Nordhausen. Eine frische Birke im Gedenkhain von Nordhausen erinnert an den KZ-Überlebenden Albert van Hoey. Zur Pflanzaktion reiste dessen Tochter aus Belgien an.

Zentraler Bestandteil des Gedenkhains an der Frauenberg Stiege sind 53 weißrindige Birken, die im Juni 2011 gepflanzt wurden. Jede Birke steht für einen Häftling, der im Jahr 2010 anlässlich der Gedenkfeier zum 65. Jahrestag der Befreiung des KZ Mittelbau-Dora eine Baumurkunde mit dem Versprechen von der Stadt geschenkt bekam, einen Gedenkhain anzulegen. In der Nacht vom 26. Januar dieses Jahres wurde ein Baum so stark beschädigt, dass er abknickte. Der Baum war dem KZ-Überlebenden Albert van Hoey gewidmet, der am 27. Januar 100 Jahre alt geworden wäre.

An diesem Montag haben sich Vertreter des Stadtrats, der Zweite Beigeordnete des Landkreises, Dirk Schimm, der Leiter der Gedenkstätte Mittelbau-Dora, Andreas Froese, sowie Beschäftigte der Stadtverwaltung versammelt. Denn es wurden zwei neue Birken, eine davon für Albert van Hoey, im Gedenkhain gepflanzt. Oberbürgermeister Kai Buchmann (parteilos) begrüßte auch die aus Belgien angereiste Tochter mit ihrem Ehemann: „Ich weiß, dass der Weg von Belgien nach Nordhausen ein weiter Weg ist, aber ich freue mich, dass Sie heute hier sind und uns allen die Wichtigkeit der Erinnerung noch einmal mehr bewusstmachen.“

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