Ex-RWE-Spieler Stenzel: „Wir wollen die Großen ärgern“

Erfurt  Trotz aller Freude über den Sieg mit Meuselwitz macht den Ex-Erfurter Fabian Stenzel die Entwicklung in Erfurt traurig.

Der frühere Erfurter Fabian Stenzel (links) im Zweikampf mit Rot-Weiß-Zugang Alexander Schmitt.

Der frühere Erfurter Fabian Stenzel (links) im Zweikampf mit Rot-Weiß-Zugang Alexander Schmitt.

Foto: Sascha Fromm

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Er war einer der letzten Meuselwitzer, die am Mittwochabend den Weg in die Stadion-Katakomben fanden. Es schien, als wollte Fabian Stenzel so lange wie möglich an der Stätte des Erfolges verweilen. „Es ist nicht selbstverständlich, dass wir hier gewinnen“, sagt er lächelnd.

Ohnehin sei es für ihn immer wieder schön, ins Steigerwaldstadion zurückzukehren. Beim FC Rot-Weiß hat 2007 seine Profikarriere Fahrt aufgenommen. In einem Testspiel war der Lüneburger dem damaligen Manager Stephan Beutel aufgefallen. Wenige Monate später feierte er sein Debüt. Es folgten vier Jahre und insgesamt 117 Einsätze für die Erfurter in Liga drei und vier.

Auch wenn er in Chemnitz bis 2017 sogar sechs Spielzeiten absolvierte – zu Rot-Weiß hat er ei­ne besondere Verbindung: „Das war eine sehr schöne Zeit. Ich verfolge den Verein noch immer und leide auch ein bisschen mit. Es ist schade, wohin sich Erfurt zuletzt entwickelt hat“, verweist Stenzel auf die Insolvenz. „Ich drücke dem Verein die Daumen, dass sich alles wieder stabilisiert und er zeitnah wieder deutlicher nach oben schauen kann.“

Stenzel: „Wir sind eine Super-Truppe“

Aktuell blickt sein ZFC in der Tabelle jedoch auf die Rot-Weißen hinab. Für den 32-Jährigen eine schöne Momentaufnahme, mehr nicht: „Wir sind ein mittelmäßiges Regionalliga-Team; versuchen, aus unseren Mitteln das Beste zu machen und wollen die Großen ärgern.“ In Erfurt ist dies den Meuselwitzern perfekt gelungen. Die Auswärtstaktik, aus einer defensiven Grundhaltung heraus auf Balleroberung und Konter zu setzen, ging auf.

„Wir sind eine Super-Truppe“, findet Stenzel und lobt auch die Infrastruktur bei dem Ostthüringer Verein: Neben dem schmucken Stadion stehen ein Kunstrasen und drei weitere Naturrasenplätze zur Verfügung. Gute Voraussetzungen, um den bisher elf Regionalliga-Jahren viele weitere hinzuzufügen. Trainer Heiko Weber ist überzeugt davon. Nach der Rückkehr des verletzten Andy Trübenbach und Henrik Ernst, der zu einer beruflichen Weiterbildung in den USA weilt, sei man gewappnet: „Wir wollen die Klasse halten; und mit ihnen schaffen wir das auch.“

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