Thüringer Fans: So erlebten wir das Champions-League-Finale

London. "Ein grandioses Ereignis" in "entspannter Atmosphäre" - das deutsche Champions-League-Finale im Fußball-Tempel von London ließ keinen Anhänger kalt

nsgesamt zehn Thüringer Fussball-Fans kamen am Freitagnachmittag zum TA-Treffpunkt auf die Tower-Bridge. Die sind Hubert W. Boettcher mit Ehefrau Dr. Ulrike Bischof (beide Weimar), Falk Fischer, Heiko Kulka (beide aus Erfurt), Achim Taubert, Matthias Loebnitz aus Apolda, die beiden Brueder Marcus und Marcel Gruenewald aus Hauteroda (Kyffhaeuserkreis) sowie Ralf Wildenauer mit seinem Sohn Dennis aus Holzhausen. Foto: Sascha Fromm

nsgesamt zehn Thüringer Fussball-Fans kamen am Freitagnachmittag zum TA-Treffpunkt auf die Tower-Bridge. Die sind Hubert W. Boettcher mit Ehefrau Dr. Ulrike Bischof (beide Weimar), Falk Fischer, Heiko Kulka (beide aus Erfurt), Achim Taubert, Matthias Loebnitz aus Apolda, die beiden Brueder Marcus und Marcel Gruenewald aus Hauteroda (Kyffhaeuserkreis) sowie Ralf Wildenauer mit seinem Sohn Dennis aus Holzhausen. Foto: Sascha Fromm

Foto: zgt

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Nacht war kurz - für alle. Die Bayern-Fans ließen es nach dem 2:1-Sieg im Champions-League-Finale richtig krachen. Dortmunds Anhänger "ertränkten" die Enttäuschung über die Niederlage in den Pubs.

"Es ging bis morgens", verriet der Erfurter Heiko Kulka (46). Gemeinsam mit Kumpel Falk Fischer hatte er als BVB-Fan kurioserweise Plätze im Münchner Block, zeigte sich jedoch beeindruckt von der "entspannten Atmosphäre untereinander".

Trotz des für ihn schmerzhaften Spielausgangs überwog das Erlebnis in Wembley. Ulrike Bischof (56) , die mit ihrem Mann Hubert W. Böttger (57) ein "beeindruckendes und friedliches Fußballfest" erlebte, empfand es genauso. "Das gesamte Drumherum war faszinierend", meinte die Weimarerin.

Von einem "grandiosen Ereignis" berichtete auch Ralf Wildenauer (49) , der mit seinem Sohn Denis (12) nach London gereist war. Dort ist der Mann aus der Wachsenburggemeinde endlich das Verlierer-Gen losgeworden.

Nachdem er 2010 aus Madrid und 2012 aus München mit bayerischen Final-Niederlagen zurückgekehrt war, wollten ihn die Mitglieder seines Fanclubs "Erfordia Bavaria" gar nicht mehr zu einem Endspiel lassen.

"Doch jetzt lacht die Sonne über Bayern", spielte Wildenauer auf den Wetter-Umschwung an der Themse an. Während es am Freitag noch in Strömen regnete, verschwanden am Samstag die Wolken - "und es wurde ein herrlicher Fußballabend".

Auch für Jens Pforr (37) und die anderen zwölf Mitglieder des Fanclubs "Bayernfreunde Wartburgkreis". Arjen Robbens entscheidendes Tor fiel direkt vor der Nase des Mannes aus Sünna, dem kurz darauf die Tränen gekommen waren. "Wir waren extrem angespannt. Dann fiel alles ab", gab er unumwunden zu.

Das Feiern musste aber warten. Zwar hätte die Gruppe die Pokalübergabe noch mitbekommen, so Pforr. Doch dann ging es im Dauerlauf zum Bus. Die Fähre wartete auch auf die Fans des siegreichen Teams nicht.

Fünf Minuten in Schockstarre befanden sich Marcel Grünewald (25) und sein Bruder Marcus (23) , nachdem das 2:1 für die Münchner gefallen war. "Aber danach überwog der Stolz auf unsere Mannschaft, die den Bayern Paroli geboten hat", erklärte der BVB-Anhänger aus Hauteroda im Kyffhäuserkreis.

Er sei weder bei seiner Abiprüfung noch bei einer Studienklausur so aufgeregt gewesen, wie am Samstagabend in Wembley. 90 Minuten lang hätte er im Dortmunder Block gefeiert und getanzt - und nie gesessen.

"Ein überragendes Erlebnis - trotz des bitteren Endes", fand Grünewald, der in der Nacht einige Bierchen brauchte, um zur Ruhe zu kommen. So ging es sicher Zehntausenden in London.

Kommentar von Gerald Müller zum Champions-League-Finale

FC Bayern München gewinnt die Champions League

Das Finale in Wembley gab es bei uns im Live-Ticker

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren