Fußball: FSV Wacker Nordhausen II gewinnt 3:0 gegen VfB Krieschow

Nordhausen  NOFV-Oberliga: Ex-Bundesliga-Spieler trifft doppelt für Wacker II beim souveränen 3:0 gegen Krieschow. Starker Auftritt der U23 mit Chancen in Hülle und Fülle.

Wackers Stürmer Marco „Toni“ Sailer (32) war zweimal erfolgreich.

Wackers Stürmer Marco „Toni“ Sailer (32) war zweimal erfolgreich.

Foto: Christoph Keil

„Toni“ Sailer strahlte. Zwei Tore hatte der ehemalige Darmstädter Bundesliga-Profi beim 3:0 (2:0) von Wacker Nordhausens Reserve im Oberliga-Spiel gegen den Tabellenvierten VfB Krieschow aus der Niederlausitz gemacht.

Von den 110 Fans gab es am Ende viel Beifall für eine runde Leistung und den zweiten Saisonsieg der Truppe von Trainer Phlipp Seeland, der noch viel höher hätte ausfallen können. Für die Entscheidung hatte Leon Gümpel mit einem tollen direkt verwandelten Eckball gesorgt. Da der überforderte Gäste-Keeper Pflug noch am Ball war, wurde der Treffer leider als Eigentor gewertet.

Die Partie war im AKS auf Kunstrasen ausgetragen worden, um den Hauptplatz im Stadion für das anstehende Thüringen-Derby der Ersten gegen Rot-Weiß Erfurt am kommenden Sonntag etwas zu schonen, erklärte Seeland. Zuvor geht es jedoch am Mittwoch (18.30 Uhr) gegen den Top-Ligafavoriten BSG Chemie Leipzig auf dem „Heiligen AKS-Rasen“ um eine Überraschung.

Sailer, dessen gut dotierter Vertrag bei Wacker am Saisonende ausläuft, hängt sich auch in der fünften Liga voll rein. „Mit den Jungs hier macht die Oberliga Spaß“, sagte der 32-Jährige Stürmer. „Das war heute zunächst ein ekliges Spiel. Wir haben eine gute Mischung mit Erfahrenen und jungen Spielern von denen es auch noch ein paar mehr sein könnten“, sagte der Oldie, der den Spaß am Fußball noch nicht verloren hat. „Es lief hier in Nordhausen seit ich da bin natürlich nicht optimal. Doch ich mache aus der Situation das Beste“, so der gebürtige Profi aus Schwäbisch Hall, der einst mit seinem Fußball und dem langen Bart Kultstatus errungen hatte. Sailer will auch künftig noch weiter Fußball spielen. „Für die 3. Liga wird es nicht mehr reichen. Da muss ich ehrlich zu mir selbst sein. Ich habe viel erlebt. Doch die große Zeit ist vorbei Aber in der Regional- oder Oberliga will ich weiter kicken“, sagte Sailer, der sich als „arbeitender Fußballer“ sieht.

Kunstschuss: Gümpel verwandelt Ecke direkt

Mit seinen Kollegen, Ucar war aus dem Profikader ins Team gerückt, demontierte Sailer den anfangs sehr kompakten Gegner aus dem sorbischen Dorf. Bei der Führung (20.) hätte Sturmkollege Kirchner fast noch Sailers Schuss aufgehalten. Das 2:0 bereitete Schneider überragend vor (42.). Krieschow besaß in der gesamten Partie nur zwei gute Gelegenheiten.

In der zweiten Hälfte flog dann trotzdem auch mal die Wasserflasche des Trainers. Seine stark angreifenden Jungs vergaben nämlich ein halbes dutzend bester Chancen, ehe Gümpels Ecke einschlug (74.).

Coach Seeland wechselte am Ende übrigens seine drei stärksten Spieler mit Sailer, Schneider, Kirchner aus, damit sie sich den lautstarken Beifall der Fans als Lohn abholen konnten.

Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.