Bleibt Science City Jena doch erstklassig? Klassenerhalt durch die Hintertür möglich

Jena  Die Jenaer Basketballer, die sportlich schon abgestiegen sind, prüfen den Erwerb einer Wildcard für die Bundesliga. 700.000 Euro müssten sie dafür zahlen.

Lars Eberlein, Geschäftsführer von Science City Jena

Foto: Holger Zaumsegel

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Die Fans der Basketballer von Science City Jena dürfen weiter von der Bundesliga träumen. Sportlich ist der Verein aus Thüringen zwar schon abgestiegen, doch die finanzielle Schwäche der Konkurrenz könnte jetzt zum Vorteil für die Saalestädter werden.

Gleich zwei Vereine der Basketball-Bundesliga haben bisher keine Lizenz

Am Donnerstag verweigerte die BBL gleich zwei von den derzeit 18 sportlich qualifizierten Vereinen die Lizenz. Sowohl die Eisbären Bremerhaven (zu wenig Eigenkapital), die auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stehen, als auch Aufsteiger Nürnberg Falcons (keine passende Halle) gingen bei der Vergabe leer aus. Beide haben nun die Möglichkeit, Einspruch einzulegen und nachzubessern.

Wildcard-Verfahren kostet 700.000 Euro

Sollte einer der genannten Vereine aber auch dann nicht die seit kommender Saison verschärften Zulassungskriterien fürs Oberhaus erfüllen, würde ein Platz frei werden. Anders als im Fußball gibt es in solch einem Fall aber keine sportlichen Nachrücker, sondern die Liga würde den Platz in einem Wildcard-Verfahren vergeben.

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Die kostet 700.000 Euro und war den Verantwortlichen von Science City eigentlich stets zu teuer. Doch offenbar hat nun ein Umdenken stattgefunden, wie Geschäftsführer Lars Eberlein unserer Zeitung verriet. Die Gesellschafter der Jenaer Baskets GmbH würden die Möglichkeit nun doch in Betracht ziehen, weil man die 700.000 Euro über mehrere Jahre zahlen könne. „Außerdem haben wir Sponsoren an der Hand, die nur einsteigen, wenn wir weiter erste Bundesliga spielen“, so Eberlein. Zudem würde Science City im Falle des Klassenerhalts durch die Hintertür weiter von den finanziellen Auszahlungen auch aus dem Fernsehtopf an Vereine im Oberhaus profitieren. Das sind in etwa 350.000 Euro, also schon die halbe Lizenz.

„Sollte es zu einem Wildcard-Verfahren kommen, hätten wir jedenfalls gute Chancen“, glaubt Eberlein.

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