Finanznot beim 1. FC Kaiserslautern könnte FC Carl Zeiss Jena betreffen

Jena  Der Drittligist 1. FC Kaiserslautern hat mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Indirekt könnte auch der FC Carl Zeiss Jena betroffen sein. Im Sommer war Stürmer Timmy Thiele nach Kaiserslautern gewechselt.

Für Timmy Thiele ist Ratenzahlung vereinbart worden. Archivfoto: Sascha Fromm

Foto: Sascha Fromm

Sportlich läuft es bei Drittligist 1. FC Kaiserslautern nicht – und zudem hat der Traditionsklub mit argen finanziellen Problemen zu kämpfen.

Laut einem Bericht von n-tv ist die Zukunft des 1. FC Kaiserslautern auch im Aufstiegsfall nicht gesichert, denn der Klub muss im August nächsten Jahres die „Betze Anleihe“ zurückzahlen. Diese Fan-Anleihe aus dem Jahr 2013 umfasse eine Summe von 6,7 Millionen Euro. Ursprünglich sollte das Geld für den Aus- und Umbau einer Jugendakademie verwendet werden, ein Teil davon sei aber vom damaligen Vorstand zweckentfremdet genutzt worden, um Finanzlöcher zu stopfen.

Indirekt könnte auch der FC Carl Zeiss Jena betroffen sein. Im Sommer war Stürmer Timmy Thiele nach Kaiserslautern gewechselt. Die Jenaer kassieren dafür eine feste Ablöse von 375 000 Euro – einen Zuschlag gibt es im Aufstiegsfall. Jedoch ist nach Informationen unserer Zeitung Ratenzahlung auch für den Fest­betrag vereinbart. Muss der FC Carl Zeiss fürchten, auf den Forderungen sitzen zu bleiben? Der Jenaer Geschäftsführer Chris Förster hielt sich auf Anfrage bedeckt. „Wir gehen davon aus, dass geschlossene Verträge erfüllt werden.“

Vor dem Transferschluss am Freitag sind keine kurzfristigen Anfragen für Spieler des FC Carl Zeiss eingegangen, sagt Förster. Ohne Abgänge ist auch kein Raum für weitere Transfers zum Drittligisten.

Zu den Kommentaren