Fußball-Stadien in Erfurt und Jena werden modernisiert

Die Fußball-Stadien in Erfurt und Jena sollen zu modernen Multifunktionsarenen umgebaut werden. Das gab Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) auf einer Pressekonferenz am Montag bekannt. Die Umbauten beginnen voraussichtlich im Februar 2012.

Die Erfurter Fankurve forderte schon lange ein neues Stadion. Foto: Frank Steinhorst

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Erfurt/Jena. Das Warten hat ein Ende: Nach jahrelangen Debatten um die Zukunft der Fußballstadien von Rot-Weiß Erfurt und Carl Zeiss Jena haben die Drittligisten nun Gewissheit. Wirtschaftsminister Matthias Machnig gab die Details in Anwesenheit von Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein und seinem Jenaer Pendant Albrecht Schröter (beide SPD) am Montagmittag bekannt. "Es war längst überfällig, gute Voraussetzungen für die beiden Thüringer Drittligisten zu schaffen", sagte Machnig.

Der Umbau der Stadien zu modernen Multifunktionsarenen beginnt nach jetzigem Stand im Februar nächsten Jahres und soll im Oktober 2013 abgeschlossen sein. Neben sportlichen Veranstaltungen wie Fußball und Leichtathletik ist auch eine Nutzung für kulturelle und wirtschaftliche Zwecke vorgesehen. Für Fußballfans besonders wichtig: Fahrbare Kopftribünen, die in Richtung Spielfeld verschoben werden können, sollen den Abstand der Anhänger zum Spielfeld bei Bedarf verkleinern und die Atmosphäre in den Stadien verbessern.

Das Land Thüringen finanziert den Löwenanteil der Kosten, der in Erfurt 27 Millionen und in Jena 22 Millionen Euro betragen soll. Darin enthalten ist ein Eigenanteil der Städte von 4,8 (Erfurt) bzw. 4 Mio Euro (Jena). Bereits seit Monaten war über die Stadionfrage verhandelt worden. Am Montag wurden letzte Finanzierungsfragen mit den beiden Oberbürgermeistern der Städte sowie den Vereinspräsidenten geklärt. Jüngst war sogar die Idee einer gemeinsamen Arena diskutiert worden, die die Verantwortlichen - zur Erleichterung so mancher Anhänger der rivalisierenden Klubs - jedoch schnell wieder verwarfen.

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