Rot-Weiß Erfurt verpasst den vorzeitigen Klassenerhalt

Dortmund  Der FC Rot-Weiß Erfurt muss weiter bangen. Angesäuert lief Erfurts Kapitän Nils Pfingsten-Reddig nach der 3:4-Pleite in Dortmund in Richtung Kabine.

Der Erfurter Joan Oumari (rechts) attackiert hier Dortmunds Torschütze Marvin Bakalorz. Foto: Frank Steinhorst

Der Erfurter Joan Oumari (rechts) attackiert hier Dortmunds Torschütze Marvin Bakalorz. Foto: Frank Steinhorst

Foto: zgt

Durch die Niederlage beim Abstiegskandidaten Dortmund II verpassten die Erfurter den vorzeitigen Klassenerhalt - auch wenn ein Abrutschen auf einen der Abstiegsplätze wohl eher theoretischer Natur erscheint.

Zwei Spiele sind noch zu absolvieren, der Vorsprung beträgt sechs Punkte und neun Tore. "Da hätten ein paar einfache Kommandos gereicht. Aber wir sprechen nicht miteinander", ärgerte sich Pfingsten-Reddig, der kurz zuvor per Foulelfmeter (Attacke gegen Öztürk) sein 12. Saisontor erzielte und damit Erfurt 2:1 in Front (57.) brachte. Es war die verdiente Führung, nachdem im ersten Durchgang Öztürk nach flachen Freistoß Pfingsten-Reddigs (30.) den frühen Rückstand durch Bakalorz egalisierte hatte (8.).

Doch gerade als die Rot-Weißen die Partie im Griff zu schienen hatten, leistete Strangl seiner Elf einen Bärendienst und grätschte unmotiviert einen Ge-genspieler weit in der gegnerischen Hälfte um. Rot war die Folge (63.) - bereits sein dritter Platzverweis in dieser Spielzeit. Der erneute Aussetzer brachte Trainer "Alois Schwartz auf die Palme. "Das war dumm und naiv. Nach einer Führung muss ich anders auftreten", sagte er.

Der BVB drehte vor den Augen von Bundesliga-Trainer Jürgen Klopp das Spiel. Erst wähnte die Erfurter Defensive einen Ball im Aus und stellte das Spielen ein. Ducksch nutzte diese Chance und egalisierte (65.). Und als wäre dies nicht genug gewesen, verloren die Gäste kurz darauf den Ball nach eigenem Einwurf. Möckel schlug über den Ball, Ducksch steckte auf Durm durch - 3:2 (69.).

Pokalfinale am 22. Mai im Jenaer Abbe-Sportfeld

Von dieser siebenminütigen Auszeit erholten sich die Thüringer nicht mehr. Zwar dezimierte sich Dortmund ebenso, doch als die Gäste alles nach vorn warfen, konterte die BVB-Zweite durch Bajner zum entscheidenden 4:2 (90.). Möckels Anschluss war nur noch Makulatur (90.+3). "Wir haben alle Tore selber gemacht", ärgerte sich Schwartz, und Pfingsten-Reddig ergänzte: "Nun müssen wir den fehlenden Punkt eben am Samstag gegen Darmstadt holen."

Wenige Stunden vor dem Anpfiff wurde das diesjährige Landespokal-Endspiel terminiert. Es findet nun, laut Thüringer Fußballverband, am Mittwoch, dem 22. Mai, 19 Uhr im Jenaer Ernst-Abbe-Sportfeld statt. Gegner des FC Rot-Weiß ist Verbandsliga-Spitzenreiter SV Schott Jena. "Es ist immer schön, unter Flutlicht zu spielen. Wir wollen natürlich gewinnen und als Po-kalsieger nach Hause fahren", freut sich Nils Pfingsten-Reddig schon auf diese Partie.

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