5. September
12.10 Uhr: Benjamin Immanuel Hoff (Linke) nimmt Landtagsmandat nicht an
Staatskanzleichef Benjamin Hoff (Linke) möchte sein Landtagsmandat nicht annehmen. Als Nachrückerin soll Katja Maurer einziehen, die bereits in der vergangenen Legislaturperiode im Landtag saß und den Einzug bei der Wahl um einen Listenplatz verpasste. Das erklärt Hoff in einem Instagram-Beitrag. Die Linksfraktion im Thüringer Landtag müsse auch während der Phase der geschäftsführenden Landesregierung voll handlungsfähig sein, schreibt Hoff. Künftig müsse die Arbeit der Fraktion von zwölf statt von 29 Abgeordneten geleistet werden. Seine Entscheidung sei gefallen, damit die Fraktion von Beginn an ihre volle Arbeitskraft entfalten könne.
11.50 Uhr: BSW hat AfD-Angebot schriftlich abgelehnt
Das Bündnis Sahra Wagenknecht hat das Gesprächsangebot der als gesichert rechtsextrem eingestuften Thüringer AfD nun auch schriftlich zurückgewiesen. „Das BSW hat sich ablehnend zurückgemeldet“, sagte AfD-Landesvize Torben Braga dieser Redaktion. Die AfD-Parteichefs Björn Höcke sowie Stefan Möller hatten CDU und BSW nach der Landtagswahl geschrieben, um mögliche Bündnisse auszuloten. Die AfD war aus der Wahl mit 32,8 Prozent als mit Abstand stärkste Kraft hervorgegangen. Die Spitzen von CDU und BSW hatten zuvor bereits mündlich eine Zusammenarbeit mit der AfD stets ausgeschlossen.
4. September
18.35 Uhr: Warum Parteispitzen einen AfD-Landtagspräsidenten ablehnen
Noch in diesem Monat muss indes der Landtag das erste Mal zusammenkommen. Auf der Tagesordnung steht dann als Erstes die Wahl des Parlamentspräsidenten. Drei Tage nach der Landtagswahl in Thüringen haben die Spitzen von CDU, BSW, Linke und SPD signalisiert, dass sie keinen AfD-Kandidaten zum Landtagspräsidenten wählen werden.
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18 Uhr: Wie die CDU Thüringen mit der Unvereinbarkeit zur Linken umgehen kann
Das Wahlergebnis in Thüringen stellt die Parteien vor eine neue Denksportaufgabe. Hält der CDU-Unvereinbarkeitsbeschluss zur Linken?
14 Uhr: Linke bringt rot-rot-rotes Minderheitsbündnis ins Spiel
Die Partei, die noch den Ministerpräsidenten stellt, macht Druck auf die CDU. Die Union will zunächst mit dem BSW und der SPD sprechen. Das sind die Reaktionen auf den Vorschlag der Linkspartei.
12.15 Uhr: Damit endet die Landespressekonferenz
... fünf Minuten vor ihrem geplanten Ende, weil es keine weiteren Fragen an den FDP-Chef Kemmerich gibt.
12.12 Uhr: Kemmerich über die FDP im Bund
Er habe nicht den Eindruck, dass man in Berlin verstanden habe, dass die Menschen der Ampel überdrüssig seien. Wahlkampf für die FDP nächstes Jahr werde auch in Thüringen gemacht. Man habe zwei Thüringer Bundestagsabgeordnete.
12.05 Uhr: Kemmerich lässt seine Zukunft offen
Ob er im Oktober wieder für den Landesvorsitz kandidiert, lässt Kemmerich offen. Er werde Teil des Teams sein, dass die FDP in Thürigen wieder aufbaut. In welcher Rolle, lässt er offen. Wer Landesvorsitzender wird, das entscheide ein Parteitag.
12.02 Uhr: Kemmerich zum Wahlergebnis
„Wir haben am Sonntag erfahren, dass 80 Prozent der Menschen unzufrieden sind mit der Ampel“, sagt Kemmerich. Das sei ein Denkzettel gewesen und „diesen habe ich am Montag nach Berlin getragen“. Die knapp 14.000 Menschen, die die FDP mit der Zweitstimme gewählt hätten, „kenne ich wahrscheinlich persönlich“. Kemmerich erklärt da Ergebnis auch mit einer „Kampagne gegen die FDP, die früh verfangen habe“, weil suggeriert worden sei, die FDP sei chancenlos.
11.59 Uhr: Henfling zu Grünen in der Bundesregierung
„Wir haben auf der Bundesebene eine Dilemmasituation. Mir würde es schon reichen, wenn es eine größere Erkennbarkeit gibt in der Ampel. Wer sich da wegduckt, geht den falschen Weg“, sagt sie.
11.54 Uhr: Grüne-Ausscheiden kein reines „ostdeutsches Problem“
Henfling erwartet, dass sich jetzt auch der Bundesverband etwas einfallen lässt. Wer glaube, es gebe hier ein reines ostdeutsches Problem, „der werde spätestens nächstes Jahr aus allen Wolken fallen“. Ihre Partei wolle jetzt wieder stärker in die Bündnisarbeit, die Vernetzung in den ländlichen Raum tragen. Das aber könne der Landesverband nicht allein stemmen, da müsse der Bundesverband helfen. „Der Schockmoment dürfte jetzt groß genug sein“, sagt Henfling.
11.47 Uhr: Wie geht es bei den Grünen an der Spitze?
„Soweit sind wir noch nicht“, sagt Madeleine Henlfing. Stengele versucht eine Tiefenanalyse. Erste Auswertungsrunden bei den Grünen fänden in den nächsten Tagen. Im Dezember werde der Landesvorstand neu gewählt, sagt Stengele. Henlfing: „Unser erster Reflex ist nicht, dass wir sagen, das wir jetzt das Personal austauschen müssen.“
11.41 Uhr: Jetzt kommen die abgewählten Parteien - zuerst die Grünen
Das Grüne -Spitzenduo Madeleine Henfling und Bernhard Stengele sitzt auf dem Podium. „Wir sortieren uns jetzt für die Arbeit in der außerparlamentarischen Opposition“, sagt Henfling. Viele der neuen Parteimitglieder müssten sich mit der neuen Situation erstmal arrangieren.
11.39 Uhr: BSW bleibe, sagt Maier, eine „Blackbox“
Maier sagt zum Verhältnis zum BSW: „Das BSW ist und bleibt eine Blackbox“. Geopolitische Fragen hätten in einem möglichen Vertrag in Thüringen „nichts zu suchen“. „Das geht gegen die Interessen des Landes, wenn in einem Koalitionsvertrag auf Landesebene geopolitische Fragen ventiliert werden im Prosatext“, sagt er. Die SPD werde solche Formulierungen in einem Vertrag nicht mittragen.
11.37 Uhr: Parteien sollten sich auf Landtagspräsidenten verständigen
Die Einigung auf einen Landtagspräsidenten solle unter den „demokratischen Parteien“ stattfinden, aber unabhängig von den Gesprächen über eine mögliche Koalition. „Ich glaube, das sollte man durchaus auch voneinander trennen“, sagt Maier.. Die SPD sagt er, würde weder einen AfD-Landtagspräsidenten noch einen Vize-Präsidenten wählen. „Die AfD ist eine völkische Partei, das kann jeder nachlesen“, sagt er.
11.32 Uhr: Haushalt muss sichergestellt werden
Zentral sei, dass es jetzt einen Haushalt gebe. Die Landesregierung, sagt Maier, sei geschäftsführend im Amt. „Wir können uns nicht zurücklehnen“, sagt er. Urlaubspläne habe er bis auf weiteres auf Eis gelegt. „Ich werde alles das, was jetzt bei mir auf dem Schreibtisch liegt, genauso vorantreiben, wie es erforderlich ist“, sagt Maier.
11.29 Uhr: Minderheitsregierung „hat ihren Job gemacht“
Maier blickt auf die Arbeit der Minderheitsregierung. Die „hat ihren Job gemacht“. Die jetzige Lage sei nicht vergleichbar. Jetzt gebe es einen Patt im Landtag. Das heißt, keine Seite kann gegen die andere, anders, als in der vergangenen Legislatur, etwas durchsetzen. Muss eine Vereinbarung für eine Mehrheit geben? „Solche Fragen sind jetzt erstmal von der CDU zu klären. Es wäre sinnvoll, wenn es sowas gebe“, sagt Maier.
11.25 Uhr: SPD-Chef Georg Maier: Opposition vorstellbar
Opposition sei eine Option, die immer im Raum stehe. Im SPD-Landesvorstand habe er kein eindeutiges Stimmungsbild wahrgenommen. „Es gehe darum, mit den Werten der SPD stattfinden zu können“, sagt Maier.
11.20 Uhr: „Menschen erwarten, dass es was Vernünftiges gibt“
Grosse-Röthig will „Sicherheit über die Inhalte“ für die Menschen schnell herstellen und man solle sich jetzt „nicht in irgendwelchen Gräben“ verschanzen sagt sie in Richtung CDU. Menschen würden sich jetzt zum Beispiel schon die Frage stellen, ob demnächst wieder Kindergartengebühren zu zahlen wären. „Die Menschen erwarten, dass es was Vernünftiges gibt“, sagt die Parteivorsitzende.
11.15 Uhr: Zur Ministerpräsidentenwahl
Grosse-Röthig macht klar, dass man sich intensiv damit befasse, was Geschäftordnung und Verfassung hergeben würden, wenn die AfD nach der Konstituierung eines Landtages schnell eine Ministerpräsidentenwahl erzwingen würde. „Was alle aus dem 5. Februar gelernt haben ist, dass man gut vorbereitet in die Dinge geht“, sagt Grosse-Röthig. Sie fordert die CDU auf, schnell und verantwortlich zu handeln. Rot-Rot-Rot habe in Thüringen 36 Prozent. Die CDU könne also auch tolerieren.
11.10 Uhr: Keine Gedanken an Rücktritt
Christian Schaft erklärt, dass weder er noch Ulrike Grosse-Röthig nach dem schlechten Wahlergebnis mit dem Gedanken gespielt hätten, den Vorsitz niederzulegen. „Verantwortung ist, jetzt nicht davon zu laufen“, sagt Schaft.
11.06 Uhr: Überläufer werden ausgeschlossen
Weder Bodo Ramelow noch ein anderes Mitglied der künftigen Fraktion spiele mit dem Gedanken, die Segel zu streichen. „Ich habe mit allen telefoniert. Ich habe das nötige Vertrauen in alle. Deshalb glaube ich auch nicht, dass einer die Biege macht“, sagt Co-Vorsitzender Christian Schaft.
11.01 Uhr: Linke-Chefs auf dem Podium
Linke-Chefin Ulrike Grosse-Röthig: „Wir erleben, dass die CDU sich gerade sortiert.“ Man warte geduldig ab, „bisn wir wie erwachsene Menschen Politik machen können“, damit die AfD keine Macht bekomme.
10.59 Uhr: Wie kommt eine Mehrheit zustande?
Wie soll das Bündnis aus CDU, SPD und BSW zu einer Mehrheit kommen, wenn die CDU ihren Unvereinbarkeitsbeschluss zur Linken aufrecht erhält? Wolf: „Ich bin davon überzeugt, dass uns die Verantwortung für Thüringen an dieser Stelle zusammenschweißen wird.“
10.56 Uhr: Keine Signale für Überläufer zum BSW
Katja Wolf schließt erneut aus, dass das BSW um Linke-Mitglieder aktiv wirbt. Signale, dass Linke zum BSW wechseln wollten, gebe es nicht. „Deshalb werde ich darüber auch nicht spekulieren“, sagt Wolf.
10.54 Uhr: Bis November „Butter bei die Fische“
Wolf geht davon aus, dass bis November eine Lösung auf dem Tisch liegen könnte und „Butter bei die Fische muss“. Was das konkret heißt, lässt sie offen. Das würden die Gespräche zeigen.
10.49 Uhr: „Nichts ist schlimmer, als ein weiter so in diesem Krieg“
Wolf betont, dass das Thema Diplomatie weiter Kern des BSW bleibt und widerspricht vehement, dass Thüringen da keine Rolle bei der Frage spielen könne, wenn es um diplomatische Lösungen gehe. „Nichts ist schlimmer, als ein weiter so in diesem Krieg“, sagt Wolf.
10.48 Uhr: Mindestens ein Gespräch mit Wagenknecht
BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht werde an mindestens einem Gespräch mit der CDU teilnehmen, sagt Katja Wolf. „Und das ist auch gut so“, sagt Wolf. Wagenknecht werde aber, Stand jetzt, nicht Teil eines Sondierungsteams sein.

