Rot-Weiß Erfurt feiert ersten Saisonsieg

Erfurt.  Im vierten Saisonspiel gelingt dem FC Rot-Weiß Erfurt der erste Saisonsieg in der Oberliga gegen Inter Leipzig.

Abou Ballo jubelt nach dem 1:0-Treffer mit Mergel

Abou Ballo jubelt nach dem 1:0-Treffer mit Mergel

Foto: Sascha Fromm

Perfektes Debüt für Interimstrainer Manuel Rost: Im vierten Saisonspiel gelang Fußball-Oberligist Rot-Weiß Erfurt der erste Sieg. Gegen Inter Leipzig gewannen die jungen Thüringer hochverdient mit 1:0 (0:0). Lange sah es so aus, als würde sich die Mannschaft für ihre engagierte Leistung nicht belohnen. Doch dann erzielte Abou Ballo acht Minuten vor dem Schlusspfiff das Goldene Tor und ließ 2260 Zuschauer im Steigerwaldstadion jubeln.

Wenige Stunden vor dem Spiel hatten die Erfurter eine weitere Verpflichtung bekanntgegeben. Hedy Chaabi kam von Royal Francs Borains aus der dritten belgischen Liga. Der 24-Jährige hatte die Verantwortlichen im zweiwöchigen Probetraining von seinen Qualitäten überzeugen können.

Während er am Samstagnachmittag zunächst auf der Ersatzbank Platz nahm, änderte Interimstrainer Rost die Startelf gegenüber der 1:2-Niederlage in Zorbau auf vier Positionen. Amados, Ndiaye, Ballo und Sivaci rotierten ins Team. Aguilar, Gildenberg, Bärwolf und Oeftger mussten draußen bleiben.

Angeführt von Neu-Kapitän Startsev gaben die Erfurter in der ersten Halbzeit den Ton an. Sie kombinierten gefällig; nicht immer mit hohem Tempo und zwingend in die Spitze; aber klar spielbestimmend. Mergel (2.) und Startsev (37.) besaßen die größten Chancen zur Führung. Leipzig versuchte es mit Kontern aus einer kompakten Defensive, blieb jedoch meist ungefährlich.

Nach dem Wechsel nahm die rot-weiße Überlegenheit weiter zu. Binnen zehn Minuten wurden etliche gute Möglichkeiten vergeben (Ballo, Bogicevic, Mergel). Mal waren die Talente zu verspielt, dann wieder überhastet im Abschluss. Fast hätte Neuzugang Chaabi dann einen Einstand nach Maß gefeiert. Wenige Sekunden nach seiner Einwechslung schlenzte er knapp daneben (74.). Nur eine Minute später sorgte Mergel für allgemeines Entsetzen: Nach einem Gegenzug brachte er das Kunststück fertig, den Ball aus zwölf Metern über das leere (!) Tor zu schießen.

Als die Verzweiflung schon um sich griff, sorgte Ballo schließlich für die Erlösung. Im Strafraum-Getümmel brachte der auffällige Ndiaye die Kugel ins Zentrum, wo Ballo reaktionsschnell einköpfte. Es folgte eine ausgelassene „Party“ an der Eckfahne und auf den Rängen. Bis richtig gefeiert werden konnte, galt es jedoch noch eine Schrecksekunde zu überstehen: Sindik prüfte mit 17-m-Freistoß den Querbalken (87.).

Aufstellung: Petzold – Bär, Amados, Stelzer, Startsev – Ndiaye, Schwarz (74. Schneider) – Mergel (90. Oeftger), Bogicevic (88. Bärwolf), Ballo – Sivaci (74. Chaabi).

Sch.: Stein (Blankenfelde-Mahlow)

Zuschauer: 2260

Tore: 1:0 Ballo (82.).