Worbiser Karnevalisten im Wahlkampf

Worbis. "Was ein Bischof kann, macht unser OB schon lang" - das Motto der Büttenabende in Worbis hat schon angekündigt, dass es dieses Mal heiß her geht.

Buntes Treiben herrschte beim Büttenabend in Worbis. Foto: Eckhard Jüngel

Buntes Treiben herrschte beim Büttenabend in Worbis. Foto: Eckhard Jüngel

Foto: zgt

Und tatsächlich haben die Karnevalisten alles getan, um ihren Präsidenten Thomas Rehbein bei seiner Kandidatur für das Amt des Worbiser Ortsbürgermeisters nach Kräften zu unterstützen. Auch wenn Tarzans Jane alias Matthias Lackner in der Bütt ihn warnte: "Willst du angebetet werden, geh nicht in die CDU, sondern geh nach Indien und mach Muh!".

Gleich in der Begrüßung machte Rehbein klar, was den Worbisern querliegt: " Drei Rathäuser am Stück, ein viertes wär doch ganz verrückt!" Und so wurde am Samstag deftig gegen Leinefelde, das einen neuen Verwaltungssitz bekommen soll, und Bürgermeister Gerd Reinhardt ausgeteilt.

Aber der Start ins närrische Programm war märchenhaft. Das Kinderballett begeisterte mit "Alice im Wunderland", ehe sich Luisa Klee und Benedikt Grimm einen Schlagabtausch zum Thema Briefmarkensammeln lieferten. Tanzmariechen Ann Bonda wird erwachsen und entpuppte sich am Ende ihrer Darbietung als kleine "Lady Gaga". Renate Göhrig und ihr Partner in der Bütt, Falko Dietrich, amüsierten als freche Weibsbilder. Mario Schmidt und Stefan Grohmann brachten den Saal als Popeye und Olivia zum Kochen. Olivia entwickelte sich nach dem Besuch beim Worbiser "Griechen" von der Spinatwachtel zur Fleischwumme und zog ebenso deftig über die Geschehnisse des vergangenen Jahres her. Ursula von der Leyen sei die perfekte Chefin der Bundeswehr, befand Olivia. Denn als Mutter von sieben Kindern wisse sie, was Krieg ist.

Olympisches Feuer brachte Christian Link in den Saal. Der Bier-Athlet an der Gitarre animierte das Publikum zum Mitsingen, während Tarzan, Jane und Cheetah aus dem "Haus des Handwerks" ein Dschungelcamp machten. Eindeutiger Verlierer war der schmächtige Tarzan (Heiko Gatzemeier), der für sein Liebesgedicht an Jane vor allem eins erntete: Hohn und Spott. Henry Schöbitz machte als bayrischer Schutzmann auf die Misere der fehlenden Polizeistation in Worbis aufmerksam und analysierte die Probleme unserer heutigen Gesellschaft. "1,3 Kinder im Durchschnitt - das sieht nicht nur scheiße aus, das ist auch zu wenig!", rief er den Damen im Saal zu. Die Bütt komplettierten seine Tochter Anne als Harry Potters freche Schwester und Uwe Strecker, der dieses Mal als Biene Majas bester Freund Willy seine Zoten riss.

Für Abwechslung sorgten die Ballettgruppen und Gardemädchen. Besonders gefreut haben sich die Worbiser wieder über ihre tanzenden Feuerwehrleute.

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