10.45 Uhr: BSW-Chefin Wolf über Optionsgespräche mit der CDU
In dieser Woche, sagt BSW-Chefin Katja Wolf, die jetzt auf dem Podium sitzt, solle es erste Optionsgespräche mit der CDU geben. Ob Freitag oder Donnerstag, sagt sie nicht. Optionsgespräche, sagt Wolf, seien ein sehr schöner Begriff, um zu beschreiben, was da besprochen werden soll.
10.39 Uhr: Voigt würde mit Wagenknecht reden
Mario Voigt würde auch mit Sahra Wagenknecht über Thüringer Themen reden. „Wenn sie über den Kommunalen Finanzausgleich oder Abwasserbeiträge sprechen möchte, dann wird es da vielleicht auch mal eine Teerunde geben“, sagt Wolf. Der erste Schritt sei aber, zunächst mit BSW-Chefin Katja Wolf zu reden.
10.32 Uhr: Voigt zur Ministerpräsidentenwahl
Es gebe, sagt der CDU-Chef, einen substanziellen Unterschied zur Minderheitsregierung, die damals ohne Mehrheit in eine Ministerpräsidentenwahl gegangen ist. . „Es ist ein Patt“, sagt Voigt. CDU, SPD und BSW haben 44 von 88 Stimmen im Landtag.
10.25 Uhr: CDU-Chef Voigt zur Wahl des Landtagspräsidenten
In der CDU hat die Neu-Abgeordnete Martina Schweinsburg gesagt, dass sie einen Landtagspräsidenten der AfD wählen würde. Ihr Fraktionschef Mario Voigt sieht das anders: „Für mich ist doch klar: Das können nicht Leute machen, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden.“ Ein Stimmungsbild in der Fraktion gibt es noch nicht. „Die Lektion aus dem Wahlergebnis sollte auch sein, dass wir im Parlament offen reden. Klar muss sein, dass wir der AfD nicht die Opferrolle gewähren“, sagt Voigt.
10.15 Uhr: Landespressekonferenz nach der Wahl: AfD sagt ab
Thüringens AfD-Landespartei- und Fraktionschef Björn Höcke hat seine Teilnahme an der Landespressekonferenz nach der Landtagswahl abgesagt. Begründet wurde die Absage nicht, wie aus einer Mail der Thüringer AfD-Fraktion an den Verein der Landespressekonferenz hervorgeht. (dpa)
7.55 Uhr: Nach Wahl-Desaster für FDP: Rücktritt von Kemmerich gefordert
In der Thüringer FDP regt sich nach der Klatsche zur Landtagswahl Widerstand an der Basis. Die Landes-FDP ist am Sonntag mit 1,1 Prozent aus dem Landtag geflogen. Offen fordert eine „Gruppe Freier Demokraten aus Erfurt-Süd“ inzwischen den Rücktritt von FDP-Landeschef Thomas Kemmerich.
7.38 Uhr: CDU und SPD sprechen über die Zukunft Thüringens
Die Gespräche darüber, wie Thüringen nach der Landtagswahl einer Regierung kommen könnte, haben im ganz kleinen Kreis begonnen. Die Parteichefs von Union, Mario Voigt, und SPD, Georg Maier, sprachen am Dienstag unter vier Augen zunächst darüber, wie eine mögliche Zusammenarbeit mit dem BSW gestaltet werden könnte. Das BSW, das künftig als dritter Partner im Boot sein könnte, saß dabei noch nicht am Tisch.
6.43 Uhr: Nach der Landtagswahl macht diese Partei jetzt Druck
30 Tage nach der Wahl muss das neue Parlament zusammenkommen. Geht es nach einer Partei, soll es so lange gar nicht dauern.
3. September
20.30 Uhr: BSW lehnt AfD-Offerte ab
Das BSW in Thüringen wird keine Gespräche mit der AfD führen, in denen sondiert wird, ob eine Koalition zustande kommen kann. Eine solche Offerte hatte die AfD am Montagabend im Landesvorstand beschlossen. Der BSW-Landesvorstand entschied sich am Abend, das Angebot auszuschlagen. „Wir werden keine Options- oder Sondierungsgespräche mit der AfD führen“, heißt es in der Mitteilung eines Parteisprechers. Zudem wird eine „parlamentarische Zusammenarbeit“ ausgeschlossen. Es würden „keine inhaltlichen Anträge“ besprochen. Zudem werde es keine Koalition oder Tolerierung unter Beteiligung der AfD geben. Beide Parteien hätten im Landtag eine Mehrheit von 47 der insgesamt 88 Sitze.
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17 Uhr: Das erwartet Thüringen in den Wochen nach der Wahl
Nach der Landtagswahl fragen sich viele Thüringer vor allem eins: Wie geht es nach der Wahl weiter? Wann muss sich der neue Landtag konstituieren? Und wann wird der neue Ministerpräsident gewählt? Die Fragen und Antworten im Überblick.
14.20 Uhr: SPD-Fraktionschef Hey schlägt Lutz Liebscher als seinen Nachfolger vor
SPD-Fraktionschef Matthias Hey kehrt trotz schwerer Krebserkrankung in die Landtagsfraktion zurück. „Ich werde mein Mandat annehmen“, sagte er dieser Redaktion. Hey wird allerdings seine Führungsposition abgeben. „Ich schlage Lutz Liebscher als meinen Nachfolger vor. Er hat das Amt in den vergangenen Monaten zur vollen Zufriedenheit ausgeführt“, sagte Hey unserer Redaktion. Liebscher (39) gehört dem Landtag seit 2019 an und hatte als Fraktionsvize in den vergangenen Monaten Heys Aufgaben übernommen.

13.05 Uhr: Voigt offen für Gespräche mit Ramelow über Haushalt
Thüringens CDU-Chef Mario Voigt hat Bereitschaft zu Gesprächen mit Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) über den Haushalt 2025 signalisiert. „Ich stehe immer für Zuhören, Analysieren, Probleme lösen, und das werden wir jetzt machen“, sagte Voigt am Rande einer ersten Zusammenkunft der alten und der neuen CDU-Fraktion im Landtag. Auf die Frage, ob er angesichts der schwierigen politischen Lage nach der Landtagswahl auch mit dem jetzigen Ministerpräsidenten Ramelow sprechen wolle, sagte Voigt: „Ich habe jetzt vernommen, dass der Haushalt für 2025 jetzt beauftragt worden ist. Und das ist sicherlich auch für uns für Interesse, wenn es um die Zukunft unseres Landes geht“, sagte Voigt. (dpa)
13.04 Uhr: Ramelow: Gerüchte über meine Rolle bei Mehrheitssuche Unsinn
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat Spekulationen zurückgewiesen, er könnte mit seiner Stimme im Landtag einer Koalition aus CDU, BSW und SPD in Thüringen zur Mehrheit verhelfen. „Es ist alles Quatsch, was da in der Öffentlichkeit kursiert“, sagte Ramelow der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Er werde als Ministerpräsident der Linken und ihr Spitzenkandidat weder seine Partei oder Fraktion verlassen noch als Person durch Stimmenthaltung oder andere Aktionen für Mehrheiten sorgen. „Es ist eine Unverschämtheit, Gerüchte zu streuen ohne Substanz. Ich verbitte mir jede Spekulation.“ (dpa)
12.58 Uhr: FDP-Fraktionschef Rülke plädiert für Verbleib in der Ampel
Nach dem schlechten Abschneiden seiner Partei bei den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen rät der Fraktionschef der FDP im baden-württembergischen Landtag, Hans-Ulrich Rülke, zu Besonnenheit und spricht sich für einen Verbleib seiner Partei in der Ampel-Koalition in Berlin aus. Verantwortung zu übernehmen heiße, die Interessen des Landes über die der Partei zu stellen, sagte Rülke in Stuttgart. „Das bedeutet, dass wir weiter versuchen sollten, die Probleme des Landes zu lösen.“ (dpa)
12.15 Uhr: Thüringer AfD mit größtem Geldregen nach der Landtagswahl
Viele Stimmen bei der Thüringer Landtagswahl bedeuten für Parteien nicht nur politischen Gestaltungsspielraum, sondern auch finanzielle Zuwendungen. Nach dem vorläufigen Endergebnis würden in Thüringen acht Parteien vom staatlichen Geldregen profitieren. So viel Geld bekommen die einzelnen Parteien.
11.33 Uhr: SPD-Politiker Hey will Mandat trotz Krankheit annehmen
Trotz seiner Krebserkrankung wird der Thüringer SPD-Politiker Matthias Hey auch dem nächsten Thüringer Landtag angehören. „Ja, ich werde das Mandat annehmen“, sagte Hey. Allerdings wolle er mit Blick auf seine Gesundheit nicht erneut SPD-Fraktionsvorsitzender werden. „Ich selber werde wohl kein solches Amt anstreben“, sagte er. (dpa)
10.49 Uhr: FDP-Fraktionsvize Jensen stellt Ampel infrage
In der FDP mehren sich nach den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen die Stimmen, die den Fortbestand der Ampel-Koalition infrage stellen. „Wir müssen in den nächsten Tagen eine klare Antwort auf die Frage finden, ob unserem Land mit der Ampel-Koalition wirklich noch geholfen ist – oder ob sie am Ende dem Land und unserer Demokratie sogar eher schadet“, sagte die Vize-Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Gyde Jensen. „Wenn wir die Dinge jetzt weiter schönreden, wäre das nur eine Flucht vor der Realität.“ (dpa)
10.37 Uhr: Abgewählte Ministerin plant Dienstreise nach Brüssel
Die Landtagswahl haben die Thüringer Grünen verloren. Damit sind auch die Tage im Amt für Doreen Denstädt als Migrations- und Justizministerin gezählt. Trotzdem reist die scheidende Grünen-Politikerin diese Woche noch mindestens für zwei Tage ins belgische Brüssel. Die Dienstreise sei bereits „länger angedacht“, konnte aber unter anderem wegen der Europawahl erst jetzt stattfinden. Trotzdem provoziert dieses mehrtägige Arbeitstreffen in Brüssel direkt nach der verlorenen Landtagswahl die Frage, ob der Ausflug auf Kosten der Steuerzahler wirklich noch notwendig ist.
10 Uhr: Ramelow bietet an, „Regierung zur Mehrheit zu verhelfen“
Thüringens Linke-Ministerpräsident Bodo Ramelow streckt mit Blick auf die schwierige Regierungsbildung nach der Landtagswahl die Hand weiter in Richtung CDU aus. „Ich habe schon im Wahlkampf gesagt, dass ich Thüringen keine Minderheitsregierung empfehlen kann und es eine demokratische Mehrheit im Parlament braucht“, sagte Ramelow dem „Spiegel“. Angesprochen darauf, dass einem denkbaren Bündnis der Konkurrenzparteien CDU, Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) und SPD eine Stimme zur Mehrheit fehlt, sagte er weiter: „Eine Stimme sitzt vor Ihnen.“

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
Hinter den Kulissen der Politik - meinungsstark, exklusiv, relevant.
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Nach der Landtagswahl ist die Lage in Thüringen extrem kompliziert. Grund ist die Stärke der im Freistaat als gesichert rechtsextremistisch eingestuften AfD, die stärkste Kraft wurde, mit der aber keine andere Partei koalieren will. CDU-Spitzenkandidat Mario Voigt will neuer Ministerpräsident werden, denkbar wäre ein Bündnis mit BSW und SPD - dieses hätte aber zusammen nur 44 von 88 Landtagsmandaten, mindestens eines zu wenig.
Ramelows Linke, die bei der Wahl dramatisch abgestürzt war, verfügt über zwölf Sitze im neuen Landtag. Die CDU hat aber „Koalitionen und ähnliche Formen der Zusammenarbeit“ mit der Linken ebenso wie mit der AfD per Bundesparteitagsbeschluss ausgeschlossen.
Auf die Nachfrage, ob er zum BSW wechseln wolle, widersprach Ramelow. „Das wäre eine Schnapsidee. Nein. Ich bleibe in der Linksfraktion und bei meinem Angebot, einer Regierung zur Mehrheit zu verhelfen.“ Es gehe um stabile Verhältnisse in Thüringen. „Ich werde alles dafür tun, dass Thüringen mehrheitsfähig und demokratisch regierbar wird.“ (dpa)
9.45 Uhr: Warum die AfD im Eichsfeld nicht gegen die CDU ankommt
Im Nordwesten Thüringens liegt der Landstrich des Widerstands gegen ein „blaues Meer“ von AfD-Hochburgen, das sich nach der Landtagswahl deutlich zeigt. Hier im Eichsfeld, an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, gewann die CDU bei der Landtagswahl mit 37,4 Prozent der Stimmen und lag damit deutlich vor den AfD-Herausforderern, die im Eichsfeld auf 29,1 Prozent der Stimmen kamen. Werte, die die CDU bei der Landtagswahl so nur hier, im katholisch geprägten Eichsfeld erreichte. Björn Höcke sah hier keine Chance für die AfD und sich. Warum ist das so?
9.25 Uhr: Voigt und Bühl sollen neue CDU-Fraktion führen
Der bisherige Fraktionschef und der bisherige Parlamentarische Geschäftsführer sollen weitermachen. Der CDU-Landesvorstand hat einstimmig empfohlen, dass die noch zu konstituierende neue CDU-Fraktion Mario Voigt zum Vorsitzenden und Andreas Bühl wieder zum Parlamentarischen Geschäftsführer wählt. Das bestätigte Generalsekretär Christian Herrott auf Anfrage. Die konstituierende Fraktionssitzung der Union findet kommende Woche statt. Heute treffen sich die alten und neuen Abgeordneten aber bereits zu einer gemeinsamen Sitzung im Landtag.
8.10 Uhr: Warum die AfD im Saale-Orla-Kreis so erfolgreich ist
40,5 Prozent AfD-Wähler verzeichnet der Saale-Orla-Kreis. Es sind viele, noch mehr als der Landesdurchschnitt aufweist. Der Landkreis ist tiefblau. Erst im Januar dieses Jahres waren alle Augen auf diesen Kreis gerichtet. Hat doch bei der Landratswahl AfD-Kandidat Uwe Thrum im ersten Wahlgang die meisten Stimmen geholt. Woran liegt das?
2. September
20.58 Uhr: Herrgott und Voigt sollen mit SPD und BSW sprechen
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Der CDU-Landesvorstand hat am Abend den Landesvorsitzenden Mario Voigt und Generalsekretär Christian Herrgott beauftragt, mit BSW und SPD auszuloten, ob man in Sondierungsgespräche einsteigt. Das sagte Herrgott am Abend in Erfurt nach einer Sitzung des Vorstandes. Herrgott betonte, dass die Union auch weiterhin nicht mit der AfD sprechen wolle. Ihre Wähler hätten vorher gewusst, was sie hinterher bekommen und eine Zusammenarbeit mit der AfD habe die Union immer ausgeschlossen.

