Abwehrsorgen bei Rot-Weiß Erfurt vor Derby gegen Zwickau

Erfurt  Neben dem langzeitverletzten Florian Neuhold steht nun auch ein Einsatz von Rot-Weiß Erfurts Kapitän Jens Möckel auf der Kippe. Alle drei Wintertransfers sind Sonntag gegen Zwickau spielberechtigt.

Der kürzlich verpflichtete Marcel Kaffenberger kann am Sonntag auflaufen.

Foto: Frank Steinhorst

Die Konkurrenz legt am Sonnabend vor, der FC Rot-Weiß Erfurt muss am Sonntag nachziehen. Während mit Bremen II (gegen Münster), Chemnitz (gegen Jena) und Osnabrück (in Halle) drei Teams schon einen Tag früher gefordert sind, kann die Elf um Trainer Stefan Emmerling im Ostderby gegen den FSV Zwickau im Idealfall Punkte gut machen (14 Uhr). Allerdings könnten die Spiele je nach Ausgang auch bedeuten, dass der Rückstand der Erfurter noch vor ihrem Duell anwächst.

„Wir haben 16 Spiele und man muss jedes als Endspiel ansehen“, befindet Emmerling, der das Duell mit den von Torsten Ziegner trainierten Sachsen aber nicht als „Schicksalsspiel“ ansieht. Der Druck, gewinnen zu müssen, ist nach dem 0:5 in Münster sicher nicht kleiner geworden. Doch Gedanken an die hohe Pleite am Dienstagabend verschwendet keiner mehr. „Das haben wir schnell abgehakt. Da war zu viel negatives dabei“, wirft Abwehrmann Luka Odak ein.

Biankadi vom DFB für drei Spiele gesperrt

Allerdings haben die Erfurter ausgerechnet in der Defensive einige Baustellen zu schließen. Für Florian Neuhold ist die Saison durch den in Münster erlittenen Kreuzbandriss gelaufen. Ein Einsatz von Kapitän Jens Möckel steht auf der Kippe. Immer noch macht ihm eine Blockade im Halswirbelbereich zu schaffen. Die Chance, dass er spielt, liegt laut Emmerling bei 50:50. Dass André Laurito immer noch mit seiner Fleischwunde im linken Fuß Probleme hat, macht die Sache nicht besser.

Doch auch im Mittelfeld gilt es, Positionen neu zu besetzen. Merveille Biankadi, der in Münster für sein grobes Einsteigen spät Rot sah, bekam vom DFB eine Sperre von drei Spielen aufgebrummt. Ahmed Razeek wird wohl auch nicht spielen können. Immerhin haben sich Carsten Kammlott und Elias Huth wieder fit gemeldet.

Dass der Verein am Mittwoch noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv wurde, gibt Emmerling neue Möglichkeiten. Die beiden in der Defensive vielseitig einsetzbaren Marcel Kaffenberger und Kusi Kwame sowie der gestern bestätigte Bosnier Nermin Crnkic, der in der Offensive mehrere Positionen spielen kann, sind am Sonntag zur Freude des Trainers allesamt spielberechtigt (unsere Zeitung berichtete). Ob es einer, zwei oder gleich das gesamte Trio in die Startformation packt, wird sich zeigen.

„Wir müssen uns wieder von der Seite zeigen, die uns die ersten beiden Spiele ausgemacht hat“, fordert Odak eine Wiedergutmachung seines Teams.

RW Erfurt – FSV Zwickau Sonntag, 14 Uhr Steigerwaldstadion

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