Science City Jena geht gut gerüstet in die neue Saison

Jena.  Kurz vor dem Vorbereitungsstart komplettiert der Basketball-Zweitligist seinen Kader mit zwei neuen Spielern.

Stephan Haukohl (links) und Andrew Smith sind zwei von insgesamt fünf neuen Spielern von Science City Jena.

Stephan Haukohl (links) und Andrew Smith sind zwei von insgesamt fünf neuen Spielern von Science City Jena.

Foto: Christoph Worsch

Zavier Marquis Simpson und Demarcus Holland saßen noch am Flughafen in Frankfurt/Main, als Basketball-Zweitligist Science City Jena ihre Verpflichtung auf seiner Saison-Eröffnungspressekonferenz am Mittwoch bekanntgab. Die beiden US-Amerikaner, die den Kader vorerst komplettieren, mussten sich erst den bei der Einreise üblichen Corona-Tests unterziehen. Am kommenden Montag zum Vorbereitungsbeginn der Jenaer Korbjäger werden sie aber sicher dabei sein, sagt Frank Menz.

Der Trainer und Sportdirektor der Saalestädter, der zum Pressetermin außerdem noch Geschäftsführer Lars Eberlein sowie die beiden Neuverpflichtungen Stephan Haukohl und Andrew Smith mitgebracht hatte, freute sich sichtlich, dass es bald wieder losgeht. Für den 56-Jährigen, der sich während der abgebrochenen vergangenen Saison wegen eines schweren Schicksalsschlages eine Auszeit nehmen musste, wird es ein Neustart. Einerseits will er ein Team formen, das zu den Top-Mannschaften der Liga zählt. Andererseits hofft er auf eine Rückkehr ins „normale“ Leben, so gut das für ihn und seine Lieben eben möglich ist.

Leistungsträger gehalten

„Bei den deutschen Spielern haben wir einen Schritt nach vorn gemacht“, schätzt Menz jedenfalls ein. Neben Haukohl wurde auch Robin Lodders verpflichtet, darüber hinaus Leistungsträger wie Kapitän Dennis Nawrocki und Julius Wolf gehalten.

Trotz der durchaus erfolgreichen zurückliegenden Spielzeit, die Science City als Dritter abschloss, sieht der Cheftrainer aber weiteres Verbesserungspotenzial. So habe gerade Anfang der Saison ein stückweit „Qualität gefehlt“. Als Jena nachbesserte, kam der Abbruch, die Chance auf den Aufstieg war passé.

Trotzdem war die Entscheidung alternativlos, findet Menz. Und vielleicht habe die Corona-Pause auch etwas Gutes. Immerhin hätten seine Spieler so viel Zeit wie noch nie gehabt, um an ihren Fähigkeiten zu feilen, sagt der SCJ-Coach, der beim einen oder anderen schon beachtliche Fortschritte ausgemacht hat.

Etat um 500.000 Euro gekürzt

Wohin die Reise in der neuen Spielzeit geht, darauf wollte sich aber niemand festlegen. Schließlich wisse man nicht, wie die anderen Clubs durch die Krise gekommen sind. „Wir mussten den Etat um 500.000 Euro verringern“, erklärt Lars Eberlein. Mit zwei Millionen Euro kalkulieren die Jenaer nun. Die noch offenen Fragen der zugelassenen Zuschauer bei Heimspielen sowie die in Aussicht gestellten Unterstützungsgelder vom Land werden hoffentlich zeitnah beantwortet, meint der Geschäftsführer, der bei einer positiven Entwicklung Frank Menz noch den einen oder anderen Spieler in Aussicht stellt.

Einen waschechten Scorer hätte dieser am liebsten noch im Aufgebot. Und auch im Hinblick auf Aufbauspieler Matt Vest, bei dem unklar ist, wie lange er ausfällt, könnte es noch einmal zu Jenaer Transferaktivitäten kommen.

Saisonstart am 17. Oktober

Den Saisonstart am 17. Oktober bei den Kirchheim Knights geht Science City aber definitiv mit dem aktuellen Kader an. Den zu anderen Vereinen sehr späten Vorbereitungsbeginn rechtfertigen die Saalestädter mit einer dreiwöchigen Spielpause nach der Auftaktbegegnung sowie finanziellen Überlegungen, wie Eberlein einräumt. Durch zum Teil später beginnende Verträge kann der Club noch etwas Geld einsparen.

Während der Vorbereitungsphase hat Trainer Frank Menz vier Testspiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit geplant. In den letzten beiden geht es gegen Teams aus dem Oberhaus, schließlich wollen die Jenaer trotz der kurzen Vorbereitung bestmöglich für den Auftakt gerüstet sein. Denn keine Frage, auch in der neuen Saison ist für Science City viel drin. Vielleicht sogar die Rückkehr in die BBL.

Der Jenaer Kader im Überblick

Name Position Alter Nationalität
Dennis Nawrocki Point Guard (PG) 27 Deutschland
Jan-Philipp Becker PG 20 Deutschland
Julius Wolf Power Forward (PF) 27 Deutschland
Robin Lodders PF/Center (C) 25 Deutschland
Melvin Jostmann PF 20 Deutschland
Joschka Ferner Small Forward (SF) 24 Deutschland
Andrew Smith C 27 USA/Lettland
Dominik Shusel SF/PF 21 Deutschland
Matt Vest Shooting Guard (SG) 28 USA
Lorenz Bank SF/PF 19 Deutschland
Jan Heber PG 21 Deutschland
Stephan Haukohl PF 27 Deutschland
Vuk Radojicic PG 19 Serbien
Demarcus Holland PG 26 USA
Zavier Marquis Simpson PG 23 USA
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