Ex-Erfurter Möhwald mit Nürnberg auf Bundesliga-Kurs

Erfurt  Nach dem 3:1-Sieg der Franken über RB Leipzig und dem Erfolg vom SC Freiburg ist die 2. Bundesliga spannend wie nie. Der frühere Rot-Weiß-Spieler Kevin Möhwald ist mittendrin.

Nicht nur beim Kopfball obenauf: Kevin Möhwald spielt mit dem 1. FC Nürnberg eine starke Saison und besitzt alle Chancen zum Bundesligaaufstieg. Foto: Daniel Karmann

Nicht nur beim Kopfball obenauf: Kevin Möhwald spielt mit dem 1. FC Nürnberg eine starke Saison und besitzt alle Chancen zum Bundesligaaufstieg. Foto: Daniel Karmann

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Spannung pur in der 2. Bundesliga! Der Kampf um den direkten Aufstieg in die Bundesliga geht erst jetzt in die heiße Phase. Vor allem, weil der 1. FC Nürnberg mit dem früheren Erfurter Kevin Möhwald nach dem 3:1 über den bisherigen Spitzenreiter RB Leipzig seit 17 Spielen ungeschlagen ist und sich als Tabellendritter nicht abschütteln lässt. Am Montagabend legte der SC Freiburg nach. Durch das 1:0 im badischen Derby gegen den Karlsruher SC gehen die Breisgauer als Tabellenführer der 2. Fußball-Bundesliga in die abschließenden sieben Spiele. Auf den FC St. Pauli als Vierten hat die Mannschaft von Trainer Christian Streich bereits elf Punkte Vorsprung.

Freiburgs Toptorjäger Nils Petersen – der beim FC Carl Zeiss Jena die entscheidenden Schritte in den Profibereich machte – findet „diesen Dreikampf spannend“ und glaubt, „dass man in diesem Jahr so viele Punkte brauchen wird wie schon lange nicht mehr“. Nicht nur für den 27-Jährigen ist es natürlich das große Ziel, mit Freiburg einen der ersten beiden Plätze zu belegen und eine mögliche Relegationsteilnahme zu umgehen. Dass die Nürnberger in den vergangenen Wochen jeweils vorgelegt haben, empfand Petersen nach eigener Aussage als positiven Druck. Auch nach der Länderspielpause sind die Konkurrenten wieder vor dem Sport-Club im Einsatz, Freiburg muss bei Greuther Fürth erst am Montagabend ran.

Für Streich ist der erste Platz nur zweitrangig. „Es geht nicht um die Tabellenführung. Es geht darum, dass wir Spiele gewinnen“, kommentierte Streich gewohnt trocken. „Karlsruhe war bärenstark und für uns war es ein glücklicher Sieg, für den wir uns aber nicht zu schämen brauchen“, sagte er. Ein Kopfballtor von Mike Frantz (58. Minute) nach einer Ecke brachte am Montag die Entscheidung in der umkämpften Partie. Der Sieg im Baden-Derby war für die Freiburger bereits der sechste Erfolg in der 2. Liga in Serie – sie stellten damit einen vereinsinternen Rekord ein. Sechs Siege am Stück waren ihnen zuletzt in der Saison 2008/09 gelungen.

Weniger formidabel präsentierte sich Angreifer Petersen, der erstmals nach der Winterpause in der Startelf stand. Ob er gegen Fürth wieder beginnen darf? Dann steht den Freiburgern in Florian Niederlechner eine weitere Alternative bereit, der 25-Jährige hat seine Gelb-Sperre abgesessen. Streich hat im Angriff derzeit ein Luxusproblem. Eines, das im Dreikampf um den Bundesliga-Aufstieg vielleicht der Schlüssel zum Erfolg werden könnte.

Grippewelle legt RB Leipzig flach

Bei RB Leipzig hatten die Verantwortlichen auch abseits der Niederlage in Nürnberg wenig Grund zum Lachen. Die Grippewelle hat weitere Spieler und Offizielle erfasst. Nach Clubangaben vom Dienstag wurde deshalb in Absprache mit dem Ärzteteam entschieden, alle weiteren Trainingseinheiten in dieser Woche sowie das für Donnerstag geplante Testspiel gegen Bohemians Prag abzusagen.

Auch Trainer Ralf Rangnick konnte in der vergangenen Woche nicht wie geplant seiner Arbeit nachgehen. Nach der 1:3-Niederlage am vergangenen Sonntag hatte er schon davon gesprochen, dass man wegen der vielen Erkrankten die Partie in Franken hätte absagen müssen.

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