Rot-Weiß Erfurt-Präsident Rombach: „Grund für Abberufung war konstruiert“

Erfurt  Der bisherige Präsident des Fußball-Drittligisten FC Rot-Weiß Erfurt sieht keinen wichtigen Grund für seine Abberufung durch den Aufsichtsrat.

Der ehemalige Präsident des FC Rot Weiß Erfurt , Rolf Rombach äußert sich auf einer Pressekonferenz zu seiner Absetzung als Präsident des Vereins.

Der ehemalige Präsident des FC Rot Weiß Erfurt , Rolf Rombach äußert sich auf einer Pressekonferenz zu seiner Absetzung als Präsident des Vereins.

Foto: Sascha Fromm

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„Es kann nicht ansatzweise von einem Grund gesprochen werden. Der erklärte Grund ist konstruiert“, sagte Rombach am Freitag auf einer Pressekonferenz, bei der auch der Steuerberater des Vereins, Ralf Krings, Auskunft zur wirtschaftlichen Situation gab. Rombach wird durch den Aufsichtsrat mangelnde Auskunftspflicht vorgeworfen. Er habe in Vorbereitung der Mitgliederversammlung am 1. Dezember angeblich wichtige Unterlagen nicht zur Verfügung gestellt.

Dem widersprachen Rombach und Frings. „Der Aufsichtsrat hat Unterlagen von mir zugesandt bekommen, mit dem Hinweis, dass zunächst die Unterlagen für die Zwischenlizensierung bis zum 31. Oktober im Vordergrund stehen würden. Alle restlichen Unterlagen, wie Abschlüsse des Wirtschaftsprüfers, Sponsorenverträge, Mitarbeiterverträge und Mietverträge seien in der Geschäftsstelle des Vereins einzusehen gewesen“, erläuterte Krings.

Rombach zeigte sich erbost über die Art und Weise seiner Abberufung. „Nach zwölf Jahren aufopferungsvoller Arbeit finde ich es unwürdig, durch ein Fax nach Dienstschluss über die Abberufung benachrichtigt zu werden.... Dies entspricht nicht meinem Umgang, war aber so gewollt“, sagte Rombach. Rombach will das nicht so hinnehmen und hat beim Landgericht Erfurt einen Antrag auf eine einstweilige Verfügung gegen seine Absetzung eingereicht. Die Entscheidung steht noch aus.

Dabei gehe es ihm nicht um den Erhalt seines Postens. Das sein Herz nach wie vor für den FC Rot-Weiß schlägt, machte Rombach deutlich. „Ich möchte noch Einiges, was wir in den letzten Jahren auf den Weg gebracht haben, wie die Ausgliederung der Profiabteilung und die Neuausrichtung des Vereins, zu Ende bringen und dann die Aufgaben in neue Hände legen“, sagte Rombach.

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