20 Uhr: AfD lädt CDU und BSW zu Gesprächen ein
Thüringens AfD will nach ihrem Erfolg bei der Landtagswahl in Gespräche für eine mögliche Regierungsbildung eintreten. Der Landesvorstand habe einstimmig beschlossen, die Parteispitze der CDU sowie des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) zu Gesprächen einzuladen, teilte Parteivize Torben Braga in Erfurt mit. Es gehe darum, „zu sondieren, ob eine gemeinsame Basis für eine Zusammenarbeit vorhanden ist“.
Sowohl CDU als auch BSW haben eine Zusammenarbeit mit der Partei von AfD-Rechtsaußen Björn Höcke ausgeschlossen, einige in der CDU wollen aber zumindest ein Gespräch.
Der Thüringer Co-Vorsitzende Stefan Möller sowie die AfD-Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla machten in Berlin nochmals deutlich, dass die AfD eine Regierungsbeteiligung beanspruche. Möller vertrat Höcke, der sich zeitweise in den AfD-Fraktionsraum im Landtag aufhielt, in Berlin.

19.10 Uhr: CDU-Landesvorstand berät über den Weg für Thüringen
Mit einigen Minuten Verspätung beginnt die CDU-Landesvorstandssitzung in Erfurt. Parteichef Mario Voigt hat etwa 90 Minuten für das Zusammentreffen angesetzt. Dabei sind auch viele neue Abgeordnete, darunter der Vorsitzende der Jungen Union Thüringen Lennart Geibert. Er kam zusammen mit seinem Vater Jörg Geibert, Beisitzer im Landesvorstand und letzter CDU-Innenminister in Thüringen, zur Sitzung. Dort soll es darum gehen, wie die Union sich mit Blick auf die Regierungsbildung aufstellen will.
18.50 Uhr: Warum die AfD bei jungen Wählern punkten kann
Die AfD kan bei den Wahlen in Thüringen vor allem bei jungen Leuten punkten. Mehr als ein Drittel der unter 30-Jährigen hat ihr Kreuz bei der Partei gemacht gemacht. Junge Wähler werden häufig durch ihr Elternhaus geprägt. Doch es hat noch andere Gründe, wie zwei Wissenschaftler erklären.
17.42 Uhr: Ramelow bleibt Teil der neuen Linke-Landtagsfraktion
Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) kündigt an, dass die Landesregierung einen Haushaltsentwurf vorlegen werde. Er werde Teil der neuen Linke-Landtagsfraktion sein und hatte zu keiner Zeit vor, seine Partei zu verlassen.

17 Uhr: Bitterer Wahlsieg der AfD – Björn Höcke abgetaucht
Von Björn Höcke ist am Tag nach der Landtagswahl wenig zu sehen. Der AfD-Spitzenkandidat hat in seinem Wahlkreis verloren und ist abgetaucht. Möglich, dass die Partei ohne ihn besser dastünde.
15.43 Uhr: Mittelstand besorgt um Stabilität in Sachsen und Thüringen
Nach den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen zeigen sich Wirtschaftsvertreter besorgt über die weitere politische und wirtschaftliche Stabilität beider Länder. Die gestrigen Wahlergebnisse könnten das Image der Region im In- und Ausland schädigen, warnte der Vorstand des Deutschen Mittelstands-Bundes (DMB) Marc Tenbieg. Auch dringend benötigte Fachkräfte könnten abgeschreckt werden. (dpa)
15.41 Uhr: Erfurter Denny Möller verliert Sitz im Landtag
2633 Stimmen. Sie reichen bei Weitem nicht aus, um ein Direktmandat zu erlangen. Über die Liste klappt es auch nicht, mit Listenplatz 11 und nur sechs SPD-Mandaten. Der Erfurter Denny Möller wird fortan nicht mehr im Landtag sitzen.
15.15 Uhr: CDU-Generalsekretär: Keine Zusammenarbeit mit der Linken
Trotz der absehbar schwierigen Koalitionsgespräche nach den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen hält der Generalsekretär der CDU in Sachsen-Anhalt, Mario Karschunke, daran fest, nicht mit der Linken zusammenzuarbeiten. „Unsere Grundsatzbeschlüsse zum Ausschluss strategischer und institutioneller Zusammenarbeit gelten, hieran wird sich aus unserer Sicht nichts ändern“, teilte Karschunke auf Anfrage mit. Diese Unvereinbarkeitsbeschlüsse bezögen sich namentlich auf die AfD und die Linke. „Unsere Beschlusslage im CDU-Landesverband ist identisch, seit dem Landesparteitag im Dezember 2019.“ (dpa)
15.11 Uhr: Mike Mohring muss Abschied aus dem Landtag nehmen
Der Apoldaer Mike Mohring gehörte dem Thüringer Landtag 25 Jahre lang an. Gestern, im sechsten Anlauf, hat er als Kandidat der CDU den Wiedereinzug verpasst. Er unterlag AfD-Kandidatin Brunhilde Nauer deutlich, die auf 38,2 Prozent der Stimmen kam und Mohring (31,1 Prozent) um mehr als 2000 Wählerstimmen hinter sich ließ.
14.51 Uhr: „Putins fünfte Kolonne“ – Internationale Medien zur Wahl
In Thüringen ist die AfD stärkste Kraft geworden. Damit gewinnt erstmals seit dem zweiten Weltkrieg eine rechtsextreme Partei in Deutschland eine Wahl. Das erst wenige Monate alte und Russland nahestehende BSW kommt aus dem Stand auf einen zweistelligen Wert. Das findet über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus Beachtung. Internationale Medien sehen mitunter eine verheerende Entwicklung.
14.49 Uhr: AfD-Chef Chrupalla: Apfel ist noch nicht ganz reif
AfD-Chef Tino Chrupalla hat nach den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen die langfristigen Ambitionen seiner Partei auch für die Bundesebene unterstrichen. „Insgesamt muss es natürlich darum gehen, dass wir irgendwann auch auf Bundesebene stärkste Kraft werden. Das ist unser Ziel. Diese blaue Welle muss vom Osten in den Westen kommen, in die alten Bundesländer“, sagte Chrupalla bei einer Pressekonferenz in Berlin. (dpa)
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14.29 Uhr: Alterspräsident des neuen Landtags kommt von der AfD
Der Alterspräsident des neuen Thüringer Landtags wird voraussichtlich von der AfD gestellt. Mit 73 Jahren sei Jürgen Treutler nach jetzigem Stand der älteste Abgeordnete im künftigen Landesparlament, teilte die Pressestelle des Landtags mit. Damit falle ihm die Rolle des Alterspräsidenten samt Leitung der konstituierenden Sitzung zu. Treutler hatte bei der Landtagswahl für die AfD in Sonneberg das Direktmandat gewonnen. (dpa)
14.25 Uhr: Freude und Enttäuschung bei Erfurter CDU-Kandidaten
CDU-Stadtrat Niklas Waßmann (39) holte mit 11.478 Stimmen das Direktmandat. „Das war zwar immer mein Ziel, aber ich habe nicht damit gerechnet. Das wirkt grade alles noch surreal“, sagt er heute auf Anfrage. „Ich freue mich, was mich persönlich betrifft, der Wermutstropfen ist die blaue Welle, die über Thüringen geschwappt ist. Das Land liegt vor schwierigen Zeiten. Ich sorgte mich stets, dass die AfD den Durchmarsch macht, deswegen war ich angetreten. Und ich danke den mehr als 11.000 Wählern.“
14.09 Uhr: Linke drängt CDU zur Öffnung für eine Zusammenarbeit
Die Linke in Thüringen drängt die CDU, sich für die Zusammenarbeit beider Parteien zu öffnen. Es sei Zeit, die CDU-Grundsatzbeschlüsse zu überdenken, sagte die thüringische Landesvorsitzende Ulrike Grosse-Röthig heute in Berlin. Der Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU bedürfe ganz offensichtlich der Überarbeitung. Sie zeigte sich ihrerseits bereit, bei der Regierungsbildung in Thüringen Verantwortung zu übernehmen. (dpa)
14 Uhr: Irritationen in Camburg und Stadtroda
In Camburg und Stadtroda kam es im Zusammenhang mit den Thüringer Landtagswahlen zu kleineren Irritationen. So sorgte der Umzug einer Frau für eine hektische Suche im Wählerverzeichnis, am Ende klärte sich die Sache allerdings. Die Frau konnte ihre Stimmen in dem Wahllokal abgeben. In Stadtroda waren die Wahlhelfer irritiert, weil eine Frau mit anderem Nachnamen im Wahllokal auftauchte. Wie sich herausstellte, war die Frau bei der Erstellung des Wählerverzeichnisses noch mit ihrem Geburtsnamen gelistet worden. Zwischenzeitlich hatte sie jedoch geheiratet und trägt nun einen anderen Nachnamen. Auch hier klärte sich alles, die Frau konnte ebenfalls wählen gehen.
13.43 Uhr: SPD-Landeschef: Zu wenig Empathie für Weltsicht im Osten
Thüringens SPD-Landesvorsitzender Georg Maier sieht fehlendes Einfühlungsvermögen für Ostdeutsche im Wahlkampf als einen Grund für das Ergebnis der Landtagswahl. „Was mir gefehlt hat, ist die Empathie für Weltsicht im Osten, denn die ist eine andere“, sagte der Landtagsspitzenkandidat der Partei am Tag nach der Wahl in Berlin. So hätte etwa die deutsche Unterstützung für die von Russland überfallene Ukraine im Osten besser erklärt werden müssen. Auch soziale Aspekte wie niedrigere Renten, geringere Vermögen in Ostdeutschland und die nach wie vor vorhandene Ost-West-Lohnschere seien „ein Thema, das uns beschäftigen muss“, sagte Maier. „Überall dort, wo es gerecht zugeht, ist die Demokratie stabil.“ (dpa)
13.39 Uhr: Landtagswahl im Saale-Holzland: Wo die AfD über 70 Prozent holte
Die AfD erreichte im Saale-Holzland teilweise weit mehr Stimmen als im Landesvergleich. Neue AfD-Hochburg zur Landtagswahl ist Karlsdorf, wo der Großteil der Wähler für die Partei von Björn Höcke stimmte: 72,1 Prozent.
13.38 Uhr: Forscher: AfD für viele Jungwähler keine extreme Partei
Das gute Abschneiden der AfD bei jungen Wählern ist aus Sicht eines Experten auch Ausdruck einer Normalisierung der Partei. „Die AfD wird nicht als unmittelbar rechtsextrem wahrgenommen“, sagte der Generationenforscher Rüdiger Maas. Viele junge Menschen schätzten sich selbst als politisch mittig ein, wählten dann aber AfD, so Maas, der kürzlich eine Studie zu dem Thema veröffentlicht hat. Die Partei wird sowohl in Sachsen als auch in Thüringen vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. (dpa)
13.34 Uhr: Sorge über gutes Ergebnis der AfD in Weimar
Mit 11.059 Stimmen und 33,1 Prozent gewinnt Ulrike Grosse-Röthig (Linke) das Direktmandat im Weimarer Wahlkreis 32: „Ich freue mich über die vielen Stimmen und das Direktmandat aus Weimar und hoffe, der Aufgabe in den nächsten Jahren gerecht zu werden.“ Gratulationen gibt es gestern u.a. auch von Ann-Sophie Bohm (B90/Grüne), die den Wahlabend auf der zentralen Wahlparty der Bündnisgrünen in Erfurt verbringt. Für ihre Partei ist das Ergebnis ein bitteres. Im Rennen um das Direktmandat erreichte Ann-Sophie Bohm in Weimar nur 10,3 Prozent der Stimmen. Mit Sorge blickt die Landessprecherin der Grünen auf den Wahlerfolg der AfD in Thüringen, aber auch in Weimar. Dort landete die AfD mit 19,1 Prozent der Landesstimmen im Wahlkreis 32 nur sehr knapp hinter der CDU (20,7 Prozent) und der Linken (19,4 Prozent) auf Platz 3.
13.25 Uhr: CDU-Chef Mario Voigt will Regierung gegen die AfD anführen
CDU-Chef Mario Voigt hat seinen Anspruch untermauert, in Thüringen zu regieren. „Wir streben eine CDU-geführte Regierung an“, sagte Voigt in Berlin nach einer Sitzung des Bundesvorstandes der CDU. Mit der AfD will die Union weiterhin nicht kooperieren. „Eine Zusammenarbeit mit der AfD lehnen wir ab“, so Voigt. Die CDU kann mit SPD und BSW nicht regieren, wenn es nicht mindestens zu einer Tolerierung durch die Linkspartei kommt. Voigt will aber zunächst mit SPD und BSW darüber sprechen zu wollen, welche Schnittmengen es gibt.
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12.36 Uhr: Esken: Olaf Scholz „wird unser starker Kanzlerkandidat“
Die SPD-Spitze stellt sich auch nach dem schlechten Abschneiden bei den Wahlen in Thüringen und Sachsen ausdrücklich hinter Kanzler Olaf Scholz. „Olaf Scholz ist unser starker Bundeskanzler und er wird unser starker Kanzlerkandidat sein“, sagte Parteichefin Saskia Esken im Willy-Brandt-Haus in Berlin. Wie bei der vergangenen Bundestagswahl werde es der SPD auch dieses Mal gelingen, in den letzten Monaten den Wind zu drehen. (dpa)
12.35 Uhr: Mehr Menschen an den Wahlurnen im Kreis Gotha
Im Vergleich zur vorhergehenden Landtagswahl im Jahre 2019 ist die Wahlbeteiligung im Kreis Gotha stark gestiegen. Die 166 Bezirke im Landkreis kommen nach Auszählung aller Stimmen auf 72,1 Prozent. Das sind 8,7 Prozentpunkte mehr als zur Wahl 2019 (63,4 Prozent).
12.16 Uhr: Söder: Ostwahlen waren ein Erdbeben
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat den Ausgang der Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen als politisches Erdbeben bezeichnet. „Noch nie war eine Partei, die gesichert rechtsextrem ist, stärkste Kraft“, sagte Söder beim politischen Frühschoppen auf dem Gillamoos-Volksfest im niederbayerischen Abensberg. (dpa)
12.13 Uhr: Mühlhausens Feuerwehr rückt zu Wahllokalen aus
In vier Fällen musste die Mühlhäuser Feuerwehr helfen und Wahlplakate, die innerhalb der 100-Meter-Bann-Meile aufgestellt waren, entfernen. Laut Sören Zengerling, der die Dienstschicht gestern geleitet hat, habe es sich um Wahlplakate an der Wanfrieder Landstraße (Höhe Ökumenisches Hainich-Klinikum) gehandelt, am Schwanenteich, am Papiermühlenweg und an der Kreuzung Langensalzaer Straße/Brunnenstraße. „Das waren schon richtig große Wahlaufsteller, die sich nur mit Technik entfernen ließen.“

