Hotel "Frauenberger" in Tabarz konnte in Sanierungen investieren

Weihnachtlich geschmückt empfängt das Hotel "Frauenberger" derzeit seine Besucher. Weihnachten und Silvester ist das Haus längst ausgebucht. "Für diese Termine brauchen wir kaum zu werben", sagt Elisabeth Hügel.

Elisabeth Hügel, Inhaberin und Direktorin des Hotels "Frauenberger" in Tabarz, zeigt ein Prospekt des Hauses, in dem sie 17 Mitarbeiter beschäftigt, unter anderem auch Hotelfachfrau Christina Schönborn aus Tabarz. Foto: Claudia Klinger

Elisabeth Hügel, Inhaberin und Direktorin des Hotels "Frauenberger" in Tabarz, zeigt ein Prospekt des Hauses, in dem sie 17 Mitarbeiter beschäftigt, unter anderem auch Hotelfachfrau Christina Schönborn aus Tabarz. Foto: Claudia Klinger

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Tabarz. Seit 1995 ist die Tabarzerin Inhaberin und Direktorin des Hotels. "Als ich es übernommen habe, habe ich alles Wichtige erneuern lassen. Aber inzwischen war es an der Zeit für weitere Sanierungen." So sei der Beschluss, die Mehrwertsteuer für Hotelübernachtungen zu senken, im vergangenen Jahr gerade richtig gekommen. "Es wurde auch Zeit, dass die Politik uns unterstützt und uns ähnliche Voraussetzungen wie in anderen europäischen Ländern schafft", ist Elisabeth Hügel überzeugt. "Ich stecke jeden Cent, den ich durch diese Steuerentlastung gewinne, wieder ins Haus", sagt die Chefin. "Seit dem vergangenen Jahr haben wir die Fenster erneuert, innen alles malermäßig instandgesetzt, das Schwimmbaddach zur Hälfte saniert und die Möbel neu bezogen. Außerdem wurde ein Teil der Fassade gestrichen und ein Stück Dach saniert." Allein 20 000 Euro seien in die Erneuerung der Fenster geflossen. "Und die Aufträge gingen alle an einheimische Handwerker. Sie profitieren also auch von dieser Steuerentlastung für Hoteliers", sieht Elisabeth Hügel einen weiteren Vorteil dieser Entscheidung. Für nächstes Jahr plant die Hoteldirektorin einen neuen Fahrstuhl. "Der alte hat 30 Jahre auf dem Buckel, ist verhältnismäßig laut und störanfällig. Und Ersatzteile gibt es gar nicht mehr dafür." 50 000 Euro wird sie diese Investition kosten. "Ohne die Steuerentlastung wäre es schwierig, das zu finanzieren", gibt sie zu. 44 Zimmer mit 85 Betten bietet das Hotel "Frauenberger". Den Gästen stehen ein Hallenbad, eine Sauna, ein Dampfbad, Massage und Kosmetik zur Verfügung. Bekannt ist das "Frauenberger" auch wegen seines Restaurants. "Dank unserer guten Köche, Danilo Weh und Marco Hofmann, stehen wir wieder im Gault Millau", freut es Elisabeth Hügel. Insgesamt 17 Mitarbeiter -vorwiegend Stammpersonal aus Tabarz und der Region - kümmern sich um die Gäste. Zurzeit sind drei Auszubildende unter den Beschäftigten. Das Hotel sei gut gebucht, "aber natürlich könnte es immer noch besser sein. Jedenfalls investiere ich viel in Werbung, zum Beispiel in Zeitungen. Gemeinsam mit dem Tourismusverband Thüringer Wald/Gothaer Land bin ich auf Messen präsent und arbeite mit verschiedenen Reiseveranstaltern zusammen", erzählt Elisabeth Hügel. Dass die Gemeinde Tabarz aus dem Werbeverbund "3 mit Prädikat" einfach ausgeschieden ist, empört die Hotelinhaberin. Zusammen mit Finsterbergen und Friedrichroda als Kurorte zu werben, voneinander zu profitieren und Gäste anzulocken, hält Elisabeth Hügel für eine gute Idee. Im Katalog, der jetzt "2 mit Prädikat" heißt und nur noch von Friedrichroda und Finsterbergen herausgegeben wird, "bin ich jedenfalls wie andere Tabarzer Betriebe weiter mit drin, denn das lohnt sich". Verstärkt werbe sie jetzt in Thüringen um Gäste, "denn Leute aus der Stadt genießen es offenbar, mal ein Wochenende mit dem Thüringer Wald vor der Tür auszuspannen". Das Hotel "Frauenberger" habe viele Stammgäste. "Sie sehen, was sich nach und nach alles verbessert und honorieren das auch. Das ist ein gutes Gefühl", sagt Elisabeth Hügel.

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