Fliegt Rot-Weiß Erfurt aus Steigerwaldstadion? Verein zahlt Miete nicht

Erfurt. Die Arena GmbH als künftiger Betreiber der voraussichtlich Ende Oktober fertiggestellten neuen Multifunktionsarena und der FC Rot-Weiß als Hauptmieter können sich nicht über die Miete einigen.

Das Steigerwaldstadion in Erfurt ist die Heimspielstätte des FC Rot-Weiß. Foto: Sascha Fromm

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Diesbezügliche Verhandlungen sind vorerst gescheitert. Das bedeutet, dass der Erfurter Fußballclub wegen eines fehlenden Vertrages Gefahr läuft, seine Drittliga-Spiele ab November nicht mehr im Steigerwaldstadion austragen zu können. Dort spielt der Verein derzeit nur auf Grundlage einer Nutzungsänderung, er zahlt eine Miete von rund 2000 Euro pro Spieltag an den Erfurter Sportbetrieb.

Die Arena GmbH, die sich aus den Stadtwerken und der Messe zusammensetzt, übernimmt nach der für den 28. Oktober 2016 geplanten Fertigstellung den Betrieb. Geplant waren Bau-Ende und Übernahme ursprünglich für den 31. Juli.

Die rund zwei Jahre laufenden Verhandlungen mit dem FC Rot-Weiß verliefen diese Woche ergebnislos. In einer Meldung an den Aufsichtsrat der Arena GmbH soll dem Drittligisten vorgeworfen worden sein, Abmachungen nicht einzuhalten.

Vereinbarungen, die in einer unterschriebenen Absichtserklärung vom Mai 2016 datieren, würden inzwischen vom Fußballklub ignoriert. In dem Vertragsentwurf verpflichtete sich der FC Rot-Weiß unter anderem zu einer Zahlung von 22.000 Euro Miete pro Spieltag, zugleich war festgelegt, dass die Vermarktungsrechte bis zur Außenlinie der Tartanbahn beim FC Rot-Weiß liegen.

In der neuesten Variante soll die Miete nur noch bei 10.000 Euro pro Spieltag liegen und diese zudem eine höhere Beteiligung an Vermarktungsrechten beinhalten. Die Änderungen begründete Präsident Rolf Rombach mit "anderen Bedingungen und Tatsachen". Die Arena GmbH soll den neuen Vorschlag abgelehnt haben, weil die Rot-Weiß-Miete mit Gegenrechnung letztlich bei null liegen würde. Zudem müsse sie sich wegen der Förderrichtlinien für das Stadion auch an Vorgaben halten. Der Betreiber wiederum benötigt gerade in der Anfangszeit frisches Geld, um nicht in Insolvenzgefahr zu geraten.

Aber die könnte auch dem FC Rot-Weiß drohen, wenn dieser nicht im Steigerwaldstadion spielen kann.

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