12.06 Uhr: Aiwanger: Freie Wähler statt Rot-Grün in die Bundesregierung
Am Tag nach den Erfolgen der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen hat Freie Wähler-Vorsitzender Hubert Aiwanger einmal mehr Regierungsanspruch auf Bundesebene erhoben. „Die Freien Wähler sind das Rezept gegen Extremismus von links und rechts. Deswegen müssen wir nächstes Jahr in die Bundesregierung und die Roten und Grünen müssen raus.“ Die Partei müsse sich Partner wie die CDU/CSU suchen – „und die FDP, wenn es sein muss“. (dpa)
12.04 Uhr: So spannend verlief der Wahlabend im Eichsfeld
Der Wahlabend der Landtagswahlen in Thüringen verlief im Eichsfeld spannend. Die CDU hat ihre Hochburg verteidigt, aber die AfD kann den Abstand durch Zugewinne zu den Christdemokraten verringern.

11.55 Uhr: Wolf will keine Linke-Abgeordneten abwerben
BSW-Landesvorsitzende Katja Wolf schließt aus, dass sie aktiv auf Linke-Abgeordnete zugeht, um sie zum BSW zu lotsen und damit eine Mehrheit für CDU, BSW und SPD zu ermöglichen. „Wir werden Gespräche führen mit allen demokratischen Parteien und werden auslosten, was geht. Teil dieser Gespräche können nicht Abwerbeversuche sein. Das wäre vertrauenszerstörend“, sagte Wolf im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin, an der auch Parteigründerin Sahra Wagenknecht teilnahm.
CDU, BSW und SPD kämen zusammen auf 44 von 88 Sitzen in Thüringen. Damit fehlt eine Stimme zur Mehrheit.
11.49 Uhr: Brandenburgs CDU-Chef: Keine Koalition mit Linken und AfD
Die Brandenburger CDU bleibt auch nach den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen beim beschlossenen Tabu für Koalitionen mit der Linken und der AfD. „Der Unvereinbarkeitsbeschluss zu AfD und Linke gilt“, sagte CDU-Landeschef Jan Redmann. „Es gibt gerade aus Brandenburger Sicht keinen Anlass, diesen infrage zu stellen.“ (dpa)
11.40 Uhr: Zwei Wahlkreise gehen in Erfurt an die AfD, je einer an CDU und Linke
Thüringens Landeshauptstadt ist gänzlich ausgezählt, alle 211 Wahlbezirke liegen nun vor. Das vorläufige Endergebnis der Landtagswahl für Erfurt sieht wie folgt aus:
- AfD: 23 Prozent
- CDU: 22,2 Prozent
- Linke: 17,2 Prozent
- BSW: 15 Prozent
- SPD: 9,5 Prozent
- Grüne: 7,3 Prozent
Während CDU-Stadtrat Niklas Waßmann (39) mit 11.478 Stimmen das Direktmandat holte, ist der Linken-Politikerin Karola Stange die Enttäuschung über das Wahlergebnis deutlich anzumerken.
11.26 Uhr: Wo ist eigentlich Björn Höcke?
Der Thüringer AfD-Spitzenkandidat Björn Höcke ist nicht in Berlin, um mit Weidel und Chrupalla das Wahlergebnis zu bewerten. Auf die Frage eines Journalisten, wo Höcke sei, antwortet Möller: „ Björn Höcke ist heute in Thüringen und das hat er sich auch verdient.“ Er habe, so Möller, „eine gigantische Arbeit geleistet im Wahlkampf“ und sei bis an die Belastungsgrenze gegangen. Zu Gerüchten, dass Höcke sich von Thüringen abwenden und nach Berlin schielen könnte, sagt Möller: Höcke sehe seinen Fokus in Thüringen. Das habe er sehr deutlich gemacht. In Thüringen habe man die Möglichkeit, Einfluss auf den Bund zu nehmen. (red)
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11.19 Uhr: Arbeitgeberpräsident fordert Ampel nach Wahlen zum Handeln auf
Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger hat die Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP nach dem Debakel bei den Wahlen in Sachsen und Thüringen zum Handeln aufgefordert. „Die Ergebnisse sind ein deutliches Warnzeichen an die Ampel-Politik im Bund“, erklärte Dulger in Berlin. „Besonders der Zulauf zu den politischen Rändern zeigt die starke Verunsicherung der Menschen und das fehlende Zutrauen, dass sich unser Land in die richtige Richtung entwickelt.“ Auch Handwerkspräsident Jörg Dittrich nannte die Landtagswahlergebnisse in Sachsen und Thüringen ein «deutliches Warnzeichen» an die Bundespolitik. „Besonders der Zulauf zu den politischen Rändern zeigt die Verunsicherung und den großen Vertrauensverlust in deren bisherige Entscheidungen und das fehlende Zutrauen, dass sich unser Land in die richtige Richtung entwickelt. Diese Wahlergebnisse müssen auch in der Bundespolitik zu Konsequenzen führen.“ Die Ampel-Parteien müssten auf Bundesebene schnellstmöglich Antworten finden. (dpa)
11.15 Uhr: AfD will in Thüringen mit der CDU regieren
Stefan Möller, Co-Sprecher der Thüringer AfD, will mit der CDU in Thüringen regieren. „Die Brandmauer ist vom Wähler abgewählt worden“, sagt Möller vor Journalisten bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit den Bundesvorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla. „Man kann recht klar ablesen, welche Wunschkoalition sich der Wähler vorgestellt hat“, sagt Möller und stellt damit den Wahlsieg seiner Partei vor der CDU ab. Beide Parteien hätten zusammen eine Mehrheit, die Union hat aber einen Unvereinbarkeitsbeschluss zu Koalitionen mit der AfD. Die CDU könne, so Möller, eher in einer Koalition mit der AfD durchsetzen als in einem von den Linken tolerierten Dreierbündnis mit BSW und SPD. (red)

11.13 Uhr: Der Weg für Thüringen nach der Wahl: Holt sich Voigt die Freigabe für Linksbündnis?
Wie geht es in Thüringen weiter? Nach der gestrigen Landtagswahl hat die Suche nach einer Lösung begonnen. Der SPD-Landesvorsitzende Georg Maier sagte unserer Redaktion vor den Gremiensitzungen: „Der Ball liegt bei der CDU. Die muss sich einen Kopf darum machen, was für sie das kleinere Übel ist.“ Seine Partei sei bereit, wenn sie für eine Regierung gebraucht werde. Sollte es zu einem Bündnis aus CDU, BSW und Linke kommen, das eine Mehrheit hätte, dann bliebe der SPD erstmals seit 2009 nur die Oppositionsbank. Der Drang in der SPD, in die Opposition zu gehen, sei nicht sonderlich groß, so Maier. Aber das habe die SPD nicht in der Hand.
11.02 Uhr: Voigt: Weltpolitik wird nicht in Thüringen entschieden
Thüringens CDU-Chef Mario Voigt stellt die Bürger auf langwierige Verhandlungen über eine Regierungsbildung ein. „So etwas entscheidet man nicht über Nacht“, sagte er beim Eintreffen zu Beratungen der CDU-Spitzengremien in Berlin. „Klar ist aber auch: Die CDU hat zugelegt, hat jetzt auch den Auftrag, die Gespräche zu führen und das werden wir jetzt auch machen.“ Mit Blick auf Forderungen der BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht nach klaren Signalen auch aus dem Land in der Außenpolitik etwa zur Ukraine-Unterstützung oder gegen die Stationierung von US-Raketen in Westdeutschland betonte Voigt: „Weltpolitik wird nicht in Thüringen entschieden.“ (dpa)
11 Uhr: So sieht der neue Thüringer Landtag aus
Thüringen hat gewählt, der Landtag bekommt neue Gesichter. Wir zeigen alle 88 Abgeordneten des frisch gewählten Landtages.
Das sind die Gesichter des neuen Thüringer Landtags
10.49 Uhr: Grüne wollen nach Wahlen auf soziale Sicherheit setzen
Als Konsequenz aus den enttäuschenden Landtagswahl-Ergebnissen in Sachsen und Thüringen will Grünen-Chefin Ricarda Lang auf das Thema soziale Sicherheit und eine bessere Kommunikation setzen. Man müsse Stabilität geben bei sozialen Fragen, sagte sie in Berlin. „Wie bezahle ich eigentlich meinen Einkauf? Wie kann ich meine Wohnung noch bezahlen? Wie gut und sicher leben meine Kinder?“ (dpa)
10.43 Uhr: Beide Wahlkreise im Kreis Sömmerda gehen an AfD
Daniel Haseloff (AfD) sichert sich das Direktmandat für den Wahlkreis Gotha/Sömmerda, während auch Torsten Czuppon (AfD) im Wahlkreis Sömmerda II bei der Landtagswahl 2024 erfolgreich ein Direktmandat erringt. Claudia Heber (CDU) und Katharina Schenk (SPD) ziehen über die Landesliste in den Thüringer Landtag ein.
10.28 Uhr: Kretschmer für tiefgreifende Änderungen in der Bundespolitik
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer verlangt nach den schwierigen Wahlergebnissen von Sachsen und Thüringen tiefgreifende Änderungen in der Bundespolitik. „Die Menschen sind verärgert, enttäuscht von der Demokratie. Sie wenden sich ab und haben vor allem in Thüringen zu einem großen Teil Parteien gewählt, die einen Denkzettel erteilen sollen der Berliner Politik“, sagte Kretschmer beim Eintreffen zu Beratungen der CDU-Spitze in Berlin. „Und man fragt sich: Wann wird das hier gehört? Wann wird das verstanden“, ergänzte er mit Blick auf die Bundestagswahl 2025. „Auf diesem Weg nimmt unser Land großen Schaden“, warnte Kretschmer. Er verlangte vor allem Änderungen in der Migrations- und Energiepolitik. Auch eine andere Meinung zum Thema Waffenlieferungen an die Ukraine müsse möglich sein. (dpa)
10.26 Uhr: Regierungsbildung in Thüringen: Löst Ramelow sein Versprechen ein?
Thüringen hat gewählt und stellt die Parteispitzen vor große Herausforderungen. Mehrere Konstellationen sind möglich, aber nur wenige davon realistisch denkbar – jedenfalls dann, wenn an bestehenden Unvereinbarkeitsbeschlüssen festgehalten werden soll, wird es schwierig, eine Mehrheitsregierung auf die Beine zu stellen. Die Situation von 2019 wiederholt sich: Linke und AfD haben zusammen so viele Sitze, dass nicht gleichzeitig gegen beide Parteien eine Mehrheitsregierung gebildet werden kann. Bodo Ramelow (Linke) hat seinen kompletten Wahlkampf darauf aufgebaut, dass er für eine Mehrheitsregierung in Thüringen kämpft. Das Wahlergebnis bringt ihn in die Situation, dass er genau dafür sorgen könnte.
10.06 Uhr: CDU-Politiker Spahn: „Scholz ist das Gesicht des Scheiterns“
Der CDU-Politiker Jens Spahn sieht im Ergebnis der Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen eine klare Botschaft an die Ampel-Koalition in Berlin. Die Menschen wollten „der Ampel ein Signal senden, dass der Kanzler kein Vertrauen mehr hat“, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende von CDU und CSU im ZDF-“Morgenmagazin“. „Olaf Scholz ist das Gesicht des Scheiterns - auch in Thüringen und Sachsen“, bilanzierte Spahn. Wenn die Koalition aus SPD, Grünen und FDP im Bund ihre Politik nicht ändere, werde der „Verdruss“ noch größer. (dpa)
10.05 Uhr: Wahl in Thüringen: Politischer Absturz des Thomas Kemmerich
Die FDP ist nach 2004 zum zweiten Mal aus dem Thüringer Landtag ausgeschieden. Parteichef Thomas Kemmerich erlebte am Wahlabend einen harten politischen Aufschlag. Bis zum Parteitag im Oktober bleibt er Landeschef. Dann werde entschieden, wie es weitergehe.
9.45 Uhr: Diese Parteichefs wackeln nach der Wahl in Thüringen
Nach der Wahl ist vor der Regierungsbildung in Thüringen. Das Wahlergebnis kann aber auch Auswirkungen auf die Zusammensetzung der Parteispitzen haben. Was jetzt aus den Parteichefs wird.
9.38 Uhr: Zentralrat der Juden nach Wahlen: „Deutschland taumelt“
Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, warnt nach den Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen vor der AfD - und auch dem BSW. „Deutschland taumelt. Können wir uns von diesem Treffer erholen?“, schreibt Schuster in einem Gastkommentar bei „Bild“. „Ungeschminkte Wahrheiten – Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit – sind gefragt, keine populistischen Scheinantworten radikaler Parteien.“ (dpa)
9.34 Uhr: Wahlkrimi zur Landtagswahl im Unstrut-Hainich-Kreis: Urbach siegt haarscharf – Zitterpartie für Kandidaten bis in die Nacht
Sonntagabend, 22.12 Uhr: ein Jubelschrei im Kulturhaus in Bickenriede. „So sehen Sieger aus!“, schallt es anschließend durch den Saal. Die vierstündige Zitterpartie zur Landtagswahl in Thüringen hat ein Ende. 57 der 57 Wahlbezirke des Wahlkreises Unstrut-Hainich-Kreis I (Mühlhausen, Südeichsfeld, Unstruttal, Struth) sind ausgezählt, da steht fest: Jonas Urbach (CDU) zieht erneut in den Thüringer Landtag ein.

