Robin Lodders von Science City Jena: „Erst kommt der Teamerfolg“

Jena.  Robin Lodders hofft mit dem Basketball-Zweitligist auf einen Sieg zum Heimspielauftakt gegen Karlsruhe

Robin Lodders will mit Science City Jena in dieser Saison angreifen.

Robin Lodders will mit Science City Jena in dieser Saison angreifen.

Foto: Holger Zaumsegel

Schon als kleiner Steppke wollte Robin Lodders unbedingt Basketball spielen. Und weil es im Umland von Hannover, wo er wohnte, keinen Nachwuchsclub für angehende Korbjäger gab, da trommelte er gemeinsam mit seinen Freunden einfach eine eigene Mannschaft zusammen. Aushänge wurden gemacht, Nachbarskinder angesprochen. „Am Ende waren wir zehn, fünfzehn Leute in der Halle und haben langsam aber sicher Basketballspielen gelernt“, berichtet der 2,05 Meter große Center von Science City Jena.

Mittlerweile geht der heute 25-Jährige in seine sechste Saison in der 2. Bundesliga ProA. Kein Wunder, schließlich war Vater Eckhard einst deutscher Nationalspieler und mit Göttingen dreimal Meister. Auch Bruder Jannik hat das Basketball-Gen geerbt, dribbelt für Jenas Konkurrent Phoenix Hagen auf.

Schon einige Bruderduelle in den vergangenen Spielzeiten

In den vergangenen Spielzeiten kam es schon zu einigen Bruderduellen, bei denen zumeist der zwei Jahre jüngere Robin die Nase vorn hatte, der in den vergangenen drei Jahren für die Niners Chemnitz spielte, mit denen ihm in der Vorsaison Platz eins und damit der Aufstieg ins deutsche Oberhaus gelang.

Trotzdem kam für den sympathischen Modellathleten im Sommer das Aus bei den Sachsen. Sein Vertrag wurde aufgelöst. „Wenn man drei Jahre darauf hinarbeitet und endlich auch aufsteigt, dann wünscht man sich natürlich, auch BBL zu spielen“, sagt Robin Lodders. „Und man ist enttäuscht.“

Die Enttäuschung sei mittlerweile aber schon lange wieder verflogen. Der gebürtige Niedersachse fühlt sich in Thüringen an der Saale pudelwohl. „Ich finde die Stadt deutlich schöner als Chemnitz, sie hat vielmehr zu bieten“, sagt er und ist froh, dass sich sein sächsischer Spitzname – „Terminator“ – noch nicht bis in die Jenaer Kabine rumgesprochen hat.

Mit Saisonstart im Großen und Ganzen zufrieden

„Aber die haben auch schon neue Spitznamen für mich“, erzählt er, ohne ins Detail zu gehen. „Da ist noch keiner spruchreif. Ich mische mich da auch nicht ein, so einen Spitznamen, den bekommst du, da hast du kein Mitspracherecht.“

Mit den zwei Siegen bei einer Niederlage zum Saisonstart mit Science City ist er im Großen und Ganzen zufrieden, angesichts der kurzen Vorbereitung. Seine eigene Rolle nimmt er dabei nicht so wichtig. „Erst kommt der Teamerfolg, erst danach sollte man auf sich schauen“, findet Lodders, der sich zum Heimspielauftakt am Sonnabend gegen Karlsruhe (Beginn 19 Uhr), bei dem keine Zuschauer erlaubt sind, den nächsten Sieg wünscht. „Der wäre wichtig“, sagt er – auch fürs Selbstvertrauen.