Überraschung an der Spitze des Deutschen Ski-Verbandes: Biathlon-Chef räumt seinen Stuhl

Planegg  Eine Oberhofer Weisheit verlässt den Deutschen Skiverband. Eisenbichler wird neuer Sportlicher Leiter bei den Skijägern.

Ex-Skilangläufer Björn Weisheit aus Oberhof war seit 2010 Sportlicher Leiter.

Ex-Skilangläufer Björn Weisheit aus Oberhof war seit 2010 Sportlicher Leiter.

Foto: Sascha Fromm

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Der langjährige Sportliche Leiter der Biathleten, Björn Weisheit, hat seinen Stuhl zum 1. April geräumt. Der Oberhofer wird durch den bislang für den US-Verband als Sportdirektor tätigen Bernd Eisenbichler ersetzt. Wie der DSV in einer Mitteilung bekannt gab, will Weisheit eine neue berufliche Herausforderung annehmen. Selbst war der 45-Jährige, der die Weltmeisterschaft 2023 in Oberhof noch zum persönlichen Ziel erklärt hatte, für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

DSV-Sportdirektorin Karin Orgeldinger lobte Weisheit, der insgesamt 16 Jahre für den Verband in verschiedenen Funktionen gearbeitet hatte – zunächst als Skitechniker, seit 2010 als Sportlicher Leiter für Langlauf und Biathlon; ab 2014 nur noch für die Skijäger: „Die sportliche Bilanz von Björn Weisheit ist überaus erfolgreich. In seine Verantwortung fielen 101 Medaillen bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften“, heißt es in der Erklärung. „Der DSV bedankt sich für die erfolgreiche Zusammenarbeit, bedauert seinen Weggang sehr und wünscht ihm Glück und Erfolg für seine persönliche und berufliche Zukunft.“

20 Jahre Aufbauarbeit in den USA geleistet

Der Chiemgauer Eisenbichler ist in der Biathlon-Szene kein Seit 1999 leistete er für die US-Skijäger Aufbauarbeit; als Trainer und Leistungssportdirektor. Im vergangenen Jahr sorgte er mit der Verpflichtung von Olympiasieger Michael Greis für Aufsehen. „Wir sind uns sicher, dass Bernd Eisenbichler mit seiner Erfahrung und Fachkenntnis kurz-, mittel und langfristig die notwendigen Impulse setzen kann, und zwar nicht nur disziplinspezifisch, sondern bis in die Landesskiverbände und Vereine hinein“, wird Orgeldinger zitiert.

Eisenbichler sagte: „Die Erfolge, die zuletzt im Spitzenbereich erzielt wurden, sind absolut beeindruckend. Unser Ziel muss es sein, dieses Niveau zu halten.“ Gleichzeitig wolle er aber auch das Biathlon „im engen Schulterschluss mit den anderen Disziplinen“ weiterentwickeln.

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