9.09 Uhr: Klimakrise wartet nicht auf parteipolitische Ränkespiele – BUND Thüringen fordert schnelle Regierungsbildung
Der BUND Thüringen fordert einen Tag nach der Landtagswahl die in den Landtag gewählten und auf den Füßen der Thüringer Verfassung stehenden Parteien auf, zügig mit der Regierungsbildung zu beginnen. Dabei müssen parteipolitische Ränkespiele vermieden werden und Thüringens Natur sowie seine Bewohner und Bewohnerinnen in den Fokus rücken, so der BUND am Montag in einer Pressemitteilung. Klimakrise und Artensterben sind demnach zu weit fortgeschritten und dulden keinen Aufschub mehr. Die zukünftige Regierung ist aufgefordert, die in den vergangenen Jahren eingeschlagenen „Pflöcke“ auszubauen und den beschrittenen Weg zur ökologischen Erneuerung Thüringens weiterzugehen. (red)
8.48 Uhr: Das sind die Hochburgen der Parteien
Die AfD hat in Thüringen die Landtagswahl mit deutlichem Vorsprung gewonnen. 32,8 Prozent (Stand 6.38 Uhr) der Menschen im Freistaat gaben der Partei um Björn Höcke ihre Stimme. In Karlsdorf (Saale-Holzland-Kreis) erreichte die Partei dabei ihren höchsten Wert. 72,1 Prozent der hier lebenden Menschen gaben der AfD ihre Stimme, in Jena, wo die Grünen am stärksten waren, nur 14,3 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 73,8 Prozent. Die CDU konnte in Sickerode (Eichsfeld) mit 65,6 Prozent ihren höchsten Wert einfahren, gelangte in Lengfeld (Landkreis Hildburghausen) jedoch nur auf 7,3 Prozent. Das BSW holte in Teichwitz (Landkreis Greiz) mit 25,8 Prozent die meisten Stimmen, kam in Gertewitz (Saale-Orla-Kreis) nur auf 3,9 Prozent. Die Linke war mit 24,4 Prozent in Dietzenrode/Vatterode (Eichsfeld) am stärksten, konnte allerdings am wenigsten in Dingsleben (Landkreis Hildburghausen, 0,7 Prozent) überzeugen. Die Grünen fuhren in Jena mit 15,2 Prozent den höchsten Wert ein, kamen in Katzhütte (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt) dagegen lediglich auf 0,2 Prozent. Zu guter Letzt die Zahlen für die SPD: der höchste Wert in Holzsußra (Kyffhäuserkreis) mit 14,9 Prozent, der niedrigste in Marisfeld (Landkreis Hildburghausen) mit 0,52 Prozent. Detaillierte Werte auf unserer Interaktiv-Karte.

8.30 Uhr: SPD-Chefin Esken hält trotz Wahlverlusten an Ampel fest
Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken hält nach den Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen an der Zusammenarbeit der Ampel-Koalition aus SPD, FDP und Grünen im Bund fest. „Wir haben noch viel vor“, sagte Esken am Tag nach der Wahl im Deutschlandfunk. Die Koalition habe sich im Bund wichtige Themen wie das Rentenpaket und die Stärkung der Wirtschaft vorgenommen. „Deswegen bin ich zuversichtlich, dass wir auch weiterhin zusammen gut arbeiten werden“, betonte Esken. (dpa)
8.23 Uhr: AfD siegt im Kreis Saalfeld-Rudolstadt auf der ganzen Linie
Es hatte etwas gedauert, aber spät am Abend standen die Ergebnisse für die drei Wahlkreise und damit den Landkreis Saalfeld-Rudolstadt doch noch fest. Die AfD hat auf der ganzen Linie gesiegt, sowohl bei den Wahlkreis-, als auch bei den Landesstimmen. Folgerichtig stellt sie mit Denis Häußer, Thomas Benninghaus und Brunhilde Näußer auch alle drei direkt gewählten Abgeordneten von hier.

6.44 Uhr: Vorläufiges Ergebnis der Landtagswahl 2024
Der Thüringer Landeswahlleiter Dr. Holger Poppenhäger informiert am Montagmorgen gemäß § 66 Absatz 5 der Thüringer Landeswahlordnung über das vorläufige Endergebnis der Landtagswahl 2024.
- Wahlberechtigte: 1.655.343
- Wähler: 1.218.190
- Wahlbeteiligung: 73,6 %
- gültige Wahlkreisstimmen: 1.188.486
- ungültige Wahlkreisstimmen: 29.704
- gültige Landesstimmen: 1.207.836
- ungültige Landesstimmen: 10.354
Hier das vorläufige Endergebnis (inklusive Stimmen und Sitze):
| Partei | Stimmanzahl | in Prozent | Sitze |
|---|---|---|---|
| Die Linke | 157.641 | 13,1 | 12 |
| AfD | 396.704 | 32,8 | 32 |
| CDU | 285.141 | 23,6 | 23 |
| SPD | 73.088 | 6,1 | 6 |
| Grüne | 38.289 | 3,2 | - |
| FDP | 13.582 | 1,1 | - |
| Tierschutz | 12.113 | 1,0 | - |
| ÖDP | 2389 | 0,2 | - |
| Piraten | 3718 | 0,3 | - |
| MLPD | 1342 | 0,1 | - |
| Bündnis Deutschland | 5508 | 0,5 | - |
| BSW | 190.448 | 15,8 | 15 |
| Familie | 5722 | 0,5 | - |
| Freie Wähler | 15.371 | 1,3 | - |
| WU | 6780 | 0,6 | - |
5.32 Uhr: Ramelow bietet Hilfe an
Ministerpräsident Bodo Ramelow bietet angesichts des schwierigen Wahlergebnisses Unterstützung bei der Regierungsbildung an – falls das von den anderen Parteien gewünscht sein sollte. „Ich werde alles tun, dass es zu einer Mehrheitsregierung kommt“, bekräftigte er in Erfurt. Ob das auch eine Tolerierung einer möglichen Koalition aus CDU, BSW und SPD sein könnte, ließ der Linke-Politiker offen. „Ich muss nicht spekulieren“, sagte er. „Ich bin bereit zu Lösungen und beteilige mich nicht an ‚Ausschließeritis‘.“ Staatskanzleiminister Benjamin-Immanuel Hoff (Linke) ging weiter als Ramelow. Er forderte die CDU auf, von ihrer bisherigen Weigerung gegenüber einer Zusammenarbeit mit der Linken Abstand zu nehmen. „Mario Voigts Strategie, die AfD und Die Linke zu zwei identischen Polen der politischen Extreme von rechts und links zu erklären und Bodo Ramelow zu dämonisieren, war demokratiepolitisch von Beginn an fatal“, sagte Hoff dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).
1. September
23.30 Uhr: Eichsfelder hat bestes Ergebnis bei Direktkandidaten
Der CDU-Landtagsabgeordnete Thadäus König aus Heiligenstadt hat das beste Ergebnis aller direkt in den Landtag gewählten Abgeordneten. Er bekam in seinem Wahlkreis Eichsfeld I insgesamt 54,3 Prozent der Erststimmen. Damit lag er als einziger direkt gewählter Abgeordneter über 50 Prozent. Zum Vergleich: Man kann auch mit nur knapp über 25 Prozent seinen Wahlkreis gewinnen. Dieses Kunststück brachte die Linke-Abgeordnete Lena Saniye Güngör fertig, die den Wahlkreis Jena II gewonnen hat.

22.45 Uhr: Voigt steht vor schwieriger Herausforderung
Für Mario Voigt (CDU) wird es keine leichte Aufgabe, eine stabile Regierung zu bilden. Die von ihm präferierte Koalition aus CDU, BSW und SPD findet aktuell keine Mehrheit. Voigt betont jedoch, dass er sowohl mit dem BSW und der SPD in Koalitionsgespräche eintreten werde. Es sei wichtig, dass Thüringen einen stabilen Weg findet, sagt er zum Abschluss eines langen Wahlabends. Die Ergebnisse, der Wählerwille, werde ausgewertet. „Heute hat der Wähler gesprochen. Jetzt bewerten wir das“, sagt Voigt.
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22.25 Uhr: Ramelow gewinnt Wahlkreis und will weitermachen
Thüringens langjähriger Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) zieht als Direktkandidat in den Landtag in Erfurt ein. Der 68-Jährige gewann seinen Wahlkreis in Erfurt gegen Mitbewerber unter anderem von AfD, CDU und SPD. Der Linke-Politiker erhielt 42,4 Prozent der Stimmen. Er verteidige damit sein Direktmandat, das er bereits in der vergangenen Legislaturperiode des Parlaments hatte, trotz eines insgesamt deutlich schwächeren Abschneidens der Linken als vor fünf Jahren. Er werde sein Landtagsmandat unabhängig vom Ausgang der Regierungsbildung in Thüringen annehmen, hatte Ramelow vor dem Wahlsonntag der Deutschen Presse-Agentur gesagt. Er habe für die Linke als Spitzenkandidat in Thüringen und als Direktkandidat in Erfurt kandidiert. „Damit ist es meine Pflicht, meine Arbeit für meine Wähler im Landtag zu machen“, sagte Ramelow. Ramelow gehört dem Landtag in Erfurt mit einer vierjährigen Unterbrechung als Bundestagsabgeordneter seit 1999 an.

