr: Aktuelle Infektionszahlen aus Kyffhäuserkreis

Nach wie vor gibt es keine Neuinfektionen mit dem Sars-CoV-2-Virus im Kyffhäuserkreis. Damit bleibt es weiter bei 52 Infizierten, die alle als wieder genesen gelten. Allerdings wird wieder eine Person im östlichen Landkreisteil in häuslicher Quarantäne betreut. Diese ist Kontaktperson der neu infizierten Person im Landkreis Sömmerda.

12.20 Uhr: Saale-Orla-Kreis ist ohne aktive Corona-Infektion

Der Saale-Orla-Kreis ist mit dem Beginn der neuen Woche wieder offiziell corona-frei. Das teilt das Landratsamt mit. Die letzte Neuinfektion liege nun mehr als 14 Tage zurück, es gebe im Landkreis aktuell keinen bekannten Fall einer sogenannten aktiven Infektion. „Man kann der Bevölkerung nur ein Lob aussprechen. Die meisten Menschen verhalten sich verantwortungsbewusst und tragen damit ihren persönlichen Anteil dazu bei, dass wir die Situation im Griff haben“, sagt der Leiter des Gesundheitsamts in Schleiz, Torsten Bossert.

Insgesamt gab es seit dem Corona-Fall Thüringens am 2. März 152 bestätigte SARS-CoV2-Infektionen im Saale-Orla-Kreis. Zwölf Personen aus dem Landkreis sind an oder mit dem Virus verstoben.

10.24 Uhr: Eine Neuinfektion im Landkreis Sömmerda

Die Zahl der Personen im Landkreis Sömmerda, bei denen das Sars-CoV-2-Virus durch ein positives Abstrich-Ergebnis nachgewiesen wurde, ist auf 40 gestiegen. Am Freitag wurde dem Gesundheitsamt Sömmerda eine Corona-Neuinfektion gemeldet. Mit Stand 13. Juli, 10 Uhr, gibt es damit zwei aktive Covid-19-Fälle im Landkreis. 37 Covid-19-Patienten sind genesen. Eine Person ist verstorben.

9.25 Uhr: Stauseeregion profitiert vom Urlaub-in-Deutschland-Trend

Die Region am Hohenwarte-Stausee ist bedingt durch die Corona-Pandemie beliebt bei Urlaubern aus ganz Deutschland und darüber hinaus. Dort verbringen auch Mariska und Bernard Knipers aus den Niederlanden ihre Ferien. Eigentlich wollten sie nach Schweden fahren, haben sich dann aber für Thüringen entschieden. Sie sind überrascht, wie skandinavisch die Landschaft hier sei und was es alles zu entdecken gibt. Das Wasserkraftmuseum in Ziegenrück etwa sei „so schön altmodisch“, meint Bernard Knipers, und die Wysburg-Ruinen bei Weisbach samt Wald herum „total romantisch“.

8.55 Uhr: So schildert ein junger Mann aus dem Saale-Orla-Kreis seine Covid-19-Erkrankung

Über viele Dinge kann ein junger Mann nur mit dem Kopf schütteln: Corona-Leugner, die den Mundschutz als Maulkorb interpretieren, Leute, die im SARS-CoV-2-Virus nicht mehr als eine übliche Erkältung sehen. Der Mann aus dem Saale-Orla-Kreis ist um die 30 und arbeitet in einer Pflegeeinrichtung. Fieber bis 40 Grad, Schüttelfrost, Augenbrennen, keinen Durst, Geschmacksverlust, Atemprobleme beim Liegen, das alles erlebte er. Neun Wochen war er während und nach seiner Covid-19-Erkrankung in Quarantäne und er hat noch immer nicht sein normales Leben zurück.

12. Juli

21.56 Uhr: Weiterer Reiserückkehrer in Jena positiv auf Corona getestet

Der Jenaer Fachdienst Gesundheit meldet einen weiteren Infizierten. Der Mann ist aus Albanien zurückgekehrt und wurde am Flughafen in Frankfurt abgestrichen. Nach seinem positiven Testergebnis wurden für ihn, seine Frau und sein Kind Quarantäne angeordnet. Weitere Kontaktpersonen wurden bisher nicht ermittelt. Der Erkrankte klagt lediglich über leichte Symptome.

19.59 Uhr: Hintergründe zu Corona-Fällen in Weimar bekannt

Neue Corona-Infektionen sind Samstag in der Stadt bekannt geworden. Zwei junge Weimarer wurden positiv auf das Virus getestet, hieß es aus dem Rathaus. Sie hatten sich wohl Anfang der Woche auf privaten Feiern, unter anderem in einer Bar, angesteckt - offenbar an einer dritten Person von außerhalb, die hier zu Besuch war, mit ihnen feierte und den Kontaktpersonen nun ihre Erkrankung mitzuteilen hatte. Bisher konnten laut der Stadtverwaltung alle unmittelbaren Kontakte ermittelt werden. Insgesamt befinden sich derzeit 55 Menschen in Weimar in Quarantäne.

19.16 Uhr: Ramelow besorgt über hohe Corona-Schulden ohne Reform-Ansatz

Der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow hat Bedenken gegen zu hohe Ausgaben für Corona-Hilfen geäußert. "Ich wünsche mir, dass wir die Krise nutzen, um mutiger an Reformen zu gehen, statt nur riesige Summen über dem Land auszuschütten", sagte der Linken-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montag). Es wundere ihn sehr, dass viele seiner Kollegen in den Ländern, die bisher Verfechter der schwarzen Null gewesen seien, nun "die Zauberkünstler im Geldausgeben" seien. "Einige haben eine Art Wettbewerb ausgerufen, wer die höchsten Kreditlinien beschließt." Seiner Meinung nach müsste es jetzt erst einmal einen Kassensturz geben. Viele Hilfsgelder würden gar nicht abgerufen. Zugleich müsse sich die Politik zurzeit auch von geliebten Projekten verabschieden, sagte Ramelow. In Thüringen etwa werde es das von seiner Partei geplante beitragsfreie dritte Kindergartenjahr vorerst nicht geben. „Dinge, für die wir jetzt kein Geld haben, müssen hinten angestellt werden.“ Als ein Reformbeispiel verwies der Linken-Politiker auf den einmaligen Bonus in Höhe von 1500 Euro für Pflegekräfte. „So sehr ich das jedem Pfleger gönne, ist dadurch doch die Situation dieser Menschen nicht dauerhaft verbessert, denn sie kriegen nur einmal Geld“, sagte Ramelow. „Viel besser wäre ein Bekenntnis zu einem Tarifvertrag für Pflegekräfte in Deutschland gewesen.“

17.14 Uhr: Neuer Corona-Fall in Jena - Oberbürgermeister verteidigt Maskenpflicht

Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (FDP) hat sich erneut dagegen ausgesprochen, die Regeln für eine Maskenpflicht zu lockern. "Die Maske ist eines der effizientesten, wirksamsten, zugleich aber auch mildesten Mittel, die wir haben, um das Virus einzudämmen. Die Maske ist zuerst Schutz, nicht zuerst Last", sagte Nitzsche dem Online-Portal des Spiegels. "Die Maskengegner sind klar in der Minderheit, treten aber immer radikaler auf. Ich fürchte, dass mit Abschaffung der Pflicht nicht nur die Hardcore-Verweigerer die Maske nicht mehr nutzen, sondern auch die Gleichgültigen, die sich nicht so viel Gedanken darüber machen. Deshalb braucht es die Pflicht." Am Samstag hat die Stadt den ersten neuen Corona-Fall seit einem Monat gemeldet.

16.35 Uhr: Noch ein offiziell Infizierter im Unstrut-Hainich

Zur Zeit ist noch ein Mensch nachgewiesenermaßen infiziert und wird im Klinikum behandelt. 17 Personen befinden sich aktuell noch vorsorglich in häuslicher Quarantäne. Insgesamt gab es im Landkreis bisher 92 bestätigte Corona-Fälle.

15.41 Uhr: Polizei sieht keinen Anstieg von Gewalt in Familien

Die Sorge, dass es wegen der Corona-Beschränkungen zu mehr Gewalt in Familien kommt, hat sich nach Einschätzung der Polizei nicht bewahrheitet. Weder in der Polizeistatistik noch in der Belegung von Frauenhäusern und Schutzwohnungen sei seit Beginn der Pandemie ein größerer Anstieg der Fälle sogenannter häuslicher Gewalt zu beobachten, sagte die Sprecherin der Landespolizeidirektion, Antje Weißmann, der Deutschen Presse-Agentur.

15.39 Uhr: Verband: Kaum Mietausfälle wegen Corona in Thüringen

Nur wenige Thüringer haben während der Corona-Pandemie die Möglichkeit genutzt, ihre Mietzahlungen zu stunden. Von Anfang April bis Ende Juni seien von rund 1800 Mietern Zahlungsaufschübe bei den Wohnungsunternehmen beantragt worden, sagte der Direktor des Verbandes der Thüringer Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (vtw), Frank Emrich, der Deutschen Presse-Agentur. Das betreffe weniger als ein Prozent der Wohnungsmietverträge.

15.38 Uhr: Agentur: Langzeitarbeitslose in Corona-Krise nicht vergessen

Auch in der Corona-Krise dürfen Menschen, die jahrelang ohne Job und Aussicht auf Vermittlung sind, laut Experten nicht ins Abseits gedrängt werden. "Arbeit ist nicht nur der reine Broterwerb. Wer keine Beschäftigung hat, der leidet häufig unter fehlender Anerkennung und Isolation. Oft ist davon auch die ganze Familie betroffen", erklärte Markus Behrens, Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, in Halle.

15.34 Uhr: Freie Fahrt in den Urlaub? Experten rechnen mit weniger Staus

Die Zahl der Baustellen auf den Thüringer Autobahnen ist ähnlich hoch wie in den Vorjahren, trotzdem rechnet der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) zum Ferienbeginn mit weniger Wartezeiten. "Bei dem zu erwartenden Reiseverhalten vermuten wir eine Entzerrung der Autoströme und Staus", sagte der Sprecher des ADAC Hessen-Thüringen, Cornelius Blanke. Es gebe in Deutschland und den Nachbarländern nur noch begrenzt Übernachtungskapazitäten, zudem herrsche nach wie vor eine große Unsicherheit, wie etwa der erneute Corona-Lockdown in Gütersloh zeige. "Daher gehen wir davon aus, dass in diesem Sommer vor allem Tages- und Wochenendtouristen das Bild prägen werden."

