Kommentar: Stresstest als Reifeprüfung

Axel Lukacsek über die Frauen-Handball-WM.

Axel Lukacsek

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Foto: Peter Michaelis

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Im Land der aufgehenden Sonne darf der Auftakt der deutschen Handball-Frauen bei der WM als ein Silberstreif am Horizont gewertet werden. Denn für die Nationalmannschaft geht es vor allem darum, den Traum von der Olympia-Teilnahme am Leben zu erhalten. Das Ticket nach Tokio wäre die Grundlage, die Sportart aus der medialen Versenkung zu holen.

Als die Auswahl um Emily Bölk vom Thüringer HC gegen Brasilien triumphierte und den Handball-Zwerg Australien wegfegte, war all das nur via Livestream im Internet zu verfolgen. Aber dort schauen nur die Insider zu. Eine Olympia-Teilnahme, das hat einen ganz anderen Klang und sie würde garantieren, dass die Mannschaft zumindest für ein paar Tage im Rampenlicht steht. Immerhin.

Um jenes Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, braucht es bei der WM mindestens Platz acht und nach dem perfekten Turnierstart nun eine Überraschung. Insofern wird das heutige Duell gegen den dreifachen Olympiasieger Dänemark eine Reifeprüfung. Was war der 34:8-Spaziergang gegen Australien wirklich wert? Gegen jenen Kontrahenten demonstrierte Dänemark mit einer traumhaften Wurfquote von 80 Prozent schon mal seine Gefährlichkeit.

Mit den beiden Auftakterfolgen im Rücken müssen die Spielerinnen um Bundestrainer Henk Groener nun über sich hinauswachsen. Er bezeichnete die restlichen Vorrundenduelle als Endspiele. Man könnte sie auch einen Stresstest nennen. Nur wenn ihn die Mannschaft besteht, wird man dem Traumziel Tokio näherkommen.

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