22.15 Uhr: Proteste in Erfurt gegen den Rechtsruck in Thüringen
Sonntagabend hat sich nach dem Schließen der Wahllokale in Erfurt am Landtag ein Protestzug gegen den drohenden Rechtsruck in Thüringen formiert. Die rund 500 Teilnehmer setzten sich für eine offene und demokratische Gesellschaft ein. Sie forderten keine Zusammenarbeit mit der AfD. Unter massiver Polizeibegleitung passierten die Demonstranten friedlich die Erfurter Innenstadt entlang des Juri-Gagarin-Rings. Wiederholt ertönten Sprechchöre, die beispielsweise ein Verbot der AfD forderten. Während des Protestes kam es immer wieder zu kurzzeitigen Straßensperrungen. Behindert wurde dabei auch der Straßenbahnverkehr.
22 Uhr: Forschungsgruppe Wahlen: Ausgangslage war Unzufriedenheit und Polarisierung
Laut der Forschungsgruppe Wahlen war der Wahlkampf in Thüringen überlagert von höchster Unzufriedenheit sowohl mit der Bundes- als auch der Landesregierung. „In einer extremen Polarisierung und personeller sowie inhaltlicher Schwächen aller Parteien wird die AfD in einem stark fragmentierten Umfeld erstmals stärkste Partei bei einer Landtagswahl. Wie im benachbarten Sachsen punktet die AfD klar beim Top-Thema „Flüchtlinge/Asyl“, bleibt ansonsten aber genau wie das BSW inhaltlich schwach und hat mit Björn Höcke einen Spitzenkandidaten, der außerhalb der eigenen Reihen extrem kritisch gesehen wird. Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) liegt auf der persönlichen Ebene zwar vor seinen Herausforderern von AfD, CDU und BSW, hat aber an Zugkraft verloren.“ hieß es in der Analyse auf der Webseite der Forschungsgruppe.
21.45 Uhr: Extrem viele ungültige Erststimmen in zwei Wahlkreisen
Auffallend ist in den Wahlkreisen Wartburgkreis II und Wartburgkreis III die extrem hohe Zahl an ungültigen Erststimmen - derzeit fast 9000. Mögliche Erklärung: AfD-Wähler machten ihre Stimme absichtlich ungültig, weil die Partei keinen Wahlkreisbewerber auf dem Zettel hatte. Daran ist die Partei aber selbst schuld. Der AfD-Landesvorstand hatte verhindert, dass die vom Kreisverband Nominierten antreten durften.
21.40 Uhr: Grünen-Spitzenkandidatin im Wahlkreis abgeschlagen
Grünen-Spitzenkandidatin Madeleine Henfling hat bei der Landtagswahl in Thüringen in ihrem Wahlkreis abgeschlagen den fünften Platz belegt. Im Wahlkreis Ilm-Kreis I kam die 41-Jährige nach Angaben der Landeswahlleitung auf 3,3 Prozent der Erststimmen. Als direkt gewählter Kandidat zog - wie bereits 2014 und 2019 - Andreas Bühl von der CDU mit 39,6 Prozent der Erststimmen in den Landtag ein .Henfling saß seit zehn Jahren für die Grünen im Thüringer Landtag und war in der abgelaufenen Legislatur parlamentarische Geschäftsführerin der Fraktion.
21.20 Uhr: So reagierten die Parteien auf das Wahlergebnis
21.08 Uhr: Abgeordneter unter Kinderporno-Verdacht wohl nicht im nächsten Landtag
Der Linke-Politiker aus Ostthüringen, der wegen Verdachts auf Kinderpornografie im Fokus strafrechtlicher Ermittlungen steht, wird wohl nicht im nächsten Landtag sitzen. In seinem Wahlkreis erhielt er etwas mehr als 12 Prozent der Stimmen. Sein Listenplatz auf der Landesliste der Linken ist soweit hinten, dass er auch darüber nicht einziehen wird. Nach jetzigem Stand bekommt die Linke 12 Mandate.
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20.46 Uhr: Ungültige Wahlscheine aufgetaucht
Ein brennendes Postauto hat den Wahlvorständen in Bad Frankenhausen erhöhten Arbeitsaufwand beschert. In dem Fahrzeug, das am 12. August in Flammen aufgegangen war, befanden sich nach Angaben von Bad Frankenhausens Wahlleiter Thomas Koch unter anderem auch Briefwahlunterlagen. Nachdem die Adressaten den Verlust gemeldet hatten, seien neue Wahlscheine zugestellt worden. Um auszuschließen, dass es zu einer doppelten Stimmabgabe kommt, wurden die von Betroffenen als verloren gemeldeten Wahlscheine für ungültig erklärt. Dennoch seien am Wahltag einige ungültige Exemplare aufgetaucht. Der mutmaßliche versuchte Betrug flog laut Koch bei Abgleichen durch die Wahlvorstände auf. Das bestätigt Kreiswahlleiter René Pfeffer. Es habe sich um einige wenige Fälle gehandelt. Im Ergebnis sei nichts passiert.
20.45 Uhr: Mario Voigt muss um Direktmandat zittern
Verliert der nächste Spitzenkandidat seinen Wahlkreis? Mario Voigt liefert sich kurz vor Ende der Auszählung im Saale-Orla-Kreis ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der AfD-Politikerin Wiebke Muhsal.

20.25 Uhr: Björn Höcke verliert seinen Wahlkreis
Björn Höcke wird in Greiz II das Rennen um das Direktmandat verlieren. Nach 73 von 74 ausgezählten Wahllokalen liegt der AfD-Rechtsaußen hinter CDU-Mann Christian Tischner. Tischner konnte 43 Prozent der Stimmen auf sich vereinen, während Björn Höcke mit 38,9 Prozent nicht mehr aufholen kann. Für Björn Höcke könnte seine Niederlage bedeuten, dass er im kommenden Landtag nicht über die Landesliste einziehen kann. Seine einzigen Möglichkeiten jetzt: Entweder holt die AfD weniger Direktmandate, als ihr durch die Landesstimme zustehen, oder ein anderer Direktkandidat müsste zurückziehen, damit Höcke doch noch in den Landtag einziehen kann.
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20.20 Uhr: Demonstrationen vor dem Landtag
20 Uhr: Wagenknecht mit Forderungen bei möglicher Regierungsbeteiligung
Sahra Wagenknecht ist zurück im Dompalais und gibt Interviews. Auf die Frage unserer Redaktion, wie sich das BSW in Thüringen jetzt angesichts des Wahlergebnisses verhalten soll, sagt sie: „Natürlich haben wir den Thüringern versprochen, dass wir, das BSW, die Thüringer Spitzenkandidaten, eine gute Regierung auf den Weg bringen. Aber eine gute Regierung heißt, dass es eine Regierung ist, die umsetzt, was die Menschen erwarten, Maßnahmen gegen den Unterrichtsausfall, mehr Lehrer, mehr Polizisten, und natürlich auch, die Stimme zu erheben für mehr Diplomatie und gegen die US-Mittelstreckenraketen, die in Deutschland stationiert werden sollen.“ Außerdem wolle die Partei etwas für kleine Unternehmen tun und Corona aufarbeiten. Nach der Veröffentlichung der RKI-Files wolle das BSW auf Landesebene mit anstoßen, dass sich die verantwortlichen Politiker wenigstens vor einem Untersuchungsausschuss verantworten.

19.39 Uhr: Höcke muss um Einzug in Landtag bangen
Im Landkreis Greiz II, in dem auch AfD-Rechtsaußen Björn Höcke antritt, bleibt es spannend. Gerade konnte Christian Tischner (CDU) Höcke überholen. Nach 66 von 74 ausgezählten Wahlkreisen liegt Tischner mit 42,2 Prozent leicht vor Höcke (40,4 Prozent). Für Höcke könnte eine Wahlniederlage in seinem Wahlkreis auch bedeuten, dass er nicht mehr in den Landtag einzieht.
19.30 Uhr: Bausewein - „Das Schlimmste, was man sich vorstellen kann“
„Das Schlimmste, was man sich vorstellen kann“, kommentierte Andreas Bausewein, ehemaliger Oberbürgermeister von Erfurt, die Ergebnisse der SPD. Die Reaktion scheint vielen noch in den Knochen zu stecken. Daran konnte auch Georg Maier nichts ändern. Zum Jubeln sei an diesem Abend keine Zeit, so der Spitzenkandidat. Nach Georg Maiers Statement löst sich die Masse der Sozialdemokraten im Irish Pub auf. Viele gehen nach draußen. Teilweise haben sich kleine Grüppchen gebildet, in denen versucht wird, die Niedergeschlagenheit zu verarbeiten.
19.22 Uhr: Kopf-an-Kopf-Rennen in Wahlkreis von Björn Höcke
Im Wahlkreis Greiz II liefern sich AfD-Mann Björn Höcke und Christian Tischner von der CDU ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Nach 50 von 74 ausgezählten Wahlbezirken liegt Herausforderer Höcke mit 43, 8 Prozent leicht vor Tischner (40,4 Prozent), der bei der vergangenen Wahl im Jahr 2019 das Direktmandat sichern konnte. Wenn Höcke doch hinter Tischner landet, droht dem Rechtsaußen, dass er nicht über die Landesliste in das Thüringer Parlament einziehen kann. Heike Taubert von der SPD landet mit 7 Prozent abgeschlagen auf dem dritten Platz.
19.20 Uhr: AfD bei Direktmandaten in den meisten Wahlkreisen vorn
19.11 Uhr: Voigt muss um Wahlkreis bangen
Mario Voigt sieht die CDU zwar als Gewinner der Wahl. Er selbst muss aber den Verlust seines Direktmandates fürchten. Im Saale-Holzland-Kreis liegt er mit 37 Prozent der Stimmen klar hinter der AfD-Kandidatin Wiebke Muhsal (43,1 Prozent). 42 von 87 Wahlbezirken sind bislang ausgezählt.
19.06 Uhr: Demokratieforscher Quent kommentiert Wahlergebnisse
Demokratieforscher und Professor für Soziologie an der Hochschule Magdeburg-Stendal kommentiert die Wahlergebnisse in Thüringen und Sachsen: „Die Wählerinnen und Wähler in Thüringen und Sachsen haben den Parteien eine schwierige Aufgabe gestellt. Insbesondere die CDU, die bei diesen Landtagswahlen viele taktisch motivierte Leihstimmen aus der linken Mitte erhalten hat, steht in der Verantwortung, stabile Landesregierungen ohne Einflussmöglichkeiten für die rechtsextreme AfD zu bilden.“
19 Uhr: Ramelow sieht Aufgabe zur Regierungsbildung bei CDU-Chef Voigt
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sieht die Aufgabe zur Regierungsbildung bei CDU-Spitzenkandidat Mario Voigt. „Der im demokratischen Spektrum, der die meisten Stimmen hat, der muss die Gespräche beginnen, der muss einladen. Ich werde alle dabei unterstützen, die helfen, dass wir zu einer demokratischen Mehrheit im Parlament bekommen“, sagte Ramelow in der ARD mit Blick auf das Abschneiden der CDU. Voigts Partei landete laut Prognosen und Hochrechnungen hinter der in Thüringen vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuften AfD. Zum schlechten Abschneiden seiner Partei sagte Linke-Spitzenkandidat Ramelow: „Wir haben auszuwerten, welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind.“ Zugleich hob er die hohe Beteiligung an der Landtagswahl in Thüringen hervor: „Das ist die höchste Wahlbeteiligung, die das Land jemals hatte.“
18.57 Uhr: Kemmerich will als Landesvorsitzender vorerst weitermachen
FDP-Chef Thomas Kemmerich will trotz krachender Niederlage als Landesvorsitzender im Amt bleiben – zumindest bis Oktober, wenn der Landesvorstand neu gewählt wird. Das sagte er unserer Redaktion. Er sei niemand, der aus Euphorie oder Frustration heraus Entscheidungen treffe. Die FDP ist nach den ersten Hochrechnungen kaum noch messbar, liegt nur knapp über einem Prozent. „Der Verlierer ist bei diesem Wahlergebnis erstmal Thüringen. Wir haben uns gegen den Berliner Trend nicht durchsetzen können“, sagte Kemmerich unserer Redaktion.

18.50 Uhr: Thüringer Faminilienunternehmer reagieren auf Wahlergebnis
Für die Familienunternehmer in Thüringen ist das Wahlergebnis eine Abrechnung mit der Berliner Ampel. Die wirtschaftsfeindliche AfD wie auch das BSW haben die größten Zuwächse bei der Thüringer Landtagswahl. Zwei von drei Ampelparteien, die Grünen und die FDP, sind im neuen Landtag voraussichtlich nicht vertreten. Dazu Colette Boos-John, Landesvorsitzende der Familienunternehmer in Thüringen: „Diese Wahl wurde dominiert von einer Abrechnung mit der Berliner Ampel. Das hat AfD und BSW richtig stark gemacht. Eher zufällig wurde dabei auch die bisherige Minderheitsregierung, die einen langen wirtschaftlichen Stillstand zu verantworten hatte, in die Wüste geschickt. Da die miserable Thüringer Wirtschaftspolitik im Wahlkampf kaum eine Rolle spielte, sitzt im neuen Landtag eine Riesenmehrheit von wirtschaftsfeindlichen Parteien: AfD, BSW und Linkspartei.“
18.30 Uhr: Erleichterung bei der SPD
Als im Erfurter Irish Pub nahe dem Hirschgarten die Zahlen bekanntgegeben wurden, scheinen die Gesichter der Sozialdemokraten Erleichterung zu versprühen. Für die einstige Volkspartei werden 6,5 Prozent prognostiziert. Die SPD hat es damit - Stand jetzt - über die Fünf-Prozent-Hürde geschafft. Der ehemalige Oberbürgermeister Erfurts Andreas Bausewein findet klare Worte für die Werte: „Das Schlimmste, was man sich vorstellen könnte“, sagt er. Er glaubt, dass Spitzenkandidat Georg Maier dennoch einen guten Wahlkampf in sehr schwierigen Zeiten gemacht hat.