15.32 Uhr: Zeugnisse auf dem Silbertablett im Autokino serviert

Die Corona-Pandemie hat den Abiturienten des Gymnasiums Apolda einen ungewöhnlichen Ort für die Übergabe ihrer Abschlusszeugnisse beschert: In einem Autokino erhielten die Zwölftklässler am Samstag ihre Abiturzeugnisse. Während Thüringens Bildungsstaatssekretärin Julia Heesen und Schuldirektorin Birgit Rosner den 46 festlich gekleideten Schulabgängern ihre Zeugnisse überreichten, saßen ihre Eltern vor der Bühne des Autokinos auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände in ihren Autos und beobachteten das Zeremoniell. Mit Hupkonzerten begleiteten sie die Zeugnisübergabe und die Festreden. Für die Veranstaltung galten strenge Hygieneauflagen. Die Autos durften nicht verlassen werden, die Gästezahl war begrenzt.

14.55 Uhr: Point Alpha lockt nach Corona-Zwangspause mit neuem Programm

Nach der Corona-Zwangspause und gut angelaufenem Wiederbetrieb will die Grenzgedenkstätte Point Alpha im osthessischen Rasdorf an der Grenze zu Thüringen mit zahlreichen Veranstaltungen mehr Besucher anlocken. So gebe es in den angebrochenen Sommerferien spezielle Angebote. Dazu zählen offene Gästeführungen sonntags, geführte Wanderungen und auch kindgerechte Kurzführungen mit anschließender Kinderbetreuung. "Wir haben uns einiges einfallen lassen, damit der Urlaub zu Hause für alle Generationen ein spannendes Erlebnis und ein lehrreiches Grenzabenteuer wird", sagte ein Sprecher auf Anfrage.

14.25 Uhr: Umfrage: Mehr Stress und Existenzängste durch Corona-Krise

Für mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Erwerbstätigen in Sachsen ist in der Corona-Krise der Arbeitsalltag stressiger geworden. Das ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse. Im gesamten Bundesgebiet empfanden dagegen nur 38 Prozent der Befragten mit einem Job den Arbeitsalltag belastender. Am geringsten waren die Werte in Berlin und Brandenburg (16 Prozent). Laut Umfrage ist Kurzarbeit in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt stärker ausgeprägt als anderswo. Ein Viertel der Interviewten (24 Prozent) gab an, persönlich betroffen zu sein. Bundesweit lag dieser Wert bei 13 Prozent.

13.50 Uhr: Hohe Nachfrage nach Corona-Hilfen für Studenten

Die Corona-Hilfen von Bund und Land werden von den Thüringer Studenten gut nachgefragt. Mehr als 5000 Studierende aus dem Freistaat stellten bislang Anträge auf Überbrückungshilfe des Bundes, wie das Wissenschaftsministerium der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Davon waren allerdings nur knapp 1800 Anträge vollständig und konnten vom Studierendenwerk bearbeitet werden. Rund 350.000 Euro an Bundesmitteln seien bislang an Studenten überwiesen worden, die wegen der Corona-Pandemie in Finanznot geraten sind. Insgesamt stehen für Thüringen laut dem Ministerium knapp 1,9 Millionen Euro aus dem Bundestopf zur Verfügung.

11.50 Uhr: Keine Neuinfektionen im Kyffhäuserkreis

Über das Wochenende gab es keine Corona-Neuinfektionen im Kyffhäuserkreis, wie das Landratsamt mitteilt. Auch befindet sich keine Kontaktperson mehr in Quarantäne. Es wird aktuell noch zusätzlich eine Kontaktperson (Index-Fall ist aus Landkreis Sömmerda) betreut. Bislang waren 52 Menschen im Kyffhäuserkreis an SARS-CoV-2 erkrankt. Alle sind wieder genesen. Einen Todesfall gab es nicht zu beklagen.

11.30 Uhr: Bei Corona-Ausbrüchen in Kliniken mehr als 200 Beschäftigte infiziert

In Thüringen haben sich nach Angaben des Landesgesundheitsministeriums nach Corona-Ausbrüchen in Krankenhäusern bislang 255 Beschäftigte von Kliniken mit dem Virus angesteckt. Insgesamt seien seit Beginn der Pandemie 18 Ausbrüche von Corona-Infektionen in Thüringer Krankenhäusern gemeldet worden, teilte eine Sprecherin auf Anfrage mit. Dabei waren jeweils mindestens zwei Beschäftigte infiziert. Laut Landesamt für Verbraucherschutz sind in den Zahlen nicht nur Infektionen bei Pflegekräften erfasst, sondern auch bei Ärzten, beim Verwaltungspersonal oder technischem Personal. Die in Thüringen höchste Zahl infizierter Mitarbeiter weist dem Landesamt zufolge das Kreiskrankenhaus Greiz auf. Dort seien 67 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden.

11.Juli

22 Uhr: Zwei neue Corona-Fälle in Weimar

Nachdem es wochenlang keine Neuinfektionen in Weimar gegeben hatte, meldete die Stadt am Samstagabend zwei neue Fälle. Die beiden jungen Leute hatten sich laut Mitteilung Anfang der Woche auf privaten Feiern, unter anderem in einer Bar, angesteckt.

10.20 Uhr: Neuer Corona-Fall in Jena

In Jena gibt es einen neuen Coron-Fall. Wie die Stadtverwaltung am Samstag informierte, sei dieser dem Fachdienst Gesundheit gemeldet worden. Sechs Kontaktpersonen aus Jena befinden sich bereits in Quarantäne, weitere werden gerade ermittelt.

9.30 Uhr: 200 Anträge auf Berufskrankheit zu Covid-19

Bei der Thüringer Unfallkasse gehen vermehrt Anträge zu Covid-19 als Berufskrankheit ein. „Uns liegen 200 Verdachtsanzeigen vor, die wir momentan im Feststellungsverfahren bearbeiten. Die Meldungen kommen vorwiegend aus Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen“, sagte Sprecherin Stephanie Robus. Auch andere Berufsgenossenschaften würden Covid-19-Erkrankungen als Berufsleiden bearbeiten.

10. Juli

16.41 Uhr: Saale-Holzland-Kreis weiter corona-frei

Im Saale-Holzland-Kreis gibt es seit über zwei Wochen keinen aktiven Corona-Fall. Indes feiern die Menschen wieder häufiger.

15.33 Uhr: Gericht: Bordelle und Swingerclubs bleiben wegen Corona geschlossen

Swingerclubs, Bordelle und ähnliche Angebote müssen in Thüringen wegen der Corona-Pandemie weiter geschlossen bleiben. Das beschloss das Oberverwaltungsgericht in Weimar laut Mitteilung am Freitag. Das Gericht weist allerdings darauf hin, dass "sexuelle Dienstleitungen außerhalb von Bordellen nicht verboten" seien.

14.46 Uhr: Aktuelle Infektionszahlen aus dem Eichsfeld

Das Eichsfeld vermeldet keine Neuinfektion in den vergangenen 24 Stunden. Seit dem Ausbruch der Pandemie haben sich 162 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, zehn sind verstorben. 149 sind wieder genesen, drei gelten aktuell noch als infiziert, müssen aber nicht stationär behandelt werden.

14.37 Uhr: Wegen Corona: DRK-Wasserwacht sieht höhere Unfallgefahr

Die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Thüringen befürchtet als Folge der Corona-Pandemie eine Zunahme von Badeunfällen. Da in der Krise viele Schwimmbäder geschlossen waren und auch Schwimmkurse ausfielen, fehlten etwa Übungsmöglichkeiten zum Trainieren. "Vielen Kindern und Jugendlichen, aber auch so manchem Erwachsenen fehlt das regelmäßige Schwimmen. Das führt leicht zu Fehleinschätzungen bei den eigenen Schwimm-Fähigkeiten", sagte der Landesleiter der DRK-Wasserwacht, Hansgeorg Siebert am Freitag.

13 Uhr: Infektionsentwicklung von Coronavirus bleibt weiter übersichtlich

Thüringenweit sind zuletzt lediglich in den Landkreisen Sonneberg und Hildburghausen neue Corona-Fälle erfasst worden. In Sonneberg wurden nach Angaben der Staatskanzlei von Freitag innerhalb von 24 Stunden zwei Neuinfektionen, in Hildburghausen eine Neuinfektion bekannt. Inzwischen gelten schätzungsweise 3080 Menschen als genesen. Die Zahl der Todesfälle blieb unverändert bei 182. Von 414 nachweislich mit Sars-CoV-2 infizierten Krankenhauspatienten wurden 102 auf Intensivstationen behandelt.

12.15 Uhr: Im Kyffhäuserkreis nur noch ein Quarantäne-Fall

Nur noch eine Person befindet sich im Kyffhäuserkreis in häuslicher Quarantäne. Dabei handelt es sich um eine Person aus dem Altkreis Artern, die Kontakt zu einem an Covid-19 Erkrankten aus dem Burgenlandkreis hatte, teilte das Landratsamt mit. Zwei weitere Personen konnten am Freitag aus der Quarantäne entlassen werden. Der Kreis hat weiterhin keine neuen Corona-Fälle zu verzeichnen.

11 Uhr: Mehr gestoppte Abschiebungen seit Corona

Seit dem Höhepunkt der sogenannten Flüchtlingskrise im Jahr 2015 nimmt die Zahl der Migranten, die nach Thüringen einreisen, kontinuierlich ab. Das bestätigten auch die Zahlen für das erste Halbjahr 2020, wobei der abrupte Rückgang diesmal vor allem mit der Corona-Pandemie zu tun hat. Mehr lesen Sie hier.

8.50 Uhr: Rund 17.500 Stornierungen mussten im DNT Weimar bearbeitet werden

Der Besucherservice des DNT war während des Lockdowns voll gefordert. „Unsere Tätigkeit hatte sich komplett gewandelt“, blickt Antje Bräuer, Leiterin des DNT-Besucherservice, auf aufreibende Monate zurück. Verkauften sie doch keine Karten, sondern bearbeiteten 17.500 Stornierungen. Alle Kartenkäufer wurden persönlich benachrichtigt, telefonisch oder über E-Mail, unterstreicht sie und berichtet von durchweg verständnisvollen Reaktionen. Die Besucher konnten wählen zwischen Gutschein, Rückerstattung oder der Spende des Kartenpreises. Fast 15.000 Euro wurden gespendet, nennt Antje Bräuer einen stattlichen Betrag. Lediglich 1222 Kartenkäufer haben sich bislang noch nicht zurückgemeldet.

