Alles ist anders im Universum

NASA braucht Hilfe aus der Bevölkerung im Kampf gegen globale Lichtverschmutzung

Auf diesem Foto ist links unten (Blankenhain) die Auswirkung von Lichtverschmutzung deutlich zu sehen.

Auf diesem Foto ist links unten (Blankenhain) die Auswirkung von Lichtverschmutzung deutlich zu sehen.

Foto: Stefan Eberhardt

Darmstadt/Erfurt  Lichtverschmutzung durch künstliches Licht wirkt sich schädlich auf die Umwelt, die menschliche Gesundheit sowie auf astronomische Beobachtungen aus. Nun kann man der Weltraumorganisation NASA beim Abgleichen von lichtverschmutzten Gebiete helfen.

In den vergangenen Jahren ist bei der Nationalen Luft- und Raumfahrtbehörde (NASA) das Interesse gestiegen, Lichtverschmutzungsgebiete auf der Erde quantitativ zu bestimmen und anschließend zu kartographieren. Dazu verwendet sie Nacht-Fotoaufnahmen von Astronauten, die diese an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) gemacht haben.

Wie die NASA berichtet, lagern in ihren Archiven derzeit über eine Million solcher Aufnahmen, welche größtenteils noch nicht katalogisiert sind und auch noch keinen dazugehörigen Standort haben. Deshalb wisse man bei der NASA nicht, ob es sich bei den Aufnahmen beispielsweise um Fotos von Paris, Moskau oder New York handelt.

Gemeinsam mit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) wurde die Internetseite „Städte bei Nacht“ online gestellt. Hier will man das Lichtverschmutzungsproblem mithilfe der sogenannten Citizen-Science, also mit Hilfe der wissenschaftlichen Unterstützung aus der Bevölkerung, beseitigen. Dazu müssen Interessierte und Hilfsbereite lediglich die Fotoaufnahmen der Astronauten vergleichen, identifizieren und schließlich ihren Standorten zuordnen. Die Seite wurde in Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und der NASA koordiniert.