Rot-Weiß-Trainer Emmerling würde Wette gern verlieren

Die Wette zwischen dem FC Rot-Weiß Erfurt und unserer Zeitung sorgt für Gesprächsstoff: Unsere Zeitung hat vorausgesagt, dass zum Spiel am Samstag um 14 Uhr gegen Sandhausen mindestens 7000 Zuschauer im Steigerwaldstadion sind. Auch der Rot-Weiß-Trainer Stefan Emmerling rechnet nicht damit, dass 7000 Zuschauer gegen SV Sandhausen ins Stadion kommen.

Einladende Geste: Fußball-Trainer Stefan Emmerling vom FC Rot-Weiß Erfurt rechnet aber nicht mit 7000 Zuschauern. Foto: Sascha Fromm

Foto: zgt

Erfurt. Der Fußball-Drittligist hält dagegen. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich innerhalb einer Woche der Zuspruch so enorm entwickelt, dass rund 2000 Leute mehr als gegen Regensburg oder Aalen kommen", so Präsident Rolf Rombach, der mit den Besucherzahlen insgesamt unzufrieden ist.

Auch Stefan Emmerling ist angesichts des zuletzt nicht sonderlich großen Andrangs trotz prominenter Gegner und durchaus ansprechender Leistungen äußerst skeptisch. "Das würde mich schon überraschen, wenn wir mal wieder über 7000 Zuschauer im Stadion haben", so der Trainer. Er kann sich das bescheidene Interesse auch nicht recht erklären und will es nicht nur mit dem mangelnden Komfort begründen. "Doch", sagt Emmerling, "ich würde die Wette gern verlieren."

Der FC Rot-Weiß setzt 1000 Euro dagegen

Passiert das, werden durch die Vereinsführung und die Mannschaft jeweils 500 Euro gespendet, bei 8000 Zuschauern sogar das Doppelte. Das Geld würde für die TA-Aktion "Thüringen hilft" und für die Busreise von Erfurter Fans zum Auswärtsspiel in Burghausen verwendet werden. "Mal eine tolle Kulisse zu Hause, die uns unterstützt, das wär’s", sinniert Stefan Emmerling.

Er selbst spricht beim Blick auf die sportliche Bilanz von einer Heimschwäche. Nur ein Sieg in den letzten zehn Partien wäre zu wenig. Die Punktausbeute (20) ist dadurch sogar geringer als auswärts (21). Und so wäre es aus seiner Sicht derzeit auch unangebracht, vom Aufstieg zu sprechen. Das Wort sei zwar kein Tabu, sagt Emmerling. "Aber solange wir wie gegen Regensburg leichtfertig wichtige Zähler verschenken, wäre es vermessen darüber ernsthaft zu reden." Dennoch werde die Mannschaft alles daransetzen, bis zuletzt im Aufstiegsrennen zu bleiben.

Die Aussichten für einen Erfolg über Sandhausen sieht Emmerling gut. "Wir haben nachgewiesen, dass wir die Qualität haben, um Spitzenmannschaften zu schlagen." Dafür müsse neben einer besseren Chancenverwertung aber die Konzentration in der Abwehr - besonders bei Standards - erhöht werden.

Personell muss Emmerling umstellen, da Tom Bertram gelbgesperrt ist. Für ihn rückt Bernd Rauw in die Mannschaft, die Hilfe von den Rängen benötigt. Aus mindestens 7000 Kehlen...

Vorverkaufsstand am Dienstag, um 16.30 Uhr: 1220.

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