9. Juli

17.30 Uhr: Nicht alle Schulanfänger in Thüringen untersucht

In Thüringen werden viele Schulanfänger ohne Schuleingangsuntersuchung eingeschult. Wie eine Umfrage von Mdr Thüringen in den Landkreisen und kreisfreien Städten in Thüringen ergab, müssen die Amtsärzte in mindestens drei Landkreisen auch noch nach den Sommerferien Schulanfänger untersuchen. Betroffen sind Erfurt, Gera und auch der Landkreis Sonneberg.

17.29 Uhr: Hilfen für Kinos, freie Theater und Festivals

Thüringen will gemeinnützigen Trägern von Kinos, Festivals, für Soziokultur oder freie Theater, deren Existenz durch die Corona-Krise bedroht ist, finanziell unter die Arme greifen. Diese Träger sollen einen Zuschuss aus dem vom Parlament beschlossenen Sondervermögen zur Bewältigung der Corona-Krise bekommen, wie die Thüringer Staatskanzlei am Donnerstag mitteilte. Der Zuschuss müsse nicht zurückgezahlt werden. "Mit der Förderung sollen die betroffenen Einrichtungen ihre Einnahmeausfälle kompensieren, die wegen der Corona-Pandemie seit Frühjahr 2020 entstanden sind", erklärte Thüringens Kulturstaatssekretärin Tina Beer.

17.28 Uhr: Thüringen bezuschusst Erholungsurlaub für Thüringer Familien

Thüringen zahlt Familien mit Kindern Zuschüsse, wenn sie ihren Sommerurlaub im Freistaat verbringen. Für das Sonderprogramm Familienerholung stehen 300.000 Euro zur Verfügung, wie das Familienministerium am Donnerstag mitteilte. Wegen der Corona-Pandemie hätten es Eltern und Kinder in den vergangenen Wochen und Monaten besonders schwer gehabt, erklärte Familienministerin Heike Werner (Linke). "Jede Familie sollte ein paar Tage Urlaub machen können, auch wenn das Geld knapp ist", so Werner.

16.25 Uhr: Urlaub trotz Warnung: Bürgermeister bleibt ohne Verfahren

Der private Skiausflug des Bad Lobensteiner Bürgermeisters Thomas Weigelt (parteilos) im März nach Tirol bleibt ohne dienstrechtliche Konsequenzen. Noch nicht entschieden wurde im Fall des Landrates Thomas Fügmann (CDU), der im Verdacht des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz steht.

16.13 Uhr: CDU will Förderung auf 95 Prozent erhöhen

„Wirtschaftlich würden wir einen weiteren Lockdown nicht überleben“, sagt CDU-Fraktionschef Mario Voigt. Welche Schlussfolgerungen der Thüringer Spitzenpolitiker daraus zieht, erläutert er im Interview. Unter anderem will die CDU die Fördersätze verschiedener Investitionsprogramme auf 95 Prozent erhöhen.

16.08 Uhr: Finanzhilfe für Kurgesellschaft in Bad Lobenstein

Die Kurgesellschaft Lobenstein bekommt einen zusätzlichen Betriebskostenzuschuss zur Milderung der finanziellen Folgen aufgrund der Corona-Pandemie. Eine entsprechende überplanmäßige Ausgabe aus dem Kommunalhaushalt hat der Bad Lobensteiner Stadtrat fraktionsübergreifend genehmigt.

16.07 Uhr: Sauna im Aquaplex öffnet wieder

Nach umfangreicher Sanierung und Genehmigung des Gesundheitsamtes öffnet die Sauna im Aquaplex in Eisenach ab Samstag, 11. Juli, 13 Uhr, wieder. Dampfbad, Meersalzgrotte und Gastronomie bleiben aber noch geschlossen.

16.04 Uhr: Im Kyffhäuserkreis keine neuen Corona-Fälle

Der Kyffhäuserkreis hat weiterhin keine neuen Corona-Fälle zu verzeichnen. Das teilte das Landratsamt am Donnerstag mit. Nach wie vor werden allerdings drei Personen in Quarantäne betreut. Alle drei stammen aus dem Altkreis Artern und hatten zuvor Kontakt zu einem an Covid-19 Erkrankten aus dem Burgenlandkreis, einem sogenannten Indexfall.

16 Uhr: Herz-OP-Programm an Kliniken normalisiert sich nach Corona

Das Programm an Herzoperationen an den großen Thüringer Krankenhäusern läuft nach Einschätzung von Medizinern nach den coronabedingten Einschränkungen wieder normal. Der Rückstand wegen der zeitweisen Aussetzung planbarer Eingriffe sei relativ schnell wieder aufgeholt worden, sagte der Kardiologe Alexander Lauten vom Helios-Klinikum Erfurt am Donnerstag in Erfurt. Ähnlich äußerte sich der Chefkardiologe des Universitätsklinikums Jena, Christian Schulze. Während der Pandemie hatten alle Thüringer Krankenhäuser nicht dringend notwendige, planbare Operationen ausgesetzt, um Klinikbetten für Corona-Patienten freizuhalten.

16 Uhr: Cessna-Treffen trotz Corona - Mehr als 60 Maschinen erwartet

Zum Cessna-Treffen an diesem Wochenende werden auf dem Flugplatz Jena-Schöngleina mehr als 60 Maschinen erwartet. "Wir haben so viele Voranmeldungen wie noch nie", sagte Flugplatzgeschäftsführer Wolfgang Kuhnert am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Einige Piloten werden aus dem Ausland einfliegen, etwa aus der Schweiz und aus Frankreich. Bei dem Treffen von Freitag bis Sonntag werden laut Kuhnert auch einige historische Flugzeuge aus den 1940er Jahren zu sehen sein.

15.48 Uhr: Thüringen erlaubt Sportveranstaltungen mit bis zu 200 Zuschauern

Thüringen erlaubt ab dem 16. Juli wieder Sportveranstaltungen im Freien mit bis zu 200 Zuschauern. Eine entsprechende Verordnung wurde am Mittwoch von Thüringens Sportminister Helmut Holter (Linke) unterzeichnet, wie sein Ministerium am Donnerstag mitteilte. Holter hatte diesen Schritt bereits im Vorfeld angekündigt. Die neue Verordnung soll bis Ende August gelten. Voraussetzung für solche Sportveranstaltungen ist aber ein Infektionsschutzkonzept, das vom jeweiligen Gesundheitsamt genehmigt werden muss. Das Konzept soll vor allem kontrollierbare Zu- und Ausgänge vorsehen und Maßnahmen zur Einhaltung eines Mindestabstandes enthalten.

15.43 Uhr: Beauftragter: Atteste für Maskenschutz-Verzicht akzeptieren

Der Landesbehindertenbeauftragte Joachim Leibiger hat zur Rücksichtnahme auf Menschen mit Handicap aufgerufen, die während der Corona-Pandemie keinen Mund-Nasen-Schutz tragen können. Es sei befremdlich, dass Menschen mit Behinderungen ohne Mund-Nasen-Schutz trotz vorgezeigten ärztlichen Attests der Zutritt zu Geschäften verwehrt werde, erklärte Leibiger am Donnerstag in Erfurt. Er reagierte damit auf entsprechende Vorfälle aus dem Handel.

14.48 Uhr: Wartburg-Region nicht mehr "Corona-frei"

Nach mehreren Tagen, in denen die Wartburg-Region "Corona-frei" war, gibt es nun wieder einen mit dem Virus infizierten Menschen, der in der Stadt Werra-Suhltal beheimatet ist. Die Zahl der Gesamtinfektionen steigt damit in der Region auf 120 an, 91 davon im Wartburgkreis, 29 in der Stadt Eisenach, in der es weiterhin keinen aktuell infizierten Menschen gibt. Die Zahl der Menschen, die einmal in der Region mit dem Virus infiziert waren und nun aber wieder als genesen gelten, bleibt bei 114.

13.30 Uhr: Neuinfektion mit Coronavirus weiter nur im einstelligen Bereich

Die Ausbreitung des Coronavirus scheint in Thüringen derzeit weiter an Dynamik zu verlieren: Lediglich zwei Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden sind am Donnerstag bekannt geworden, wie aus Angaben der Thüringer Staatskanzlei hervorgeht. Damit bewegte sich die Zahl der nachgewiesenen neuen Fällen wie in den vergangenen Tagen auch im niedrigen einstelligen Bereich. Geschätzt gelten inzwischen 3070 als genesen. 182 Menschen, bei denen das Virus zumindest festgestellt worden war, starben.

13 Uhr: Keine Neuinfektionen im Ilm-Kreis

Mit Stand vom 9. Juli 2020 ist kein weiterer bestätigter Fall einer Coronavirus-Infektion hinzugekommen. Die Zahl der bekannten Fälle bleibt bei 137, von denen 130 genesen und sechs verstorben sind. In den Ilm-Kreis-Kliniken werden drei Verdachtsfälle isoliert behandelt. Eine intensivmedizinische Betreuung ist in keinem der Fälle notwendig.

9 Uhr: Bluechip mit Rekordumsatz durch Corona-Krise

Der Computerhersteller Bluechip in Meuselwitz hatte im März den umsatzstärksten Monat der Firmengeschichte. Die Firma profitierte vor allem vom Homeoffice. Der Landrat des Altenburger Landes Uwe Melzer (CDU) weilte zu Besuch und staunte manches mal nicht schlecht, was ihm zu Ohren kam.

7 Uhr: Covid-19 bei Pflegekräften häufiger

Beschäftigte in Gesundheitsberufen waren von März bis Mai 2020 am stärksten von Krankschreibungen wegen Covid-19 betroffen. Nach einer Analyse der Arbeitsunfähigkeitsdaten der AOK-Mitglieder durch das Wissenschaftliche Institut der Krankenkasse (WIdO) fehlten 1283 je 100.000 Beschäftigte in der Altenpflege wegen Covid-19 am Arbeitsplatz. Tätigkeiten im Home Office oder in der freien Natur waren mit einem niedrigeren Infektionsrisiko verbunden. Mehr lesen Sie hier.

8. Juli

16.15 Uhr: Eine Neuinfektion im Eichsfeld

In den vergangenen 24 Stunden habe es im Eichsfeld eine Neuinfektion mit dem Coronavirus gegeben, teilt das Landratsamt am Mittwoch mit. Damit sind aktuell drei Menschen mit dem Virus infiziert. Insgesamt haben sich 162 Menschen angesteckt, zehn von ihnen sind an den Folgen der Krankheit gestorben, 149 sind wieder genesen.