18.25 Uhr: Linke traurig aber nicht überrascht
Bei der Linken ist man traurig, aber nicht überrascht. „Es fällt nicht leicht hier oben nach dieser Prognose zu stehen“, sagt Christian Schaft. Für die Partei werden 12 Prozent prognostiziert. Umso wichtiger sei es, dass man zusammenstehe, sagt Schaft. Er ist stolz auf einen Wahlkampf, der gegen „einen Zeitgeist, des Nach unten tretens“ geführt worden wäre. Die stellvertrende Vorsitzende Birgit Pommer sagt, die Partei habe das Ergebnis nicht verdient. Man habe das Land durch harte Zeiten mit Pandemie und Ukraine-Krieg geführt: „Das ist nicht nichts“. Persönlich mache es sie sehr traurig, mit diesem Ergebnis sich aus der Politik in den Ruhestand zu verabschieden. Trotz aller Enttäuschung bekräftigen sich die Genossen hier gegenseitig, zusammenzustehen.

18.20 Uhr: Höcke spricht von „historischem Sieg“
Ein historischer Sieg ruft Höcke beim Verlassen der AfD-Wahlparty in Erfurt, nachdem die Prognosen verkündet wurden. Seine Partei wurde nach der ersten Prognose mit über 30 Prozent stärkste Kraft in Thüringen
18.16 Uhr: Voigt sieht sich als Gewinner
CDU-Spitzenkandidat Mario Voigt stellt sich als Gewinner der Wahl vor die Presse und kündigt an, Gespräche mit der SPD und dem BSW führen zu wollen. Er macht jedoch klar: Ihm geht es um Themen, die Thüringen bewegen, Weltpolitik findet in Thüringen nicht statt. Mario Voigt stellt klar, mit der AfD wird es nach wie vor keine Zusammenarbeit geben. Der hohe Zuspruch für die AfD führt er auf die „schlechte Ampelregierung“ zurück. Rot-rot-grün sei abgewählt worden.
18.10 Uhr: FDP geschockt
Als im Erfurter „DasDie Brettl“, wo die FDP ihr Wahlparty abhält, die ersten Hochrechnungen über die Bildschirme laufen, blickt man in Regungslose Gesichter. Beifall gibt es, als Spitzenkandidat Thomas Kemmerich gemeinsam mit der Parteispitze die Bühne erklimmt. Er spricht von Niederlage, dankt für den geleisteten Wahlkampf.

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18 Uhr: Prognosen: AfD wird stärkste Kraft bei Wahl in Thüringen
Bei der Landtagswahl in Thüringen ist die AfD stärkste Kraft mit deutlichem Abstand vor der CDU geworden. Nach den 18-Uhr-Prognosen von ARD und ZDF liegt das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) auf Platz 3, gefolgt von der Linken und der SPD. Grüne und FDP kommen demnach nicht in den Landtag.
- AfD: 30,5 Prozent
- CDU: 24,5 Prozent
- BSW: 16,0 Prozent
- Linke: 12,5 Prozent
- SPD: 7,0 Prozent
- Grüne: 4,0 Prozent
- FDP: 1,3 Prozent
17.15 Uhr: Ruhe vor dem Sturm bei den Wahlpartys
Bei den Wahlpartys der Parteinen geht es noch verhältnismäßig ruhig zu. Kamerateams haben sich vor der Bühne des Erfurter Dompalais aufgebaut . Hier will die BSW die Wahlergebnisse feiern. Bei der Grünen-Party gibt es Kreide, Kondome, Seife, Gummibärchen - und ein glutenfreies Buffet. Bei den Linken ist aktuell kein Andrang. Ein paar Kameras stehen bereit, ganz langsam trudeln Menschen ein. Vor dem Sitzungssaal der AfD-Fraktion im Landtag ist gut eine Stunde vor den ersten Ergebnissen auch noch alles ruhig. Vor Ort harren bereits einige Fotografen und Kameraleute aus. Im Erfurter „DasDie Brettl“, wo die FDP ihre Wahlparty abhält, herrscht noch weitestgehende Leere, eingefunden haben sich bislang einige Journalisten, die ihre Technik aufbauen. Auch auf der Wahlparty der SPD ist noch nicht viel los. Nur einige Journalisten haben sich bisher im Irish Pub nahe des Hirschgartens in Erfurt eingefunden.

17 Uhr: Landtagswahl mit 44 Prozent Wahlbeteiligung bis Nachmittag
Die Wahlbeteiligung bei der Landtagswahl in Thüringen entwickelt sich ähnlich wie 2019. Bis zum frühen Nachmittag hatten rund 44,4 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimmen in den Wahllokalen abgegeben, wie der Landeswahlleiter mitteilte. Briefwähler sind in den Zahlen aber nicht enthalten. Bei der Landtagswahl 2019 belief sich Wahlbeteiligung um 14.00 Uhr auf 42,2 Prozent. Damit zeichnet sich ein höheres Interesse an der Landtagswahl als bei der Europa- und Kommunalwahl in diesem Jahr ab. Bei der Wahl im Juni betrug die Wahlbeteiligung zum gleichen Zeitpunkt 34,6 Prozent.
16 Uhr: Deutschland schaut auf Greiz: Duell zwischen Tischner (CDU) und Höcke (AfD) erwartet
Auf die Ergebnisse der Wahl im Wahlkreis II Greiz werden heute nicht nur die Einwohner gespannt blicken. Erwartet wird ein Duell zwischen dem CDU-Kandidaten und Mandatsinhaber Christian Tischner aus Greiz und dem AfD-Kandidaten Björn Höcke. Das hat schon seit Wochen bundesweite Aufmerksamkeit auf sich gezogen. In Greiz formierte sich breiter Widerstand von Wirtschaft und Gesellschaft gegen den AfD-Kandidaten.
15 Uhr: AfD-Kandidat postet aus Wahlkabine - ohne Konsequenzen
Der AfD-Direktkandidat für den Kyffhäuserkreis, Jens Cotta, hat einen Post aus der Wahlkabine mit seinem Wahlzettel bei „X“ (vormals Twitter) veröffentlicht. Laut dem stellvertretenden Landeswahlleiter ist eine Veröffentlichung von Fotos aus der Wahlkabine verboten. „Das ist nicht zulässig“, sagte Knut Demmler unserer Redaktion. Konsequenzen müsse Cotta jedoch nicht befürchten, da der Verstoß gegen die Wahlordnung in dem betreffenden Wahllokal geahndet hätte werden müssen. Die abgegebene Stimme bleibt gültig. Cotta hat den Post mit seiner Wahlentscheidung zwischenzeitlich wieder bei X gelöscht.

14.30 Uhr: Wagenknecht doch bei BSW-Wahlparty
Parteigründerin Sahra Wagenknecht wird am Abend doch bei der Wahlparty des BSW in Erfurt erwartet. Das geht aus einem Zeitplan hervor, den akkreditierte Journalisten erhalten haben. Bis zuletzt war darüber spekuliert worden, dass Wagenknecht nicht nach Thüringen kommt.
Nach Informationen unserer Redaktion aus Parteikreisen gibt es zwei Wahlpartys des BSW – eine mit offiziellen Gästen und eine für die Unterstützer des BSW, das in Thüringen bisher kaum Mitglieder hat. Die Landesspitze soll zunächst keinen offiziellen Auftritt der Parteigründern gewollt haben. Nach dem Farbanschlag auf Wagenknecht in dieser Woche in Erfurt wolle sie aber mit dem Auftritt ein Zeichen setzen. „Wenn sie sagt, sie will auftreten, dann wird sie auch auftreten“, sagt ein Parteimitglied. Die Landesspitze könne sich da nicht gegen wehren.
13.30 Uhr: Wahlbeteiligung bis mittags ähnlich wie 2019
Bei der Landtagswahl in Thüringen zeichnet sich eine Wahlbeteiligung wie bei der vorherigen Parlamentswahl ab. Nach Angaben des Landeswahlleiters hatten bis 12 Uhr rund 32 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimmen in den Wahllokalen abgegeben. Die Briefwähler sind dem Landeswahlleiter zufolge in diesen Zahlen nicht enthalten. Bei der Landtagswahl 2019 belief sich Wahlbeteiligung zu dieser Uhrzeit auf 31,2 Prozent. Damit zeichnet sich auch ein höheres Interesse an der Landtagswahl als bei der Europa- und Kommunalwahl in diesem Jahr ab. Bei der Wahl im Juni betrug die Wahlbeteiligung zum gleichen Zeitpunkt 24,3 Prozent.
13.10 Uhr: Höcke kommt im Lada zur Stimmabgabe
AfD-Spitzenkandidat Björn Höcke kam zur Mittagszeit im Lada Niva am Dorfgemeinschaftshaus in Bornhagen vorgefahren, wo das einzige Wahllokal des Ortes ist. Höcke lebt mit seiner Familie im Eichsfeld. Demoskopen sehen seine Partei bei etwa 30 Prozent. Damit könnte eine rechtsextreme Kraft erstmals in einem Landesparlament stärkste Kraft werden.

13.05 Uhr: Kemmerich bei Stimmabgabe optimistisch

FDP-Spitzenkandidat Thomas Kemmerich hat am Sonntag in Weimar seine Stimmen zur Landtagswahl abgegeben. Der Liberale, dessen Partei zuletzt in Umfragen die 5-Prozent-Hürde verfehlte, gibt sich auch am Sonntag noch optimistisch, dass den Liberalen der Wiedereinzug in den Landtag gelingt. Die Stunden bis zur Bekanntgabe der ersten Zahlen wird er in der Familie nach anstrengenden Wochen verbringen. Am Abend kommen die Liberalen dann zu ihrer Wahlparty in Erfurt zusammen.
12.40 Uhr: BSW-Spitzenkandidatin Wolf wählt in Eisenach
Die frühere Eisenacher Oberbürgermeisterin Katja Wolf führt das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) als Spitzenkandidatin. Gegen Mittag hat sie in Eisnach ihre Stimme abgegeben. Umfragen sehen ihre Partei als drittstärkste Kraft in Thüringen - aus dem Stand. Die Partei existiert nicht mal ein Jahr und hat keine 100 Mitglieder in Thüringen. Wolf hat zwischenzeitlich auch angemeldet, dass sie eine Koalition führen würde, wenn ihre Partei zweitstärkste Kraft vor der CDU wird. Koalitionen mit der AfD schließt sie aus.

12.25 Uhr: Ministerpräsident Ramelow gibt Stimme ab
Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) kommt zu Fuß mit Frau seiner Germana Alberti vom Hofe, flankiert von Personenschützern, zum Wahllokal in der Moritzschule. Die Stimmung sei „sehr gut“, sagt er und begrüßt gleich mal Nachbarn. Das Einzige, was er morgens habe „in Freiheit genießen können, war der Gottesdienst in meiner Gemeinde“, sagt Ramelow. Sein weiterer Zeitplan sei minutengenau durchgetaktet. Er werde alles in seiner Macht Stehende tun, damit es zu einer Regierungsmehrheit komme, die demokratisch getragen wird, betont er vor Kamerateams und Journalisten, die vor der Schule auf ihn warten.

12 Uhr: Spitzenkandidaten der Grünen bei Stimmabgabe


11.26 Uhr: SPD-Spitzenkandidat Maier im Wahllokal
SPD-Innenminister Georg Maier mit seiner Frau Antonia Sturm und der gemeinsamen Tochter Martha (3) auf dem Weg zum Wahllokal. Er sagt, angesichts von Umfragen, die seine Partei bei 7 Prozent sehen, sei er weiterhin zuversichtlich. Er habe jedoch für sich geklärt, was es bedeuten würde, sollte die SPD nicht in den Landtag einziehen. Aber er wolle es jetzt noch nicht sagen. Im Anschluss ans Wählen werde gemeinsam mit der Familie zu Hause gefrühstückt.

10.45 Uhr: Landtag großräumig abgesperrt
Die Jürgen-Fuchs-Straße vor dem Landtag ist großräumig abgesperrt. Wer zum Parlamentsgebäude will, wird von der Polizei gestoppt und muss eine Akkreditierung vorlegen. Die nächste Hürde ist ein Sicherheitsdienst. Taschen und Rucksäcke werden wie am Flughafen durchleuchtet und sämtliche Besucher müssen durch eine Personenschleuse.

