Halbzeit in der Kreisliga: SV Moßbach II

Moßbach.  In der Vorsaison zählte der Angriff der SVM-Zweiten noch zu den besten der Liga. Jetzt ist das Gegenteil der Fall – trotz eines Toptorjägers.

Raffael Beilschmidt (grün) stand seinem Team erst zum Ende der Hinrunde wieder zur Verfügung. Ein war einer von mehreren Langzeitausfällen, die dem SV Moßbach II Probleme bereiteten.

Raffael Beilschmidt (grün) stand seinem Team erst zum Ende der Hinrunde wieder zur Verfügung. Ein war einer von mehreren Langzeitausfällen, die dem SV Moßbach II Probleme bereiteten.

Foto: Uwe Friedel

Es ist gar nicht lange her, da lehrte die Offensivreihe des SV Moßbach II so manchem Gegner in der Fußball-Kreisliga das Fürchten. Je vier Tore gegen die Lokalrivalen aus Neustadt, Schleiz und Oettersdorf, gar sieben gegen Remptendorf waren etwa die eindrucksvolle Ausbeute vierer magischer Wochen im Frühsommer. Inzwischen aber, ist der Sturm eher einem lauen Lüftchen gewichen.

Nur 15 Treffer in zwölf Spielen – und damit die wenigsten der gesamten Liga – vollbrachte die Reserve des SVM in der Hinrunde und das obwohl sie mit Julian Biedermann einen echten Knipser in ihren Reihen hat. Doch die Last des Toreschießens ruht eben fast ausschließlich auf den Schultern des 20-Jährigen, der bereits elfmal traf und damit allein Dreiviertel der Moßbacher Tore erzielte.

Defensivausfälle rauben Moßbachs Torgefahr

Das Grundproblem ist aber nicht, dass der Elf von Michael Wilfert die Angreifer ausgegangen sind, vielmehr klemmte es über weite Teile der Hinrunde in der Abwehr. „Wir hatten in der Frühphase der Saison vier Langzeitverletzte zu beklagen, davon sind drei Abwehrspieler“, erklärt Moßbachs Trainer. So war er gezwungen etatmäßige Offensivkräfte wie Robby Wieduwilt oder Tobias Krüger immer wieder in der Defensive einzusetzen. „Und dadurch hatten wir weniger Zugriff im Angriff.“

Doch auch unter diesen Vorzeichen hätte für den Vorjahresfünften mehr herausspringen sollen. „Ein, zwei Plätze weiter oben wäre auch okay gewesen, aber es geht eng zu, die Abstände sind gering. Zufrieden können wir mit der Hinrunde jedenfalls nicht sein“, so Wilfert.

Mehr Breite bis zum Rückrundenauftakt

Bis zum Rückrundenauftakt dürften aus dem Lazarett Kenny Böswetter und Jörg Wutzler zurückkehren. „Damit sind wir wieder etwas breiter aufgestellt und dann sollte hoffentlich mehr funktionieren“, meint der Coach der SVM-Reserve, der sich nach der verkorksten Hinrunde noch über Rang acht in der Abschlusstabelle freuen würde. „Aber das vordergründige Ziel ist es, uns von den Abstiegsplätzen fern zu halten und in der Liga zu bleiben.“

Mit dabei helfen soll auch ein neuer Torhüter. Da sich Stammkeeper Andre Wolfram in der Winterpause der BSG Chemie Kahla anschloss, wurde man an der Autobahnhöhe tätig und verpflichtete Martin Henniger vom SV Weira. Gemeinsam mit Kevin Schössow, der in der Hinrunde seine ersten Einsätze nach langer Verletzungspause bestritt und unmittelbar vor seinem 100. Spiel steht, wird er um den Platz zwischen den Pfosten buhlen.

Ranis-Sieg soll keine Ausnahme bleiben

Doch die größte Baustelle der Moßbacher liegt bekanntlich nicht vor dem eigenen, sondern vor dem gegnerischen Tor. Klappt es wieder im Abschluss, müssen auch Ergebnisse wie der Sieg in Ranis, keine Ausnahme bleiben.

Am Montag geht es weiter mit dem SV 1990 Ebersdorf

Weitere Teile der Serie:

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FSV 1999 Remptendorf: Abstiegskampf trotz bester Hinrunde der Vereinsgeschichte

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