4. Mitteldeutscher Ernährungsgipfel auf der Erfurter Messe: Individuelle Ernährung im Trend

Erfurt  Die Branche trifft sich auf der Erfurter Messe.

Süß oder sauer: Janett Thomas präsentiert Spezialitäten auf dem Thüringer Ernährungsgipfel. (Archivbild von 2014)

Süß oder sauer: Janett Thomas präsentiert Spezialitäten auf dem Thüringer Ernährungsgipfel. (Archivbild von 2014)

Foto: Peter Michaelis

Die Kunden der Ernährungsindustrie setzen in immer stärkerem Maße auf Individualität. Diesem Trend müsse die Branche folgen, sagte der Chef des Thüringer Ernährungsnetzwerkes, Matthias Gaida, gestern zur Eröffnung des 4. Mitteldeutschen Ernährungsgipfels auf der Erfurter Messe. Das nutze man, um außerhalb des Tagesgeschäftes über neue Inspirationen und Impulse ins Gespräch zu kommen, versicherte Gaida.

Das Podium sei in den vier Jahren seines Bestehens kontinuierlich gewachsen, verwies Gaida auf 260 Teilnehmer des Gipfels. Sie sorgten mit der Vielfalt ihrer Erzeugnisse für bunte Regale in den Supermärkten und erfüllten die Ansprüche und Erwartungen der Verbraucher, so der Netzwerkchef.

Schwergewicht der Wirtschaftskraft

Die Ernährungsbranche sei ein Schwergewicht der Wirtschaftskraft Thüringen, würdigte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) in einer Videobotschaft von der auswärtigen Kabinettssitzung in Brüssel die Verdienste der 190 produzierenden Nahrungshersteller im Freistaat. Sie beschäftigen laut Ramelow nicht nur mehr als 20 000 Mitarbeiter, sondern erzielen zudem einen Jahresumsatz von mehr als 4,5 Milliarden Euro.

„Wenn sich ein Tatort mit der Marke Thüringer Klöße beschäftigt, macht das Menschen in ganz Deutschland neugierig darauf, das Land zu besuchen, aus dem diese Klöße kommen“, versicherte Ramelow. Diese Interesse der Menschen müsse man nutzen, um ihnen zu vermitteln, dass gute Nahrung ihren Preis habe, so der Regierungschef. Es gehe um eine höhere Wertschätzung der Erzeugnisse von Landwirtschaft und Ernährungsbranche.

Das Ernährungsgewerbe in Deutschland sei von den kleinen und mittelständischen Betrieben geprägt, erklärte Stefanie Sabet, Leiterin des Büros Brüssel von der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie. So hätten die sechs größten Hersteller zusammen nur einen Anteil von 8,5 Prozent am Jahresumsatz der Branche in Deutschland. Ganz anders sehe dies allerdings im Lebensmitteleinzelhandel aus. Hier entfallen fast drei Viertel des Gesamtumsatzes auf die fünf größten Anbieter. In diesem Spannungsfeld agierten die Erzeuger.

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