Einstiger Wacker-Feuerwehrmann soll Thüringenligist SV 09 Arnstadt voran bringen

Arnstadt.  Martin Hauswald wird neuer Trainer beim Fußball-Thüringenligisten SV 09 Arnstadt

Erster Eindruck: Martin Hauswald (rechts) mit SV-09-Präsident Lars Fabig auf der Tribüne beim Arnstrom-Cup.

Erster Eindruck: Martin Hauswald (rechts) mit SV-09-Präsident Lars Fabig auf der Tribüne beim Arnstrom-Cup.

Foto: René Röder

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Ist er es? Oder doch nicht? Seit Wochen, eigentlich, schon unmittelbar nach der überraschenden Trennung von Trainer Thomas Giehl und seinem Assistenten Heiko Weinrich, wird er als Nachfolger gehandelt. In sozialen Netzwerken, Insiderkreisen ohnehin. Nun saß er auf der Tribüne beim traditionellen Arnstrom-Cup. Martin Hauswald soll der neue Trainer des Fußball-Thüringenligisten SV 09 Arnstadt werden.

Warum die offizielle Verkündung sich so lange hinzieht, hängt besonders davon ab, dass alles stimmen soll. In einem Nebenraum der Halle wurde lange beraten, Besonderheiten abgestimmt. Die geplante Präsentation zwischen einem der Spiele wurde erst einmal verworfen. Die Mimik der SV-09-Verantwortlichen, die zwischendurch immer wieder kurz auftauchten, verriet die Anspannung, bis sich dann gegen 21 Uhr auch sichtbar Erleichterung breit machte. Heute soll der neue Trainer nun offiziell gebunden sein, sich auch zu seinen Plänen und Zielen in der Folge selbst äußern. Offizielle Aussagen waren am Freitag nicht zu bekommen. Nur unter vorgehaltener Hand, erfuhr man, er kommt!

Ein gutes Omen: Hauswald stellte sich mit Vereinspräsident Fabig 20.30 Uhr in der Arnstädter Spielerkabine vor. Mit positiven Eindruck bei den Spielern. Und auch an der von seinem Vorgänger geplanten Rückrundenvorbereitung mit dem Trainingslager in Bad Blankenburg werde nicht gerüttelt.

Martin Hauswald soll das Thüringenliga-Team voran bringen und Arnstädter Ansprüche eines mittelfristigen Oberliga-Aufstiegs erfüllen helfen. Diesen „Aufbauplan“, sah der SV-09-Vorstand zuletzt in Gefahr. „Die Außendarstellung der Thüringenliga-Fußballer war nicht mehr die, die wir uns erhofften. Deshalb auch die Trennung von den Trainern, die wir allerdings so nicht geplant hatten.“

Hauswald kommt mit der Referenz eines Zweit- und Drittliga-Fußballers und als Regionalliga-Coach und jahrelangem Co-Trainer bei Regionalligist Wacker Nordhausen unter solch prominenten Trainern wie: Volkan Uluc (60 Spiele), Tomislav Piplica (13 Spiele), René van Eck (12 Spiele), Josef Albersinger (9 Spiele) und Tino Berbig (7 Spiele). Vor genau einem Jahr übernahm er, nachdem Heiko Scholz einen eigenen Co-Trainer mitbrachte, dann eher unfreiwillig die U19 Wacker Nordhausens in der Verbandsliga, die unter ihm alle 20 Punktspiele gewann. Der Plan Regionalliga-Aufstieg wurde durch die Insolvenz Wackers aber nun hinfällig.

Zweimal war Hauswald in Nordhausen Cheftrainer. August 2015 wurde er nach der Goslar-Entlassung für 28 Spiele Trainer Wackers, wurde mit 14 Siegen sensationell Regionalliga-Dritter – acht Punkte vor dem FC Carl Zeiss Jena! Dann wurde Hauswald noch einmal April 2017 für zwei Spiele gegen Neustrelitz (2:1) und Lok Leipzig (2:0) Wackers Interims-Coach, löste van Eck ab, bis Uluc übernahm.

Martin Hauswald stammt aus Sebnitz in der ostsächsischen Oberlausitz. Bekannt wurde der 37-Jährige als Zweitliga-Profi bei Eintracht Braunschweig von 2005 bis 2007. Über Kiel landete der nur 1,68 große Mittelfeldspieler dann für fünf Jahre beim FC Rot-Weiß Erfurt, spielte in der 3. Liga und kam nach einem Jahr in Trier über Meuselwitz nach Nordhausen. Hauswald wohnt in Erfurt.

Am 21. Januar startet der SV 09 Arnstadt seine Vorbereitung unter dem neuen Coach.

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