15.50 Uhr: Kinder dürfen auch mit Schnupfen wieder in Kita oder Schule

Eine laufende Nase soll auch in Corona-Zeiten nicht mehr zwangsläufig ein Grund sein, Kindern den Besuch von Kitas und Schulen zu verweigern. Auch wenn mit der neuen Verordnung leichte Erkältungssymptome nicht mehr zum Ausschluss führten, bedeutet das aber nicht, dass Eltern aufgefordert sind, ihre kranken Kinder in die Kita und zur Schule zu schicken. "Wie auch vor Corona schon, sollten kranke Kinder zuhause bleiben", sagte ein Sprecher des Bildungsministeriums.

14.25 Uhr: Schüler im Ilm-Kreis mit Coronavirus infiziert

Mit Stand vom 8. Juli ist dem Gesundheitsamt im Ilm-Kreis ein neuer bestätigter Fall einer Coronavirus-Infektion gemeldet worden. Die Zahl der bekannten Fälle steigt damit auf 137. In der infektiösen Phase hatte der Schüler dank des rollierenden Systems an den Schulen nur minimalen Kontakt zu Mitschülern, da er sich in der Zeit der Ansteckung nicht in der Schule befand. Die betroffene Person ist symptomfrei.

13.30 Uhr: Weiterer Todesfall in Gera

Erstmals seit rund eineinhalb Wochen ist in Thüringen wieder ein Mensch im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Dabei handelt es sich um einen Patienten aus Gera, wie aus einer Übersicht der Thüringer Staatskanzlei vom Mittwoch hervorgeht.

9.00 Uhr: Gesundheitsämter seit Corona im Dauerstress

In den Thüringer Gesundheitsämtern ist wegen der Bekämpfung der Corona-Pandemie viel sonstige Arbeit liegen geblieben. Das betrifft nach Angaben des Berufsverbandes der Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) beispielsweise bestimmte amtsärztliche Gutachten, Schuleingangs- oder Reihenuntersuchungen. Trotz sinkender Infektionszahlen seien die meisten Ämter vom Normalmodus noch weit entfernt, sagte die Landesverbandsvorsitzende Ingrid Francke der Deutschen Presse-Agentur. "Das ist noch nicht abzusehen." Verschärft bemerkbar mache sich jetzt, dass in einer Reihe von Gesundheitsämtern teilweise seit Jahren Ärzte fehlten. Hier lesen Sie mehr zu den aktuellen Schwierigkeiten.

7.10 Uhr: Sommermeeting des Thüringer Leichtathletikverbands startet

So langsam füllt sich der Terminplan für Thüringens Leichtathleten doch noch ein wenig auf. Für den Nachwuchs gibt es am 18. und 19. Juli quasi einen Ersatz für die wegen der Corona-Krise ausgefallenen Thüringer Meisterschaften. Im Erfurter Steigerwaldstadion richtet der Verband an diesen zwei Tagen das Sommermeeting des TLV aus.

7 Uhr: Regelbetrieb in Schulen und Kindergärten

Der eingeschränkte Regelbetrieb in Kindertagesstätten und Schulen gilt vorerst weiter bis Ende August. Kabinett und Kultusministerium beschlossen dazu am Dienstag die Verlängerung der geltenden Verordnungen. Über Einzelheiten informierte Kultusminister Helmut Holter in einer Regierungspressekonferenz. Zuvor hatte die Lehrergewerkschaft Empfehlungen für die organisatorische und pädagogische Arbeit der Thüringer Schulen nach Corona vorgestellt. Darum geht es.

6.30 Uhr: Jeder Vierte fand häusliches Lernen während der Schulschließungen gut

Wie bewerten Schüler und Eltern den Unterricht während der Corona-Zeit? Laut einer Umfrage des Kultusministeriums, an der sich 5700 Eltern und 13.000 Schüler beteiligten, bezeichneten 40 Prozent der Befragten den Distanzunterricht als gut, 20 Prozent hielten ihn für schlecht. Zwei Drittel der Schüler gaben an, zu Hause weniger zu lernen als in der Schule. Hier haben wir weitere Ergebnisse der Umfrage aufgeschlüsselt.

7. Juli

21.23 Uhr: Neuer Corona-Fall im Weimarer Land - Zahl der Krankheitsfälle steigt auf 75

Im Weimarer Land gibt es einen neuen Covid-19-Fall. Das meldete am Dienstag das Landratsamt. Die Neuerkrankung betrifft einen Mann, mehr ist dazu bislang nicht bekannt.

19.03 Uhr: Walk zu Hackerangriff auf X-Fab in Erfurt: "Spionage macht während Corona keine Pause"

Es sei nur eine Frage der Zeit gewesen, dass auch ein Thüringer Hightech-Unternehmen von einer derartigen Attacke betroffen ist, sagte der CDU-Innenexperte Raymond Walk nach Bekanntwerden des Cyberangriffs auf X-Fab unserer Zeitung. "Spionage mache auch während der Corona-Pandemie keine Pause."

16.28 Uhr: Keine Neuinfektion im Landkreis Greiz

Seit dem 1. Juli bis zum heutigen Dienstag wurde im Landkreis Greiz keine weitere Neuinfektion mit dem Coronavirus registriert. Die Zahl der Genesenen steigt auf 584 (bei 611 Angerufenen).

16.06 Uhr: Keine Datenabfrage mehr im Außenbereich von Gaststätten

Für Gastwirte entfällt die Pflicht, auch im Außenbereich ihrer Wirtschaft die Kontaktdaten der Gäste einzusammeln. Für geschlossene Räume bleibt diese Pflicht bestehen. In Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sollen künftig zwei Besucher pro Patient oder Bewohner möglich sein. Bisher war nur ein Besucher pro Person gestattet.

15.05 Uhr: Nach Corona-Krise: GEW fordert Schritte für zukunftsfähige Schulen

Als Konsequenz aus den Erfahrungen der vergangenen Monate richtet sich die Bildungsgewerkschaft GEW mit einem umfangreichen Maßnahmekatalog an die Politik. Er bündelt dringende Schritte die angegangen werden müssen, damit Schulen zukunftssicher und für mögliche weitere Problemlagen besser vorbereitet sind.

14.10 Uhr: Zahl der aktiven Coronafälle geht im Landkreis Gotha zurück

Nachdem im Landkreis Gotha am Freitag eine weitere Person positiv auf Sars-Cov2 getestet wurde und am Montag seit dem 1. Juli laut der regelmäßigen Information aus dem Gothaer Landratsamt fünf Personen erkrankt waren, hat sich diese Zahl nun am Dienstag auf vier Personen verringert. Damit steigt die Zahl der Genesenen auf 283. Die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie und der Tests positiv befundeten Menschen beträgt 317. Dies entspricht der Zählweise, die das Robert-Koch-Institut anwendet. Die Zahl der Verstorbenen liegt seit dem 27. Mai 2020 unverändert bei 30. Eine erkrankte Person wird stationär behandelt.

13.16 Uhr: Kaum Übernachtungen im April in Thüringen

Der Tourismus in Thüringen ist aufgrund der Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie im April weitestgehend zum Erliegen gekommen. In dem Monat kamen mit 18.500 Gästen 94,1 Prozent weniger als im April 2019, wie das Statistische Landesamt am Dienstag miteilte. Die Zahl der Übernachtungen sank in diesem Zeitraum um 86,7 Prozent auf 108 765. Der Rückgang geht auf das Beherbergungsverbot für Privatreisende während der Pandemie zurück. Auch Geschäftsreisen waren stark eingeschränkt. Bereits im März waren die Gästeankünfte laut Statistikern um 62,7 Prozent und die Übernachtungen um 50,2 Prozent zurückgegangen. In Eisenach, Erfurt, Jena und Weimar sank die Zahl der Übernachtungen im April um 96,2 Prozent. Bei den Jugendherbergen und Hütten im Freistaat brach das Geschäft komplett ein. Die im Vergleich geringsten Rückgänge hatten mit 57 Prozent weniger Übernachtungen die Vorsorge- und Rehakliniken zu verzeichnen (dpa).

12.50 Uhr: Bürgermeister von Saalfeld und Rudolstadt fordern Kita-Regelbetrieb

Die Bürgermeister des Städtedreiecks von Saalfeld, Rudolstadt und Bad Blankenburg haben sich mit einem offenen Brief an Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) gewandt. Inhalt des Briefes ist die angespannte Situation für Familien durch den eingeschränkten Regelbetrieb in den Kindergärten. Vor dem Hintergrund der positiven Entwicklung der Corona-Infektionszahlen in Thüringen bitten die Bürgermeister um die Rückkehr zum Regelbetrieb, also zum Normalbetrieb ohne feste Gruppen.

12.31 Uhr: CDU will mit 20-Punkte-Plan Wirtschaft wieder ankurbeln

Den Kampf gegen die schwächelnde Wirtschaft in der Corona-Krise will die CDU mit diesem 20-Punkte-Plan angehen. Über eines spricht sie aber nicht.

11.26 Uhr: Apoldas Zwiebelmarkt findet 2020 definitiv nicht statt

Es war erwartet worden: Der Apoldaer Zwiebelmarkt 2020 fällt aus. Stattdessen gibt es alternativ einen erweiterten Wochenmarkt.

10.02 Uhr: Noch vier aktive Corona-Fälle in Gera

Nach Angaben der Stadt gibt es mit Stand Dienstag noch vier aktive Fälle in Gera. 21 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Zwei Menschen wurden zuletzt positiv getestet. Damit gab es bisher insgesamt 259 gemeldete Corona-Infektionen.

8.29 Uhr: Hunderte Unterschriften: Greizer Eltern fordern Kita-Regelbetrieb

„So, wie es jetzt ist, kann es nicht bleiben.“ Marco Strohwasser, seines Zeichens Kreiselternsprecher für Kindergärten im Landkreis Greiz, findet klare Worte für einen Zustand, der aus Sicht vieler Eltern schon lange nicht mehr tragbar sei. Während in vielen Bereichen inzwischen langsam wieder eine Art Normalität einkehre, seien Eltern durch den immer noch geltenden eingeschränkten Regelbetrieb in Kindergärten nach wie vor einer unverhältnismäßigen Belastung ausgesetzt. Bisher wurden schon 500 Unterschriften gesammelt.

7.37 Uhr: Kita- und Schulbetreuung an Schulen auch in Sommerferien

Thüringer Kinder sollen an Schulen und in Kindergärten auch während der Sommerferien betreut werden - trotz Corona-Pandemie. Einen Ferienplan stellt Bildungsminister Helmut Holter (Linke) am späten Dienstagmittag vor. Holter hatte bereits vor einigen Wochen eine Ferienbetreuung angekündigt und argumentiert, dass viele Eltern ihre freien Tage bereits verwenden mussten, weil sie sich um ihre Kinder während der Corona-Krise kümmern mussten. Wegen der Pandemie waren im Freistaat Kindergärten und Schulen für mehrere Wochen geschlossen geblieben. In dieser Zeit gab es vor allem Distanzunterricht. Zum großen Teil werden Schüler noch immer im Wechsel in den Schulen und zu Hause unterrichtet.

