Thuringia Bulls ziehen ins Finale um Deutsche Meisterschaft ein

Elxleben  Die Rollstuhl-Basketballer der Thuringia Bulls spielen nach dem Sieg gegen Trier in der Riethhalle gegen Lahn-Dill um die deutsche Meisterschaft.

Jens Albrecht (rechts) im Zweikampf mit dem Trierer Diana Dadzite.

Foto: Sascha Fromm

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

„Finale, oho“ dröhnte es ausden Lautsprechern – und die Spieler holten sich auf der Ehrenrunde die Glückwünsche ihrer Fans ab. Durch einen klaren 90:55-Sieg über die Trierer Dolphins im Halbfinal-Rückspiel zogen die Thuringia Bulls erneut in die Endspiele um die deutsche Meisterschaft ein. Seit 2015 sind sie dort Stammgast.

Die Titelverteidigung ist das erklärte Ziel – und das vor möglichst großer Kulisse. Denn das zweite und eventuell auch dritte Finalduell steigt am 18./19. Mai in der Erfurter Riethhalle. Gegner ist der RSV Lahn-Dill, der ge­gen Hamburg unerwartet Mühe hatte. Nach der 59:62-Niederlage am Samstag musste gestern ein drittes Spiel her (74:55). „Wir wollen einem breiten Publikum spektakulären Sport der beiden besten deutschen Mannschaften bieten“, sagt Manager Lutz Leßmann und hofft auf eine ausverkaufte Riethhalle beim Finale.

Die Bullen-Fans konnten sichgegen Trier schon einmal einstimmen auf packende Spiele mit viel Tempo und noch mehr Gefühl. Wie der Meister nach Ballgewinnen zum Konter ansetze; in der Offensive den Ball kreisen ließ und ihn dann seelenruhig im Korb versenkte, war beeindruckend und führte unweigerlich zum 28. Sieg im 28. Saisonspiel.

Ein Sparringspartner waren die Delfine allerdings nicht. Sie gestalteten die Partie in der ersten Spielhälfte ausgeglichen (39:33). „Wir hatten unsere beiden Großen nicht so gut im Spiel“, sagte Trainer Michael Engel in Richtung von Alex Halouski und Vahid Azad. Das wurde im weiteren Verlauf deutlich besser.

Trier ging zunehmend die Puste aus, während die Gastgeber nun zu leichten Punkten kamen. Eine Augenweide: Top-Scorer Jake Williams versenkte den Ball gefühlt von der Mittellinie ohne Ringberührung. Das Raunen im Publikum war die höchste Form der Anerkennung: „Wow!“

Williams 22, Azad 8, Visser 2, Bienek 15, Podnieks 2, Albrecht 6, Partanen 13, Halouski 22

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren
Kommentare sind für diesen Artikel deaktiviert.