Wacker Nordhausen hadert mit Ergebnis aus Sandersdorf

Sandersdorf.  Der Nordhäuser Nachwuchs zahlt beim 1:4 zum Oberliga-Auftakt in Sandersdorf Lehrgeld. Kapitän Vopel will Fehler schnell abstellen.

Gabriel Schneider erzielte das 1:0 für Wacker in Sandersdorf.

Gabriel Schneider erzielte das 1:0 für Wacker in Sandersdorf.

Foto: Michael Liedke

Fans haben manchmal ein feines Gefühl, wann ihr Team Beifall oder Pfiffe verdient hat. Die Nordhäuser Ultras feierten die Wacker-Jungs trotz der 1:4-Pleite zum Oberliga-Auftakt in Sandersdorf enthusiastisch. Den Spielern war es Trost, nach einer Partie, die Wacker nicht verlieren musste.

Während am Freitagabend auf der Tribüne die flotten Sandersdorfer Amateure in der Schlussphase der Partie fröhlich mit Stars wie Kimmich oder Haaland verglichen wurden und treffsicher gleich noch ein 4:1 der Bayern gegen Barcelona vorhergesagt wurde (es stand allerdings schon zur Halbzeit so), brauchten die Wacker-Spieler ein wenig Zeit, um die 1:4 (1:1)-Niederlage zu verkraften. „Wir haben Lehrgeld gezahlt. Uns fehlte Erfahrung, die Sandersdorf schon hat“, sagte Wackers Präsident Torsten Klaus, insgesamt aber recht angetan vom mutigen Auftritt seiner Youngster.

Großchancen nicht genutzt

Hätten Kapitän Marcus Vopel oder der zweite Oldie im Team, Robert Knopp, ihre Großchancen beim Stande von 1:1 nach gut einer Stunde zu Toren genutzt – Wacker wäre vielleicht sogar als Sieger vom Platz gegangen. „Wir wollten alles und haben danach falsche Entscheidungen getroffen. Wir müssen die Fehler abstellen, dann holen wir zu Hause kommenden Sonntag die drei Punkte gegen Aufsteiger Fahner Höhe. In der Vorbereitung und teilweise auch hier in Sandersdorf hat man gesehen, dass wir es ja durchaus können“, sagte Vopel.

„Die Leistung hat gestimmt, das Ergebnis leider nicht. Doch wir wissen, dass es bei so einer jungen Truppe Rückschläge gibt“, fasste Wacker-Trainer Philipp Seeland den Auftritt treffend zusammen. „Robert Knopp hätte bei seiner Chance ruhig eigensinnig sein und selbst schießen können statt zu passen“, meinte Seeland. Danach kippte das Spiel mit drei Sandersdorfer Toren. „Das war eine Fifty-fifty-Partie. Wer trifft, gewinnt. Nur wir treffen eben nicht“, meinte Seeland trocken.

Niederlage schnell verarbeiten

Wackers Youngster müssen die durchaus schmerzhafte Niederlage schnell verarbeiten. Kredit bei den Zuschauern im Südharz haben sie auf jeden Fall. Wackers Fan- und Mitgliederbeirat erklärte gestern: „Wir sollten alle Geduld aufbringen und den jungen Spielern auch zugestehen, Fehler machen zu dürfen. Der Nachwuchs ist unsere Lebensversicherung für die Zukunft.“

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