7.28 Uhr: Thüringer CDU-Fraktion lehnt zu hohe Schulden ab

Die Thüringer CDU-Fraktion hat sich gegen eine zu hohe Neuverschuldung Thüringens ausgesprochen. Das Konzept der Christdemokraten im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise will CDU-Fraktionsvorsitzender Mario Voigt am Dienstagvormittag präsentieren. Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hatte vor wenigen Tagen für Furore gesorgt, als er neue Schulden von rund 2,9 Milliarden Euro vorschlug, um die Konjunktur im Freistaat wiederzubeleben. Damit soll nach seinen Vorstellungen unter anderem ein 1,2 Milliarden Euro schweres Konjunkturprogramm finanziert werden. Die CDU-Fraktion fordert, Familien, Wirtschaft und Kommunen zu entlasten.

7.10 Uhr: Lotto Thüringen wächst in der Corona-Krise

Mehr Umsatz als im gleichen Zeitraum des Vorjahres und höhere Spieleinsätze – trotz Corona: Die Halbjahresbilanz 2020 stimmt Thüringens Lotto-Chef Jochen Staschewski sehr optimistisch.

6.40 Uhr: Minister Holter: Zuschauer beim Sport ab August erlaubt

Die Corona-Krise hat laut einem Bericht von Kultusminister Helmut Holter (Linke) keine Schulabschlüsse in Thüringen eingeschränkt. Das sind die Zahlen.

5.50 Uhr: Linke-Chefin will Pandemie zum Politikwechsel nutzen

„Schulden als Chance“: Thüringens Linke-Chefin Susanne Hennig-Wellsow sieht die Gelegenheit gekommen, ihre früheren Forderungen umzusetzen. Dazu veröffentlichte sie einen Aufsatz.

5.45 Uhr: "Als Ärztekammer von der Politik bei Corona zu wenig einbezogen".

Die Präsidentin der Landesärzekammer, Ellen Lundershausen, spricht im Interview über 30 Jahre Landesärztekammer, schwarze Schafe und Corona.

6. Juli

21.15 Uhr: AfD fordert Ende der Maskenpflicht bei Demo in Arnstadt

Polizeifahrzeuge und Absperrungen dominierten am Montagabend in der Arnstädter Innenstadt. Die AfD veranstaltete am Holzmarkt eine Demonstration „Corona: Die Krise nach der Krise“, zu der etwa 200 Gäste kamen. Zu einer Gegendemonstration kamen rund 150 Menschen.

20.55 Uhr: Thüringer Fußball-Verband plant Saisonstart für Anfang September

Der Thüringer Fußball-Verband plant eine Wiederaufnahme des Spielbetriebes auf Landesebene der Erwachsenen am ersten September-Wochenende. Darauf verständigte sich der Spielausschuss und empfiehlt seinen Kreisfußball-Ausschüssen ebenfalls den Saisonstart vom 4. bis 6 September.

20.53 Uhr: Maskenpflicht im Einzelhandel bleibt bestehen - Neue Corona-Verordnung

Thüringen trägt die von Bund und Ländern vereinbarte Fortführung der Maskenpflicht auch im Einzelhandel mit. Das erklärte Gesundheitsministerin Heike Werner am Montag in Erfurt. Die Landesregierung werde am Dienstag über die neue Corona-Verordnung entscheiden, die bis zum Ende der Sommerferien Ende August gelten solle, kündigte die Linke-Politikerin an. "An den meisten Regeln ändert sich nichts." Doch es sind auch kleinere Lockerungen geplant.

19.46 Uhr: Saalfelder Kita-Eltern klagen über Betreuungsnotstand

Eltern des Kindergartens "Am Goldfischteich" in Saalfeld erheben in einem Elternbrief Beschwerde "auf Grund der aktuellen Lage der nochmals eingeschränkten Öffnungs- und Betreuungszeiten unseres Kindergartens". Am 24. Juni sei den Eltern mitgeteilt worden, dass ab 1. Juli die Öffnungs- und Betreuungszeiten des Kindergartens für Juli und August weiter auf einen Zeitraum von 7 bis 15 Uhr eingeschränkt werden. "Seit dem Shutdown im März will der Betreuungsnotstand für viele Eltern einfach nicht enden", beklagt Stefanie Flemming, Sprecherin der Kindergarten-Gruppe "Die Johannisbeeren".

18.43 Uhr: Zwei Neuinfektionen im Landkreis Gotha

Im Landkreis Gotha sind übers Wochenende zwei Corona-Neuinfizierte erfasst worden. Die Gesamtzahl der bislang positiv getesteten Personen ist damit auf 317 gestiegen, teilt das Landratsamt mit.

17.38 Uhr: Landkreis Nordhausen gilt offiziell als coronafrei

Seit Samstag ist der Landkreis Nordhausen offiziell coronafrei. Diese guten Neuigkeiten hat Landrat Matthias Jendricke (SPD) am Wochenende im Rahmen der Ausstellungseröffnung "Schicksal Treuhand - Treuhand-Schicksale" im Nordhäuser Ifa-Museum verkündet. "Es war das erste Mal, dass mein Handy mal nicht geklingelt hat und mir mitgeteilt wurde, dass es neue Fälle gibt", erläutert er. Er hoffe, dass es auch dabei bleibt und die Sommermonate unbeschwert genossen werden können - natürlich unter Beachtung der noch immer geltenden Hygieneregeln.

16.28 Uhr: So will Finanzministerin Taubert Steuerausfälle infolge der Corona-Krise ausgleichen

Um die Steuerausfälle durch den Konjunktureinbruch infolge der Corona-Krise auszugleichen, plant Finanzministerin Heike Taubert (SPD) Schulden in Höhe von rund einer Milliarde Euro. 800 Millionen Euro an neuen Krediten seien in diesem Jahr und rund 200 Millionen Euro 2021 vorgesehen.

16.03 Uhr: Lastenräder in Corona-Krise genutzt - Nun Bezuschussung geplant

Der Fahrradclub ADFC hatte zuletzt auf die Bedeutung von Lastenräder in der Corona-Krise hingewiesen, da die Räder etwa bei in der Nachbarschaftshilfen zum Transport von großen Einkaufsmengen zum Einsatz kamen. Nun will das Thüringer Umweltministerium die "rollenden Klimaschützer" bezuschussen lassen.

14.50 Uhr: Kindergarten nach Coronafall geschlossen

Nach einem positiven Coronatest wurde ein Kindergarten in Exdorf im Landkreis Schmalkalden-Meiningen geschlossen. Wie das Landratsamt am Montag informierte, sei in der Kita am vergangenen Wochenende das positive Testergebnis eines einjährigen Mädchens beim Gesundheitsamt eingegangen. Die Kontaktpersonen seien umgehend kontaktiert und am 4. Juli in Quarantäne geschickt worden. Da sich alle vier Erzieherinnen in Quarantäne befinden, bleibe die Einrichtung komplett geschlossen. Im Zusammenhang mit der Kita und dem privaten Umfeld des Indexfalls hat das Gesundheitsamt am Montag 37 Tests vorgenommen. Außerdem meldete das Landratsamt Schmalkalden-Meiningen einen Corona-Fall aus einem Altenpflegezentrum in Walldorf. Eine 86-jährige Bewohnerin, die aufgrund entsprechender Symptome stationär im Klinikum Meiningen behandelt werde, sei am Samstag positiv auf das Coronavirus getestet worden, hieß es.

7.15 Uhr: Patienten und Urlauber fehlen in Thüringer Kurorten

Die Thüringer Heilbäder, Kur- und Erholungsorte rechnen 2020 durch die Corona-Pandemie mit starken Einbußen. Rund 50 Prozent weniger Gäste verzeichnen sie bisher im Vergleichszeitraum zum vergangenen Jahr. Da wurden 2.874.574 Übernachtungen verbucht, was einem Anteil von einem Drittel der touristischen Gesamtübernachtungen entspricht. Hier lesen Sie mehr.

7.10 Uhr: Warum die Pandemie Flüchtlinge besonders belastet

Flüchtlinge, die erst seit kurzer Zeit in Deutschland sind, haben durch Corona zusätzliche Probleme in ihrer neuen Umgebung. Wie ein Erfurter Beratungsbüro Brücken in den Alltag baut.

7 Uhr: Mietzahlungen auch während Corona nur für wenige Thüringer ein Problem

Für die Thüringer Vermieter sind die Folgen der Corona-Krise bislang nicht so dramatisch wie zunächst befürchtet. Bis Ende Juni mussten nach Angaben des Verbandes Thüringer Wohnungs- und Immobilienwirtschaft lediglich für rund ein Prozent aller Mietverträge Stundungen vereinbart werden. Nur vereinzelt hätten Wohnungsunternehmen Ausfälle von bis zu fünf Prozent zu verkraften. Bei gewerblichen Mietverhältnissen sei die Situation angespannter.

5. Juli

16.30 Uhr: Drei neue Corona-Infektionen in Thüringen gemeldet

Das Corona-Infektionsgeschehen bleibt in Thüringen derzeit gering. Am Wochenende meldete die Thüringer Staatskanzlei nur drei neue Infektionen. Sie betrafen den Kreis Hildburghausen. Damit hat der Südthüringer Landkreis derzeit die höchste Neuinfektionsrate aller Kreise und kreisfreien Städte.

16.25 Uhr: Alle Infizierten im Kyffhäuserkreis genesen

Keine Neu-Infektion mit dem Coronavirus seit Freitag, meldet das Landratsamt des Kyffhäuserkreises. Zudem gelten alle der bislang 52 Infizierten seit Freitag als genesen. Vom Gesundheitsamt werden aktuell noch zwei Personen in Quarantäne betreut, die Kontakt mit einem Corona-Patienten im Landkreis Sömmerda hatten.

