Rot-Weiß II muss sich gegen Piesteritz steigern

Erfurt  Fußball-Oberligist Rot-Weiß Erfurt II muss in die Oberliga-Spur zurück finden. Nach drei Niederlagen treten die Erfurter nun in Piesteritz an.

Robert Häring (im Vordergrund) kehrt nach seiner Sperre in die Rot-Weiß-Deckung zurück. Foto: Jürgen Scheere

Robert Häring (im Vordergrund) kehrt nach seiner Sperre in die Rot-Weiß-Deckung zurück. Foto: Jürgen Scheere

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Rang zehn nach dem zwölften Spieltag in der Oberliga ist nun wahrlich nicht das, was sich Trainer Piet Schönberg und seine Rot-Weiß-Zweite erhofft hatten. Drei Niederlagen in Folge, neun Gegentore, nur ein einziges erzielt, sind allerdings Fakten, die bedenklich stimmen.

Dabei stand nicht einmal das 0:4 in Bautzen, in dem der Schiedsrichter die ersten beiden Tore mit kritikwürdigen Pfiffen befördert hatte, so sehr in der Kritik. Schon gar nicht das zuvor unglücklich mit 1:2 verlorene Spiel gegen Nordhausen. Vielmehr das 0:3 gegen Markranstädt zuletzt infolge einer über die gesamte Spieldauer indiskutablen Leistung. Wer zu Hause vor der Pause gerade einmal das gegnerische Tor bedroht und seine erste richtige Chance erst in der Schlussminute kreiert, hat sich einen deftigen Tadel verdient!

Da darf es auch nicht als Entschuldigung gelten – und dies tut’s auch nie für Schönberg -, dass diesmal kein Akteur aus der Ersten mitwirkte und die beiden Innendecker Kind (verletzt) und Häring (gesperrt) ausfielen. Dass der zuletzt mit auffälligen Leistungen aufwartende Spiellenker Langner auch nicht bei Form war, passte so richtig ins traurige Tagesbild. Wo aber waren all die Nachrücker, die sich ansonsten auf der Bank unterbewertet sehen?

Wie sagte doch Markranstädts Trainer Jürgen Raab nach seinem beschwerdefreien 3:0-Erfolg so treffend: "Gegen Spitzenreiter Nordhausen habe ich eine ganz andere Mannschaft gesehen. Eine mit viel Spielwitz, die Nordhausen am Rande einer Niederlage hatte. Gegen uns - und zum Glück für uns - war Erfurt nicht wiederzuerkennen."

Zum Glück auch für die Rot-Weißen gibt es jedes Wochenende die Chance zur Wiedergutmachung. Am Samstag ab 13.30 Uhr in Piesteritz, dem Ortsteil von Wittenberg. Sie verlangt aber eine Steigerung auf allen Ebenen. Aber besonders vom Kopf her. Schließlich haben die Grün-Weißen (Rang 8, 15 Punkte) zuletzt bei Carl Zeiss Jena II einen 1:0-Erfolg verbuchen und die Rot-Weißen (10., 14) tabellarisch überholen können.

Nicht dabei hat Schönberg den nach wie vor verletzten Kapitän Kind. Häring ist nach seiner Sperre wieder frei und wird zusammen mit dem neben Bosse gegen Markranstädt einzig erträglichen, weil immerhin kämpfenden Glock den Innendecker geben.

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