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10.15 Uhr: Polizeieinsatz in Wahllokal in Gera
Einen Polizeieinsatz hat es im Wahllokal in der Staatlichen Berufsschule in Gera-Tinz gegeben. Darüber hat der Kreiswahlleiter Alexander Streibhardt soeben informiert. Mehrere Personen hätten den Gang zur Wahlurne genutzt, um im Wahllokal verbotenerweise Wahlwerbung zu machen. Daraufhin habe der Wahlvorstand von seinem Hausrecht Gebrauch machen wollen. Da die Störenfriede nicht Folge leisten wollten, sei die Polizei gerufen worden. Diese habe Strafanzeigen gegen diese Personen erstattet.
Heute Morgen betrat ein mit einem AfD-T-Shirt bekleideter Mann ein Wahllokal in Gera. Weil Wahlwerbung im Wahllokal verboten ist, forderte der Wahllokalleiter den Mann auf, das Shirt abzulegen.
— Polizei Thüringen (@Polizei_Thuer) 1. September 2024
Er kam dieser Aufforderung zunächst zwar nach, bedrohte nach Stimmabgabe beim…
10.05 Uhr: Wahlplakate in Gera und Erfurt zu dicht am Wahllokal
In mehreren Kommunen mussten am Sonntagmorgen Wahlplakate entfernt werden, die zu dicht am Wahllokal aufgehangen waren. Das bestätigte der stellvertretende Landeswahlleiter Knut Demmler auf Anfrage unserer Redaktion. Betroffen davon waren unter anderem Erfurt und Gera. Wahlplakate dürfen in einem Umkreis von 100 Metern zum Wahllokal nicht hängen.
9.09 Uhr: CDU-Spitzenkandidat Voigt bei der Stimmabgabe in Jena
CDU-Spitzenkandidat Mario Voigt hat seine Stimme im Wahllokal im Adolf-Reichwein-Gymnasium in Jena abgegeben. Er kam mit seiner Ehefrau Constanze zur Schule im Kernbergviertel, musste auf den letzten Metern eine Straßenbaustelle passieren. Mehrere Kamerateams warteten auf die Stimmabgabe. Was er in den nächsten Stunden plane? „Einen Tag mit der Familie nach den Wochen eines anstrengenden Wahlkampfes“, sagt der 47-Jährige. Heute habe der Wähler das Wort. „Ich wünsche mir, dass viele Thüringerinnen und Thüringer wählen gehen und von ihrem Recht Gebrauch machen, über die Zukunft unseres Landes abzustimmen.“

8 Uhr: Die Wahllokale haben geöffnet
Die Landtagswahl in Thüringen hat begonnen. Alle Wahllokale haben seit 8 Uhr geöffnet. Bis heute Abend um 18 Uhr sind 1,66 Millionen Thüringerinnen und Thüringer aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. 2019 lag die Wahlbeteiligung bei 64,9 Prozent. Wie viele Menschen 2024 zur Landtagswahl gehen? Es wird mit einer deutlich höheren Beteiligung gerechnet.
31. August
22.30 Uhr: AfD sagt nach Rechtsstreit Wahlparty ab
Wahl in Thüringen: Die AfD hat nach einem Rechtsstreit mit Journalisten am Samstagabend ihre geplante Wahlparty in Erfurt abgesagt. Zur Begründung für die Absage machte die Partei folgende Angaben.
15 Uhr: Wahl in Thüringen: W-Lan im Landtag abgeschaltet
770 Akkreditierungen hat die Landtagsverwaltung für die Berichterstattung zur Wahl in Thüringen ausgestellt. Das Internet ist aber erstmal abgeschaltet. Was der Grund dafür ist.
11.50 Uhr: CDU-Direktkandidatin Schweinsburg würde nach Wahl mit allen Parteien sprechen
Einen Tag vor der Landtagswahl in Thüringen hat die Direktkandidatin und frühere langjährige Landrätin im Landkreis Greiz, Martina Schweinsburg (CDU), für Offenheit für Gespräche auch mit der AfD, den Linken und dem BSW nach der Wahl geworben. So begründet sie ihre Haltung.
30. August
21.35 Uhr: Mit diesen Spitzenkandidaten treten die Parteien an
Wenn am 1. September ein neuer Landtag in Thüringen gewählt wird, dann schaut ganz Deutschland einmal mehr nach Thüringen. Das liegt insbesondere daran, dass hier am 5. Februar 2020 der FDP-Politiker Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten gewählt wurde, obwohl seine Partei nur fünf Prozent der abgegebenen Stimmen bekam und es knapp in den Landtag geschafft hat. Fünf Jahre später schaut Deutschland wieder auf Thüringen, denn das Ergebnis könnte eine Regierungsbildung ähnlich schwierig machen, wie nach der Landtagswahl im Oktober 2019. Wer sind die Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2024?
20.40 Uhr: So könnte die AfD das Parlament erpressen
Am 1. September ist Wahl in Thüringen. Der Landtag wird neu zusammengesetzt. Umfragen zeigen, dass es durchaus möglich, dass eine Partei mehr als ein Drittel bekommen kann. Das hat Folgen für wichtige Beschlüsse.
18.15 Uhr: Rechtsextremismus: Wie radikal ist die AfD in Thüringen?
Für den Thüringer Verfassungsschutz steht seit 2021 fest: Die Thüringer AfD ist „erwiesen rechtsextrem“. Diese Einstufung war bundesweit die Erste, es folgten die Landesverfassungsschutzämter in Sachsen und Sachsen-Anhalt. Auch die Jugendorganisation „Junge Alternative“ (JA) wird in Thüringen seit März dieses Jahres als gesichert rechtsextrem eingestuft, nachdem sie drei Jahre lang als rechtsextremistischer Verdachtsfall gegolten hatte.
18 Uhr: Rechtsstreit um Journalisten auf Thüringer AfD-Wahlparty
Der Rechtsstreit um die Zulassung von Medienvertretern auf der Thüringer AfD-Wahlparty am Sonntag hält auch am Freitag weiter an. Die AfD wehrt sich gegen eine Entscheidung des Landesgerichts Erfurt aus der Vorwoche. Danach dürfen von der AfD ausgeschlossene Journalisten doch an deren Wahlparty teilnehmen. So will die Partei gegen das Urteil vorgehen.
16.45 Uhr: Nach der Wahl: Sechs Koalitionen sind in Thüringen denkbar
Kurz vor der Landtagswahl ist unklar, welches Bündnis eine Regierung bilden könnte. Das sind die realistischsten Szenarien für Thüringen.
6.10 Uhr: Letzte Umfrage vor Wahl in Thüringen mit diesen Werten
Am Sonntag wird in Thüringen gewählt. Jetzt gibt es die letzten Umfragewerte vor dem Urnengang, mit dem ein neuer Landtag bestimmt wird. Bei einer Partei manifestiert sich der Einbruch weiter.
29. August
Bei Wahlkampfveranstaltung in Erfurt: Farbanschlag auf Sahra Wagenknecht
19.07 Uhr: Ramelow zum BSW? Stratege hat um Ministerpräsidenten gebuhlt
War die Spitzenkandidatin des BSW in Thüringen von Anfang an nur zweite Wahl? Nach Informationen dieser Zeitung gab es im Januar ernsthafte Versuche, Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) vor der Landtagswahl in Thüringen zur Wagenknecht-Partei abzuwerben. Ramelow, der bei der Landtagswahl am Sonntag die Linke als Spitzenkandidat führt, bestätigt das auf Anfrage.
28. August
16.25 Uhr: Von Thüringer CDU verstoßen: Mohring kämpft um die Karriere
2019 stand er mit einem Fuß in der Staatskanzlei. Jetzt kämpft Mike Mohring um Stimmen im Wahlkreis, um seine politische Karriere fortsetzen zu können. Der 52-Jährige muss am 1. September seinen Wahlkreis direkt gewinnen, will er seine politische Karriere fortsetzen. „Hinhören. Kümmern. Machen.“ Diese drei Schlagworte treiben ihn im Wahlkampf. Sein Wahlkampfmobil: ein Barkas.
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14.38 Uhr: Höcke mit Gesundheitsproblemen: Das steckt dahinter
Wie krank ist AfD-Rechtsaußen Björn Höcke wirklich? Kurz vor der Landtagswahl in Thüringen lässt der Spitzenkandidat der als rechtsextrem eingestuften Partei die letzte TV-Debatte sausen und sagt am Mittwoch alle Termine „aus gesundheitlichen Gründen“ ab. Ersten Meldungen, dass er sich aus dem Wahlkampf bis Sonntag zurückziehen würde, treten seine Vertrauten aber öffentlich vehement entgegen.
27. August
19.01 Uhr: Wahlkämpfer Scholz in Thüringen: Zwischen Gründergeist und Buh-Rufen
Olaf Scholz (SPD) war am Dienstag als Kanzler und Wahlkämpfer in Thüringen unterwegs. Vor der Landtagswahl in Thüringen sprach er mit Gründern, musste aber auch gegen Buh-Rufe auf dem Jenaer Markt ankämpfen. Der Thüringer SPD-Spitzenkandidat Georg Maier machte deutlich, dass es für Menschen, die in Deutschland ein Kalifat errichten wollten, keine Toleranz geben dürfe – auch der Terrorakt in Solingen und der Ukraine-Krieg spielten eine zentrale Rolle in der Rede des Kanzlers.
12 Uhr: Wer lügt vor der Wahl in Thüringen: Höcke oder Voigt?
Die brisante Aussage fällt in einem Nebensatz. Die Spitzen von CDU und AfD machen sich deshalb gegenseitig schwere Vorwürfe. Björn Höcke (AfD) will das nicht auf sich sitzen lassen. Der „Kollege Voigt“ habe gerade „eine Lüge in den öffentlichen Raum gestellt“, sagt der Spitzenkandidat der AfD zur Landtagswahl in Thüringen. Seine Erwartungshaltung ist klar: Höcke will korrigieren, was CDU-Spitzenkandidat Mario Voigt ihm wenige Sekunden vorher entgegengeschleudert hat.
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Montag, 26. August
7.02 Uhr: Wie Thomas Kemmerich die FDP retten will
Der Mann mit Glatze und Cowboystiefel betrachtet sein schwarz-weißes Ebenbild und wirkt zufrieden. Auf dem Plakat ist er gut getroffen. Darauf ist in pinken Lettern zu lesen: „Den wird man ja wohl noch wählen dürfen“ – eine Provokation, gelungen, wie Thomas Kemmerich findet - ein Porträt über den Mann, der 2020 kurz Ministerpräsident von Thüringen war.
Samstag, 24. August

7.01 Uhr: Wer klickt am besten? Die Thüringer Wahlkämpfer im Online-Check
Sie covern Lieder aus den 80ern, posten schöne Bilder, füllen Internet-Trends mit politischen Botschaften - der Wahlkampf für die Thüringer Landtagswahl ist auch in den sozialen Netzwerken auf seinem Höhepunkt angekommen. Ein Vorteil von Social Media sei der direkte Kontakt zu potenziellen Wählern, sagt Anna Sophie Kümpel, Professorin für Digitale Medien und die Methoden ihrer Erforschung an der TU Dresden. Vier Plattformen seien im Wahlkampf am wichtigsten: Facebook, Instagram, TikTok und „eingeschränkt auch Twitter beziehungsweise X.“
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13.12 Uhr: Wie funktioniert eigentlich die Briefwahl?
Mittwoch, 21. August
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16.31 Uhr: SPD kündigt Bündnis mit Linken und Grünen in Thüringen endgültig auf
SPD-Spitzenkandidat Georg Maier hat das R2G-Regierungsbündnis für die Zeit nach dem 1. September aufgekündigt. Es habe, sagt er, keine Zukunft. Das löste eine hitzige Debatte aus.
Maiers Bewerbung an #CDU und #BSW ist Aufkündigung sozialgerechter & nachhaltiger Politik für #Thüringen. Während #r2g vieles für die Menschen erreicht hat, drohen mit CDU & BSW erhebliche Rückschritte insbesondere in der Sozial- und Klimapolitik #ltwth24 https://t.co/n71MRsSunk
— Madeleine Henfling (@henfling_m) 20. August 2024
9.33 Uhr: Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten zur Landtagswahl im Podcast
Der politische Podcast „Reden wir über Thüringen“ hatte in den vergangenen sechs Wochen die Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten Bodo Ramelow (Linke), Mario Voigt (CDU), Björn Höcke (AfD), Madeleine Henfling (Grüne), Thomas Kemmerich (FDP), Georg Maier (SPD) und Katja Wolf (BSW) zu Gast. Alle Gespräche können hier kostenfrei nachgehört werden.
Montag, 12. August
7.31 Uhr: Alle Direktkandidaten zur Landtagswahl in Thüringen im Überblick
Ein 60-seitiges Dossier „Thüringen, du hast die Wahl“ gibt einen Überblick über alle Wahlkreisbewerber. Diese werden in kurzen Steckbriefen vorgestellt. Daneben werden auch weitere Fragen rund um die Landtagswahl beantwortet.
Mittwoch, 10. Juli
15.33 Uhr: Fragen und Antworten rund um die Landtagswahl
Wie viele Wahllokale gibt es am 1. September? Wie gliedert sich der Wahlschein? Wie viele Kreuze dürfen gesetzt werden? Diese und weitere Fragen beantwortet der Text „Fragen und Antworten: Das müssen Sie jetzt zur Landtagswahl wissen“.
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