Camburger Narren trotzen dem Sturmtief

Camburg.  Der Umzug unter der Ägide des CCCC ist längst eine große Nummer.

Umzug zum Fasching in Camburg mit 18 Umzugsbildern und 300 Aktiven und schätzungsweise 2500 Zuschauern entlang der Straßen und Wege trotz Xanthippe CCCC Camburger Carneval Club Concordia mit Zugmarschall Olaf Seifert.

Umzug zum Fasching in Camburg mit 18 Umzugsbildern und 300 Aktiven und schätzungsweise 2500 Zuschauern entlang der Straßen und Wege trotz Xanthippe CCCC Camburger Carneval Club Concordia mit Zugmarschall Olaf Seifert.

Foto: Jens Henning

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„Was kann uns schon der Sturm!“ Lydia Keller, seit April 2019 die Präsidentin beim Camburger Carneval hatte fast das Motto für den Umzug formuliert gehabt. In vielen Städten Deutschlands wurden die Faschingsumzüge abgesagt, nicht so in Camburg.

Und die Karnevalisten hatten Glück mit dem Wetter. Der teilweise ziemlich heftige Wind war zwar alles andere als angenehm, vor allem für die leicht bekleideten Funken der beteiligten Faschingsvereine. Die 300 Teilnehmer der 18 Umzugsbilder kamen aber alle unbeschadet durch den Sonntag-Nachmittag.

Dass der Umzug in der Faschingshochburg Camburg längst eine große Nummer ist, zeigte sich auch an den Straßen und Wegen. Lydia Keller schätzte die Zahl der Neugierigen auf 2500. „Wenn ich allein an die Schmiedehäuser Straße denke, dann liege ich mit dieser Schätzung gar nicht so falsch. Ich hätte gedacht, dass das Wetter die Menschen verunsichern könnte. Es war aber das ganze Gegenteil der Fall. Deshalb wäre es falsch gewesen, wenn wir auch abgesagt hätten. Die Leute warten auf den Umzug. Die Atmosphäre unterwegs war sehr angenehm. Die Leute waren alle gut drauf, wie man sich das wünscht, wenn Fasching ist.“

Die Veranstaltung wegen des Sturmtiefs abzusagen, das war bei den Camburgern nie wirklich ein Thema gewesen. Am Vorabend gab es es allerdings kurzzeitig die Überlegung, die Umzugsstrecke vielleicht zu verändern, heißt zu verkürzen. Am Ende wurde diese Idee aber schnell verworfen. „Wir hatten ja bei den Behörden unsere Umzugsstrecke angemeldet und auch dafür bestätigt bekommen. Da hätten wir nicht kurzfristig einen andere Strecke wählen können“, sagte Zugmarschall Olaf Seifert. Mit den 18 Umzugsbildern konnte die Vorjahreszahl deutlich gesteigert werden. Da waren es nur 15. Seifert hatte damals lange überlegt, warum die Begeisterung für den Straßenfasching Jahr für Jahr geringer wird. In diesem Jahr war alles anders. „Es bedarf auch immer einer Portion Glück. Es muss passen bei unseren Partnern und befreundeten Vereinen, die am Umzug teilnehmen. Ich vertrete nach wie vor die Meinung, dass eine Teilnahme bei einem Umzug die beste Werbung ist für den Verein oder auch für das Unternehmen. Die Bilder bleiben in den Köpfen der Leute lange hängen“, sagte Seifert.

Zu den Dauergästen des Camburger Faschingsumzuges zählen die Fußballer des SV Eintracht Camburg. „Sie sind von Anfang an dabei, genau wie die Feuerwehr“, sagte Seifert.

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