FF USV Jena: Mit einem Bein in Liga eins

Jena  Der FF USV Jena bezwingt Hessen Wetzlar mit 1:0 und braucht kommende Woche in Saarbrücken noch einen Sieg.

Die Jenaerin Tina Kremlitschka (rechts) erzielte das entscheidende Tor im Spiel des FF USV Jena gegen Hessen Wetzlar.

Die Jenaerin Tina Kremlitschka (rechts) erzielte das entscheidende Tor im Spiel des FF USV Jena gegen Hessen Wetzlar.

Foto: Jürgen Scheere

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Am Ende mussten sie die Kartons mit dem Sekt wieder in den Kofferraum laden. Nein, noch ist die Zeit für die klebrige Aufstiegsdusche bei den Fußballerinnen des FF USV Jena nicht gekommen. Zwar gewannen sie gegen den abstiegsbedrohten FSV Hessen Wetzlar mit 1:0; weil aber der direkte Konkurrent SV Meppen seinerseits mit 3:1 beim VfL Wolfsburg II gewann, ist die Entscheidung, wer fürderhin im Oberhaus mitspielen darf, vertagt.

Es war der Tag der Abschiede beim FF USV Jena. Für Steffen Beck, den Trainer, war es das letzte Heimspiel nach vielen Jahren in Jena. Der Berliner wirkte fast etwas wehmütig, als er einen großen Bilderrahmen mit allerhand Schnappschüssen aus seiner Arbeitszeit in Jena überreicht bekam. Das finale Foto aber, das nämlich als Aufstiegstrainer, darauf muss er noch warten.

Kremlitschka erlöste Fans und Verantwortliche

Dabei waren seine FF-USV-Damen gegen die Hessinnen von Beginn an das bessere Team, wenngleich der Ball einfach nicht den Weg ins Tor finden wollte. Da war beispielsweise Lisa Seilers Pfostenschuss (10.), oder aber die Einschusschancen von Susann Utes und Anna Weiß kurz vor der Pause. Noch aber war dies nur brotlose Kunst. Auch nach der Pause bot sich den offiziell 370 Zuschauern das gleiche Bild. Jena optisch überlegen, kontrollierte das Geschehen – ließ nur wenige Gästegelegenheiten zu; und vorn erzitterte wieder nur das Gestänge, diesmal traf Annika Graser aus 22 Metern die Latte (60.). Das Problem: Dieses eine Pünktchen würde nicht reichen, da sich längst bis Jena herumgesprochen hatte, dass der SV Meppen in Wolfsburg klar führte. Und so rannten die Jenaerinnen an; und belohnten sich 20 Minuten vor dem Ende. Nach einer Julia-Arnold-Ecke herrschte kurzzeitig Tohuwabohu im Wetzlarer Strafraum, ehe Tina Kremlitschka den Kopf hinhielt und die Pille in die Maschen drücke, 1:0 (70.). Es folgten weitere spannenden 20 Minuten, in denen Leonie Kreil das 2:0 in aussichtsreicher Position vergab, Wetzlars Schlussoffensive aber in einer gut organisierten Jenaer Abwehr verpuffte.

Nun also gilt es in Saarbrücken. Dort muss gewonnen werden, will man direkt wieder in die erste Liga zurückkehren. Davon abhängig ist auch der Ausgang der Trainersuche. Drei Kandidaten, allesamt von außerhalb, seien im Lostopf, wie Präsident Torsten Rödiger erklärte.

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