15.48 Uhr: Studenten fordern Entlastungen bei Studium unter Corona-Bedingungen

Lehramtsstudenten der Universität Jena haben einen immensen Druck beim Studieren unter Corona-Bedingungen beklagt. Zugleich forderten sie am Sonntag Hochschule und Landesregierung zu Entlastungen auf. So müssten alle Semester bis zum Ende der Corona-Krise als „Ausnahme- und Solidarsemester“ anerkannt werden, fordern sie in einem offenen Brief. Auf diese Weise sollen Studierende ihr Studium möglichst gut fortführen oder auch ohne Nachteile pausieren können. Die Inhalte und Formate der Lehrveranstaltungen müssten zudem an die verkürzte Semesterzeit angepasst werden, hieß es. Auch wurde moniert, dass enorm gestiegene Anforderungen zur Selbstorganisation viele Studenten überforderten. Wegen der Corona-Pandemie wurde die Vorlesungszeit im aktuellen Semester verkürzt; sie hatte erst Anfang Mai begonnen. Außerdem wird das Semester als „Online-Semester“ organisiert - Lehrveranstaltungen werden hauptsächlich digital angeboten. Auch für das kommende Wintersemester soll nach Angaben der Universität zunächst mit rein digitalen Lehrangeboten geplant werden.

15.19 Uhr: Polizei löst rechtes Treffen auf - Lob aus der Landespolitik

Die Polizei hat am Samstagabend ein Treffen der rechten Szene im Apoldaer Ortsteil Oberroßla aufgelöst. In einem weitläufigen Garten hatten sich mehr als 80 teils polizeibekannte Menschen versammelt, wie die Landeseinsatzzentrale mitteilte. Die Veranstaltung war nicht angemeldet. Auch seien von den Teilnehmern Bestimmungen zum Infektionsschutz missachtet worden, hieß es. Das Einschreiten der Polizei wurde über Parteigrenzen hinweg gelobt.

14.22 Uhr: Corona-Installation erinnert in Erfurt an Verlust des normalen Lebens

Als spontane Aktion stellte am Sonntagmittag der Künstler Dennis Josef Meseg seine Corona-Installation „It is like it is“ auf dem Domplatz aus. Seine statt in bunter Kleidung in Warnband gehüllten Schaufensterpuppen sollen zeigen, wieviel vom individuellen Leben durch die Corona-Pandemie weggebrochen ist.

14 Uhr: Mehrere Bundesländer wollen Maskenpflicht abschaffen

An das Bild haben sich inzwischen viele Bundesbürger gewöhnt: Menschen mit Mundschutz im Bus, in der Bahn oder im Supermarkt. Angesichts sinkender Corona-Infektionszahlen wollen jetzt einige Bundesländer prüfen, ob sie die Maskenpflicht im Einzelhandel abschaffen können. Kritik kommt nicht nur von Karl Lauterbach.

10.29 Uhr: CDU-Fraktionschef Voigt kritisiert Plan zu massiver Neuverschuldung

CDU-Fraktionschef Mario Voigt hat den Vorschlag zu einer massiven Neuverschuldung scharf kritisiert. „Offensichtlich ist die einzige Antwort der rot-rot-grünen Minderheitsregierung auf die Krise: mehr Schulden machen und das Geld der Bürger ausgeben“, sagte Voigt am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. „An die Schuldenwirtschaft sollten wir uns gar nicht erst gewöhnen. Das kann nicht die Antwort auf die Krise sein.“ Das beste Konjunkturprogramm seien Entlastungen für Familien, Wirtschaft, Gemeinden und Städte. Außerdem müssten „unsinnige bürokratische Regeln“ abgeschafft und der kommunale Finanzausgleich rasch reformiert werden. Weil Rot-Rot-Grün im Landtag keine Mehrheit hat, ist die Koalition auf Stimmen der CDU angewiesen. Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hat vorgeschlagen, wegen der Corona-Krise rund 2,9 Milliarden Euro Schulden aufzunehmen. Damit soll nicht nur ein Konjunkturprogramm aufgelegt werden, sondern auch Steuerausfälle kompensiert und schon beschlossene Corona-Hilfen finanziert werden. Die Schulden sollen über einen Zeitraum von 20 Jahren und mehr zurückgezahlt werden. Dazu ist den Angaben zufolge eine Lockerung der Schuldenbremse in der Landeshaushaltsordnung nötig.

8.56 Uhr: 50 Feiern pro Woche: Thüringer machen Party – trotz Corona-Pandemie

Nach den Einschränkungen während der Corona-Pandemie wird in Thüringen wieder größer gefeiert. So wurden den Kreisen und kreisfreien Städten seit Inkrafttreten der aktuellen Corona-Verordnung Mitte Juni rund 1000 größere private und nicht-öffentliche Feiern angezeigt.

5.31 Uhr: Chef des Rechnungshofs unterstützt Kassensturz-Forderung

Rechnungshofpräsident Sebastian Dette hat die Forderung von Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) nach einem Kassensturz angesichts dramatischer Steuerausfälle unterstützt. „Natürlich sind neue Schulden angesichts der Corona-Krise mit Steuerausfällen von fast einer Milliarde Euro unvermeidbar. Aber ich warne davor, die Finanzprobleme, die sich durch die weiteren Konjunkturhilfen noch vergrößern, mit einem Milliardenkredit lösen zu wollen“, sagte Dette der Deutschen Presse-Agentur. Er sei froh, dass Ramelow Ausgaben auf den Prüfstand stellen wolle, bevor in Thüringen über die Höhe der Schuldenaufnahme entschieden werde.

4. Juli

16 Uhr: Taubert sieht Lockerung der Schuldenbremse kritisch

In der Debatte um neue Schulden wegen der Corona-Krise hat sich Finanzministerin Heike Taubert (SPD) kritisch zu einer Lockerung der Schuldenbremse geäußert. "Wer Mehrausgaben für notwendig hält, der muss auch Deckungsvorschläge machen", erklärte sie am Samstag auf Anfrage. Das Kabinett habe sich verständigt, am 14. Juli alle Diskussionsbeiträge der Minister zu bewerten. In einem neuen Vorschlag plädiert Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) für eine massive Neuverschuldung von rund 2,9 Milliarden Euro. Damit soll nicht nur ein Konjunkturprogramm aufgelegt werden, sondern auch Steuerausfälle kompensiert und schon beschlossene Corona-Hilfen finanziert werden. Die Schulden sollen über einen Zeitraum von 20 Jahren und mehr zurückgezahlt werden. Dazu wäre den Angaben zufolge eine Lockerung der Schuldenbremse in der Landeshaushaltsordnung nötig.

12.28 Uhr: Maskenpflicht und Mindestabstand bleiben aktuell

Das Oberverwaltungsgericht in Weimar hat in einem Eilverfahren einen Antrag von einem Pendler zurückgewiesen, die Pflicht zum tragen einer Maske zu kippen. Mehr zur Urteilsbegründung erfahren Sie hier.

9.43 Uhr: Große Nachfrage nach Ferienangeboten in Thüringen

Die Corona-Pandemie hat viele Urlaubspläne durcheinander gebracht. Auch etliche Ferienangebote für Kinder und Jugendliche fallen weg. Was bleibt an Programm in Thüringen?

5.45 Uhr: Abgeordnete spenden ihre Diätenerhöhung

Mehr Geld für die 90 Landtagsabgeordneten in Thüringen: Wie in jedem Jahr steigen die Diäten automatisch. Das mehr verdiente Geld wollen die Parlamentarier spenden. Hier erfahren Sie mehr.

3. Juli

16.40 Uhr: Erste Neuinfektion seit neun Tagen im Kreis Gotha

Eine Neuinfektion mit dem Coronavirus vermeldet das Landratsamt Gotha. Nach neun Tagen ohne einen positiven Test steigt die Anzahl der aktiv Erkrankten erstmals wieder leicht. Noch fünf Menschen sind momentan erkrankt, ein Infizierter wird stationär behandelt.

16 Uhr: Eine weitere Neuinfektion im Eichsfeld

Eine weitere Neuinfektion mit dem Corona-Virus meldete das Gesundheitsamt am Freitag. Somit sind aktuell zwei Menschen aus dem Landkreis infiziert.

15.30 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfektionen in Thüringen weiter gering

Die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Thüringen weiterhin gering. Seit Mittwoch wurden sechs Fälle gemeldet, wie aus Zahlen der Staatskanzlei von Donnerstag hervorgeht. Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie laut Staatskanzlei bislang 3266 Menschen nachweislich infiziert. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen liegt danach in Thüringen derzeit bei 1,1.

15.05 Uhr: Die aktuelle Lage im Kyffhäuserkreis

Die letzten vier Corona-Infizierten sind aus der Quarantäne entlassen worden, teilte das Landratsamt am Freitag mit. Die vier Infizierten sind Bewohner in der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Sondershausen. Die Ergebnisse der Abstriche seien negativ gewesen, so der Sprecher des Landratsamts. Aktuell werden noch zwei Menschen im Landkreis in Quarantäne betreut – eine im Altkreis Sondershausen und eine im Altkreis Artern. Beide hatten Kontakt zu einem Corona-Infizierten im Landkreis Sömmerda.

14.45 Uhr: Neuer Corona-Fall in Erfurt

Gerade galt Erfurt wieder als coronafrei, da wurde am Freitag die insgesamt 140. Infektion in der Landeshauptstadt bestätigt. Bei der Neuinfektion handelt es sich um einen Mann. Die Infektionsquelle, also der Kontakt, wo sich der Mann angesteckt hat, sei dem Gesundheitsamt bekannt.

14.20 Uhr: Cyberattacken mit Corona-Bezug

Mit sogenannten "Phishing-Attacken" auf die Thüringer Landesverwaltung haben Kriminelle versucht, die Corona-Pandemie zum illegalen Abgreifen von Daten auszunutzen. Software-Schwachstellen sowie E-Mails, die schädliche Anhänge oder Downloadlinks enthalten, stellten derzeit die größten Gefahren für die IT-Systeme und Netzwerke der Thüringer Landesverwaltung dar, wie eine Sprecherin des Finanzministeriums auf Anfrage mitteilte. Allein zwischen Januar und März gingen rund 16 Millionen externe E-Mails in das Thüringer Landesdatennetz ein, wovon rund die Hälfte abgewiesen wurde. Zwar zeige eine Zwischenauswertung für die Zeit seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie noch keine signifikante Erhöhung der Angriffe, heißt es vom Thüringer Finanzministerium. Doch die Art der Angriffe habe sich verändert. "Aktuell sind vermehrt Kampagnen mit Bezug zu Corona zu verzeichnen", erklärte die Sprecherin. So würden vermehrt E-Mails mit dem vermeintlichen Absender der Weltgesundheitsorganisation WHO versendet oder Hilfeseiten etwa zur Beantragung von Unterstützungsleistungen nachgeahmt.

14.10 Uhr: Tiefensee plant für Thüringen milliardenschweres Konjunkturpaket

Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee will ein Konjunkturpaket in Höhe von 1,2 Milliarden Euro auflegen, um den ökonomischen Folgen der Corona-Krise zu begegnen. Er werde dem Kabinett einen „Thüringenfonds für Innovation und Wachstum“ vorschlagen, sagte der SPD-Politiker dieser Zeitung. Dabei geht es laut Tiefensee ausschließlich um Investitionen in den nötigen Strukturwandel.

