Deutsche Fußball-Ultras planen Treffen in Erfurt

Erfurt  Laut Medienberichten wollen Fußball-Ultras aus ganz Deutschland die Geschäftsführer und Sportdirektoren der 1. und 2. Bundesliga für den 3. September nach Erfurt einladen.

Keine Beschwerden gibt es von seiten der Arena GmbH über das Verhalten der RWE-Ultras im heimischen Steigerwaldstadion.

Keine Beschwerden gibt es von seiten der Arena GmbH über das Verhalten der RWE-Ultras im heimischen Steigerwaldstadion.

Foto: Frank Steinhorst

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Die Stadtverwaltung in Erfurt sieht keinen großen Handlungsbedarf für ein mögliches Treffen zwischen Fußball-Ultras aus ganz Deutschland und Vertretern von Bundesliga-Vereinen. „Uns ist von diesem Treffen bisher nichts bekannt“, sagte am Freitag Rathaus-Sprecher Henry Köhlert. „Wir werden die Situation beobachten, sehen das aber entspannt.“

Die „Bild“-Zeitung hatte am Freitag berichtet, dass die Ultras die Geschäftsführer und Sportdirektoren der 1. und 2. Bundesliga für den 3. September nach Erfurt eingeladen hätten. Die zum Teil gewaltbereiten Ultras lehnen die Kommerzialisierung des Fußballs ab, wollen Fußballspiele mit Pyrotechnik begleiten und fühlen sich immer stärker an den Rand gedrängt. In einigen Vereinen besitzen sie aber großen Einfluss.

„Derzeit rumort es in der Ultra-Szene“, weiß Christian Fothe, Prokurist der Arena GmbH. Mit den Erfurter Ultra-Fans habe die Arena aber keine Probleme. Seit November sei im Stadion nicht mehr „gezündelt“ worden. Die Ultras würden das Stadion als ihr Wohnzimmer betrachten und entsprechend behandeln. Derzeit beteiligten sie sich an einer abgestimmten Graffiti-Aktion an der Südtribüne.

Ob die Bundesliga-Vereine die Einladung annehmen, steht noch nicht fest. Dass die Ultras Erfurt als Verhandlungsort vorschlugen, liegt laut Rathaus-Sprecher Köhlert vermutlich an der zentralen Lage der Stadt.

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