Rot-Weiß-Kapitän kündigt nach Remis gegen Rostock seinen Abschied an

Erfurt. Mit einem 1:1 (1:1) gegen Hansa Rostock verabschiedete sich der FC Rot-Weiß von seinem Publikum. Nils Pfingsten-Reddig kündigte nach dem Spiel das Ende seiner vierjährigen Dienstzeit beim RWE an.

Nils Pfingsten-Reddig. Foto: Thomas Eisenhuth/Archiv

Nils Pfingsten-Reddig. Foto: Thomas Eisenhuth/Archiv

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Vor dem Drittliga-Saisonfinale in einer Woche bei Absteiger Saarbrücken gerieten die Erfurter schon nach zwei Minuten in Rückstand. Max Christiansen hatte per 18-m-Schuss ins lange Eck getroffen (2.) und damit eine starke Startphase der Gäste gekrönt. Im Anschluss hätten sie noch höher führen können. Doch Julian Jakobs scheiterte aus Nahdistanz an Rot-Weiß-Torwart Philipp Klewin (7.). Sekunden später traf Nikolaos Ioannidis den Pfosten.

"Da hat man gespürt, dass das frühe Gegentor und die Umstellungen in der Abwehr Spuren hinterlassen haben", sagte Trainer Walter Kogler. Er umschrieb damit eine Anfangsviertelstunde, in der seine Mannschaft von einer Verlegenheit in die andere fiel, noch moderat.

Der Ausgleich fiel praktisch aus dem Nichts. Carsten Kammlott nutzte ein Missverständnis von Hansas Steven Ruprecht und Jörg Hahnel - und schob ein (19.). Der Torjäger erzielt damit den 300. Treffer in der Erfurter Drittliga-Historie.

Das 1:1 verlieh den Gastgebern Sicherheit. Sie hätten in der Folge durch Jonas Nietfeld erhöhen können (34./45.) – und später sogar müssen. Die größte Chance einer schwachen zweiten Halbzeit, in der beide Teams das Risiko im Spiel nach vorn scheuten, vergab Nils Pfingsten-Reddig.

Der vom Strafstoß-Punkt sonst so zuverlässige Rot-Weiß-Kapitän scheiterte per Elfmeter an Hahnel (76.). Zuvor war der auffällige Christopher Drazan von Robin Krauße gefoult worden.

"Schade, ich hätte gern das Siegtor geschossen", meinte Pfingsten-Reddig, der in der Schlussphase trotzdem mit Applaus von den 9481 Zuschauern im Steigerwaldstadion verabschiedet wurde. Später kündigte er das Ende seiner vierjährigen Dienstzeit bei Rot-Weiß an. "Für mich steht fest, dass ich eine andere Option wahrnehmen und in der nächsten Saison nicht mehr für Erfurt spielen werde", sagte der Fast-32-Jährige und reagierte damit auf seine ungeklärte vertragliche Situation. Allerdings hat er noch ein großes Ziel: "Ich will als Pokalsieger gehen."

Mit einem massiven Polizeiaufgebot wurde das Fußballspiel zwischen Rot-Weiß Erfurt und Hansa Rostock am Samstag gesichert. Entgegen der Erwartungen kam es nicht zu den befürchteten Ausschreitungen. "Das ist doch schön. Fußball kann auch mal ruhig abgehen", sagte Dominique Schuh, Pressesprecher der Polizei Erfurt gegenüber unserer Zeitung.

Befürchtete Ausschreitungen beim Fußballspiel der Erfurter gegen Rostock blieben aus

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