12.25 Uhr: FDP-Fraktion fordert Stufenplan für Großveranstaltungen

Die Thüringer FDP-Fraktion hat weitere schrittweise Lockerungen für die Veranstaltungsbranche in der Corona-Pandemie gefordert. "Es ist für uns nicht nachvollziehbar, dass Wochenmärkte erlaubt sind, Street-Food-Festivals aber nicht. Menschen dürfen auf engem Raum in den Urlaub fliegen, aber sich nicht in Autoscooter setzen", erklärte FDP-Fraktionschef Thomas Kemmerich am Freitag. Zuvor hatte bereits die CDU-Fraktion konkrete Perspektiven gefordert, Großveranstaltungen wieder zu erlauben. Die Thüringer Regelungen gelten in diesem Sektor im bundesweiten Vergleich bereits als verhältnismäßig liberal. Großveranstaltungen wie Volks- oder Dorffeste sind grundsätzlich verboten.

12.20 Uhr: Erste Ergebnisse der Neustadt-Studie veröffentlicht

Die Universität Jena hat die ersten Ergebnisse der Studie über den unter Quarantäne gestellten Ort Neustadt veröffentlicht. Der Ort war einer der ersten großen Corona-Hotspots in Thüringen und der erste Ort in Deutschland, der deshalb komplett abgeriegelt worden war. Überraschungen gab es bei den Antikörpern.

11.20 Uhr: Eisenberger vorn dabei im weltweiten Kampf gegen Corona

Medizintechnik-Hersteller aus Eisenberg arbeitet mit Hochdruck an Maschinen für pharmazeutische Forschungslabore. Gerade nimmt ein schwedischer Hersteller, der mit Hochdruck an einem Corona-Impfstoff arbeitet, eine Maschine aus Eisenberg ab.

11 Uhr: Thüringen plant Ferienbetreuung trotz Corona

Auch in der Corona-Pandemie soll es eine Ferienbetreuung an den Thüringer Grundschulen geben. „Während der Sommerferien ist für Schüler der Primarstufe, die für den Besuch eines Schulhortes angemeldet sind, eine eingeschränkte Hortbetreuung von täglich sechs bis acht Stunden zu gewährleisten“, heißt es in der überarbeiteten Verordnung des Bildungsministeriums. Jedoch gibt es einige Einschränkungen.

10 Uhr: Keine aktiven Coronafälle mehr in Jena

Seit Freitag gibt es in Jena keinen bekannten Corona-Fall mehr. Darüber informierte die Stadt.Der vorerst letzte Fall, eine im Juni erkrankte Lehrerin, sei mit einem negativen Testergebnis aus der Quarantäne entlassen worden. Insgesamt gab es in Jena 161 gemeldete Corona-Fälle, davon drei Todesfälle und 158 genesene Personen.

9.30 Uhr: Zwei Neuerkrankungen im Kreis Hildburghausen

Im Landkreis Hildburghausen ist Gesamtzahl aller bisher positiv auf das Coronavirus getesteten Personen auf insgesamt 74 angestiegen. Am Donnerstag waren laut Landratsamtsamt somit zwei Neuerkrankungen registriert worden.

6.50 Uhr: Land wird von Entschädigungsforderungen förmlich überrollt

In der Corona-Krise wird das Land Thüringen mit Etschädigungsforderungen von Unternehmen förmlich überrollt. Allein im Sozialministerium seien etwa 200 anwaltliche Schreiben eingegangen, wie eine Sprecherin auf Anfrage mitteilte. Auch die Staatskanzlei und das Landesverwaltungsamt in Weimar sähen sich mit „einer Vielzahl“ von Anfragen konfrontiert.

6 Uhr: Thüringer Gastgewerbe leidet unter Dokumentationszwang

Zwischen 15.000 und 60.000 Euro müssen Gastronomen und Hoteliers im Jahr für Bürokratie aufwenden. Für die Industrie- und Handelskammer Ostthüringen (IHK) deutlich zu viel. Auch mit Blick auf die schwierige Situation durch die Corona-Krise fordert die Kammer die Politik auf, Thüringer Unternehmen im Gastgewerbe „von unnötigen und aufwendigen Informations- und Meldepflichten zu befreien“. Allein in Ostthüringen würden davon 2700 Betriebe profitieren.

2. Juli

21.30 Uhr: Corona-Bilanz der Krankenhäuser

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft hat eine erste Bilanz der Corona-Pandemie gezogen. Dabei wird deutlich: Kliniken und Niedergelassene streiten um den Corona-Anteil. Die Krankenhäuser hätten in den vergangenen Monaten den Kern der systemsichernden Infrastruktur für Deutschland gebildet und dabei auch für Niedergelassene einspringen müssen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) widerspricht und nennt die Behauptungen dreist.

20.10 Uhr: Reaktion des Klinikums Greiz auf Artikel in der "Zeit"

Zwischen dem 19. März und dem 18. Mai wurden im Greizer Krankenhaus insgesamt 69 Mitarbeiter positiv auf das neue Coronavirus getestet. Seitdem habe es keine Positiv-Fälle in der Belegschaft mehr. Das geht aus einer Antwort des Krankenhauses auf eine Anfrage hervor. Zuvor hatte die Wochenzeitung "Zeit" von Vorwürfen von Krankenhaus-Mitarbeitern berichtet, dass in der Belegschaft zurückhaltend auf das Corona-Virus getestet worden sei. Zudem sei auf Überlastungsanzeigen nicht oder zu spät reagiert worden. Dem Vorwurf mangelnder Tests widerspricht man deutlich. So reagiert die Klinik.

19 Uhr: Eine Neuinfektion im Landkreis Eichsfeld

Das Gesundheitsamt des Eichsfeldkreises vermeldete am Donnerstagabend eine Corona-Neuinfektion. Damit gilt der Kreis nicht mehr als coronafrei. Insgesamt gab es 160 Infektionen im Kreis.

18.30 Uhr: Schausteller demonstrieren gegen Corona-Einschränkungen

Mit einer Kundgebung und einem Fahrzeugkorso haben Schausteller aus ganz Deutschland in Berlin für die Aufhebung von Corona-Beschränkungen demonstriert. Zur Kundgebung am Brandenburger Tor kamen laut Polizei 1600 Teilnehmer, die auch um die 1000 Fahrzeuge dabei hatten. Zuvor fuhren viele von ihnen in einem Korso durch die Innenstadt. Vor dem Wahrzeichen stellten Demonstranten Autoscooter-Fahrzeuge auf, an einem Kran schwebte die Gondel eines Riesenrades. Auch etwa 250 Schausteller aus ganz Thüringen nahmen in Berlin an der Großdemonstration teil.

17 Uhr: Wartburgregion ist coronafrei

Die Wartburgregion ist Corona-frei. Derzeit gibt es keinen aktiven nachgewiesenen Fall einer Corona-Infektion, weder in der Stadt Eisenach noch im Wartburgkreis. Dies teilt das zuständige Gesundheitsamt des Wartburgkreises mit.

16.20 Uhr: Noch vier Erkrankte im Kreis Gotha

Ein weitere Corona-Patient aus dem Landkreis Gotha wurde aus dem Krankenhaus entlassen. Das teilt das Landratsam mit. Damit sind derzeit noch vier Menschen mit dem Virus infiziert. Seit acht Tagen wurde keine Neuinfektion mit Covid-19 gemeldet.

15.57 Uhr: Illegale Downhill-Strecken in Erfurt entstanden und ausgebaut

Seit Wochenbeginn bauen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Umwelt- und Naturschutzamtes die illegalen Downhillstrecken im Steiger zurück. Viele dieser Strecken seien in der Corona-Zeit entstanden oder wurden dabei erweitert, so die Beobachtungen der Mitarbeiter. Wie das Amt versichert, wolle man die Erholung im Wald keinesfalls einschränken oder die sportliche Betätigung - gerade der jungen Generation - verhindern. Aber jeder Nutzer des Waldes müsse sich auch an die Regeln halten und vor allem auch dem Naturschutz Rechnung tragen.

14.27 Uhr: Mit gemischten Gefühlen im Flieger von Erfurt nach Rhodos

So lautete die Bezeichnung des ersten touristischen Fluges, der am Donnerstag nach dreieinhalbmonatiger Corona-Pause von Thüringen aus wieder in den Himmel abhob. Nachdem die Maschine gegen 9 Uhr leer von Heraklion auf der griechischen Insel Kreta gekommen war, startete sie - zu etwa fünfzig Prozent ausgelastet - am Vormittag vom Flughafen Erfurt-Weimar nach Rhodos.

13.20 Uhr: Kaum noch Corona-Neuinfektionen in Thüringen

Die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen mit dem Coronavirus verharrt in Thüringen auf niedrigem Niveau. Seit Mittwoch wurden lediglich zwei Fälle gemeldet, wie aus Zahlen der Staatskanzlei von Donnerstag hervorgeht. Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie laut Staatskanzlei bislang 3260 Menschen nachweislich infiziert. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen liegt danach in Thüringen derzeit bei 0,8. Schwer verlaufen ist die Infektion den Angaben zufolge bei 102 Erkrankten, die auf Intensivstationen behandelt werden mussten. 181 Menschen mit einer Corona-Infektion starben. Nach Schätzungen sind in Thüringen 3050 Menschen wieder genesen.

9 Uhr: Grünen-Abgeordnete: Prostitution unter Vorgaben wieder erlauben

Die Grünen-Landtagsabgeordnete Laura Wahl fordert, Prostitution unter bestimmten Voraussetzungen trotz der Corona-Pandemie ab Mitte Juli wieder zu erlauben. Man müsse davon ausgehen, dass Prostitution trotz des Verbots illegal stattfinde, sagte Wahl der Deutschen Presse-Agentur. Oft hätten Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter nur wenige finanzielle Rücklagen. Das Verbot in Corona-Zeiten treffe sie daher massiv. Wahl verweist auf Hygienekonzepte, wie es etwa der Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen vorgelegt habe.

6.50 Uhr: Ramelow: Einschränkungen werden verlängert

Die aktuellen Corona-Beschränkungen in Thüringen sollen verlängert werden. Das kündigte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) an. „Wir werden als Landesregierung die geltenden Einschränkungen – mit kleineren Anpassungen – bis zum Ende der Sommerferien am 30. August verlängern“, sagte er dieser Zeitung. Die derzeitige Verordnung gilt bis Mittwoch, 15. Juli. Ramelow stellte Lockerungen für später in Aussicht.

6 Uhr: Thüringen-Kliniken-Chefs über Corona-Pandemie: "Deutschland hat es gut gemacht"

Im März schnellten die Corona-Zahlen nach oben. Krankenhäuser sollten nicht dringende Operationen zurückstellen und Kapazitäten für schwere Covid-19-Fälle freihalten. Die Geschäftsführer der Thüringen-Kliniken, Manuela Faber und Thomas Krönert, ziehen ein versöhnliches Fazit nach vier Monaten Corona-Pandemie, zu deren Beginn sie mit einem Brandbrief Alarm geschlagen hatten.

1. Juli

20.15 Uhr: Schausteller demonstrieren gegen Corona-Einschränkungen

Schausteller aus ganz Deutschland wollen an diesem Donnerstag (13 Uhr) in Berlin für Erleichterungen angesichts der Corona-Einschränkungen demonstrieren. Vor dem Brandenburger Tor werden rund 300 Wagen und 1200 Schausteller aus dem ganzen Bundesgebiet erwartet, wie der Deutsche Schaustellerbund mitteilte. Das Verbot von Großveranstaltungen bis mindestens Ende Oktober komme faktisch einem Berufsausübungsverbot gleich, argumentieren die Schausteller. Wenn etwa Cafés, Biergärten und Restaurants wieder öffnen dürften, sollte auch das Kirmesgeschäft unter freiem Himmel und an frischer Luft wieder erlaubt sein. Ihre letzten Einnahmen hätten sie auf den Herbstkirmessen oder Weihnachtsmärkten im Jahr 2019 erzielt. nun seien mehr als 5000 Familienunternehmen massiv in ihrer Existenz bedroht, erklärte der Verband. Auch viele Schausteller aus Thüringen nehmen an dem Protest teil, wie diese Schaustellerfamilen aus Erfurt.

18 Uhr: Dutzende Klinik-Beschäftigte in Greiz mit Coronavirus infiziert

69 von 575 Beschäftigte des Greizer Kreiskrankenhauses sollen einem Medienbericht zufolge nachweislich mit dem Coronavirus infiziert gewesen sein. Pflegerinnen und Ärzte hegten den Verdacht, dass die tatsächliche Zahl noch höher liege, weil nur zurückhaltend auf eine Infektion getestet worden sei, berichtet die Wochenzeitung „Die Zeit“ in ihrer neuen Ausgabe. Zudem habe es etliche Überlastungsanzeigen und Beschwerden seitens des Pflegepersonals gegeben, auf die aber nicht oder nur spät reagiert worden sei. Die Geschäftsführung wollte sich zu den Vorwürfen auf Anfrage zunächst nicht äußern. Eine Sprecherin kündigte eine Stellungnahme am Donnerstagnachmittag an.

17 Uhr: Weiterer Infizierter im Landkreis Gotha genesen

Eine weitere Person aus dem Landkreis Gotha, die sich mit dem Coronavirus infiziert hatte, ist genesen. Das teilt das Landratsamt Gotha am Mittwoch mit. Die Zahl der Corona-Fälle ist seit sieben Tagen unverändert bei 314. Noch fünf Personen im Landkreis gelten derzeit als an Covid-19 erkrankt.

16.30 Uhr: Strandvergnügen am Thüringer Meer bei Saalburg

Statt Festival an einem Wochenende gibt’s jetzt Strandvergnügen an jedem Tag. Die Organisatoren von „SonneMondSterne“ (SMS) haben sich nach dem coronabedingten Verbot für Großveranstaltungen vom Virus der Begeisterung für Sonne, Strand und Thüringer Meer anstecken lassen. Die veranstaltungsarme Zeit ist genutzt worden, um das geplante Projekt eines lebhaften Strandbetriebes zügig umzusetzen. Jetzt wurden 300 Stellplätze für Wohnmobile geschaffen sowie feste sanitäre Einrichtungen.

16.10 Uhr: Kein aktiver Corona-Fall in Wartburgregion

Die Fallzahlen wurden korrigiert. Aufgrund der Behandlung von zwei Fällen im Eisenacher Klinikum wurden diese versehentlich der Stadt Eisenach zugeordnet. Ein anderer Patient befand sich in einem Klinikum außerhalb des Wartburgkreises und wurde deshalb bisher nicht im Wartburgkreis geführt. Die Wartburgregion hat somit derzeit keinen aktiven Corona-Fall mehr.

15.40 Uhr: Ramelow hofft auf entschärfte Auflagen für Kinos in einigen Wochen

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hofft, dass sich die Anti-Corona-Auflagen für Kinos zum Ende der Sommerferien hin entschärfen lassen. "Von 500 Plätzen hier im Saal dürfen 100 besetzt werden", sagte der Linke-Politiker am Mittwoch in einem Erfurter Kino. Er hoffe, dass in einigen Wochen wieder mehr Besucher kommen könnten. In Thüringen dürfen seit dem 13. Juni Kinos zwar wieder öffnen. Doch Anti-Corona-Auflagen erschweren den Betrieb und machen es gerade für kleine Kinos fast unmöglich, Filme vor Publikum zu zeigen. Viele Kinos mussten zudem zunächst noch ein Hygienekonzept erarbeiten, weshalb einige etwa erst diese Woche öffnen.

14.45 Uhr: Altenburger Brauerei kommt gut durch Corona-Krise

Die Altenburger Brauerei ist bisher gut durch die Corona-Krise gekommen. Brauereichef Bastian Leikeim erläuterte am Mittwoch den beiden Linken-Landtagsabgeordneten Andreas Schubert und Ralf Plötner die Situation. Das Unternehmen habe keine Sofortmaßnahmen und nur wenig Kurzarbeit beantragen müssen. Ebenfalls habe es bei der Zulieferung nur ein kurzes Stocken gegeben.

14.30 Uhr: Urlaub an Nord-und Ostsee: Wann ist ein Strand zu voll?

Am vergangenen Wochenende stießen manche Orte durch einen Touristenansturm an die Kapazitätsgrenze – etwa die beliebten Urlaubsorte Scharbeutz und Haffkrug an der Ostsee. Zufahrtsstraßen zum Strand wurden gesperrt, keine weiteren Tagesgäste mehr zugelassen. Der Strand war voll. Wann aber ist ein Strand so voll, dass er dicht gemacht werden muss? Und wer entscheidet das?

13.10 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfektionen weiterhin auf niedrigem Niveau

Die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen mit dem Coronavirus verharrt in Thüringen auf niedrigem Niveau. Seit Dienstag wurden lediglich fünf Fälle gemeldet, wie aus Zahlen der Staatskanzlei von Mittwoch hervorgeht. Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie bislang 3263 Menschen nachweislich infiziert. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - liegt danach in Thüringen derzeit bei 0,9. Schwer verlaufen ist die Infektion den Angaben zufolge bei 102 Erkrankten, die auf Intensivstationen behandelt werden mussten. 186 Menschen mit einer Corona-Infektion starben. Nach Schätzungen sind in Thüringen 3040 Menschen wieder genesen.

13 Uhr: Eine Neuinfektion im Landkreis Sömmerda

Nach über zwei Monaten ohne Neuinfektion gibt es im Landkreis Sömmerda wieder einen aktiven Covid-19-Fall. Dem Gesundheitsamt Sömmerda wurde am Dienstag eine Corona-Neuinfektion gemeldet. Mit Stand 01.07.2020, 10.00 Uhr gibt es somit im Landkreis Sömmerda seit dem Ausbruch der Pandemie insgesamt 39 Personen, bei denen das Sars-CoV-2-Virus durch ein positives Abstrich-Ergebnis nachgewiesen worden ist. 37 Covid-19-Patienten sind genesen. Eine Person ist verstorben.

12 Uhr: Rettungsschirm für Mühlhäuser Vereine vorgeschlagen

Einen Rettungsschirm mit knapp 103.000 Euro für die Vereine möchte der Mühlhäuser Stadtrat auf seiner nächsten Sitzung am 9. Juli beschließen. Die Idee dazu trug Thomas Ahke von der Fraktion CDU/Freie Wähler in die Fraktionen. Vorgesehen sind bis zu 750 Euro je Sportverein und 400 Euro für anderweitige Vereine in der Kernstadt. Für die Ortsteile soll das Budget um 75 Prozent steigen.

10.30 Uhr: Thüringens Arbeitsmarkt stabilisiert sich im Juni

Nach dem dramatischen Einbruch durch die Corona-Krise stabilisiert sich Thüringens Arbeitsmarkt wieder. Im Juni stieg die Zahl der Arbeitslosen nur noch um etwa 100, wie die Landesarbeitsagentur am Mittwoch mitteilte. Damit sind derzeit 70.600 Frauen und Männer ohne feste Anstellung - immerhin 13.800 mehr als im Juni 2019. Die Arbeitslosenquote in Thüringen blieb stabil.

8 Uhr: Thüringer Kinos öffnen wieder - mit "mehr Platz denn je"

Nach und nach öffnen die Kinos in Thüringen wieder: Ab dem heutigen Mittwoch empfängt nun auch das größte Lichtspielhaus im Freistaat wieder Gäste: das Cinestar in Erfurt. Ebenso wollen die Cineplex-Standorte in Rudolstadt und Saalfeld sowie die Arthouse-Kinos Metropol Gera und Schillerhof Jena ab dieser Woche Filme zeigen. Allerdings ist in vielen Kinos nur eingeschränkter Betrieb möglich.

7 Uhr: Handelsverband warnt wegen Mehrwertsteuersenkung vor erhöhtem Aufwand für Betriebe

Wenn die Mehrwertsteuer wegen der Corona-Krise zeitweilig gesenkt wird, bedeutet das vor allem auch Mehrarbeit für den Einzelhandel. Der Handel hat bereits vor Tagen begonnen, die Preise zu senken. Erst als Rabattaktion, jetzt im Sinne der Steuersenkung - und rechnet mit zusätzlicher Arbeit und einigen Sonderausgaben.

6 Uhr: Neuregelung bei Ausgleichszahlungen für Klinikbetten

Bei den Ausgleichszahlungen des Bundes für wegen Corona stillgelegte Klinikbetten (bisher 560 Euro pro Bett) soll es ab Juli eine Staffelung geben. Kommunale und kleinere Krankenhäuser sehen sich dadurch benachteiligt. Kliniken, die Patienten nicht unter ökonomischen Gesichtspunkten möglichst schnell entlassen, fielen durch die längere Verweildauer in eine niedrigere Eingruppierung.

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