FC Carl Zeiss Jena gewinnt Testspiel gegen Bamberg

Bad Blankenburg.  Die Spieler des FC Carl Zeiss Jena feiern einen 6:4-Testspielerfolg gegen Bamberg. Es gab jedoch einen Wermutstropfen.

Matti Langer (links, FC Carl Zeiss Jena) im Zweikampf mit Tobias Ullbricht (FC Eintracht Bamberg).

Matti Langer (links, FC Carl Zeiss Jena) im Zweikampf mit Tobias Ullbricht (FC Eintracht Bamberg).

Foto: Peter Scholz

Fußball-Regionalligist FC Carl Zeiss Jena hat im zweiten Vorbereitungsspiel den zweiten Sieg gefeiert. Im Trainingslager in der Landesportschule Bad Blankenburg kam die Mannschaft des neuen Cheftrainers Dirk Kunert am Mittwochabend zu einem 6:4-Sieg gegen Eintracht Bamberg aus der Bayernliga, vergleichbar mit der hiesigen Oberliga.

Trainer Kunert zog nach den ersten Trainings-Tagen ein positives Zwischenfazit: „Die Spieler ziehen sehr gut mit.“ Das neuformierte Team sei sehr fleißig und aufnahmefähig. „Die Spieler sind sehr gewillt, das umzusetzen, was ich vorgebe.“Und was der Zeiss-Coach sehen will, das artikulierte er auch während des Spiels. „Schnell spielen, wenig Kontakte“, rief Kunert. Testspieler Tobias Stoßberger, einer von vier neuen Kickern in der Startformation, lief schon nach zwei Minuten alleine aufs Bamberger Tor zu und netzte sehenswert ein.

Die in Lila spielenden Bamberger zogen sich umgehend gegen die in Blau spielenden Thüringer gelbe Leibchen über, hatten in der Folge eine bessere Übersicht, während Jena noch Abstimmungsprobleme offenbarte. Tobias Ullbricht traf nach sechs Minuten zum Ausgleich und legte wenig später sogar die Führung nach (11. Minute).

Der FC Carl Zeiss war nur kurz geschockt, traf durch Vasileos Dedidis zum 2:2 (16.). Nach den 3:2 durch Dominik Bock (22.) hatten die Jenaer die Begegnung wieder im Griff. Immerhin hatte Trainer Kunert, der angesichts des straffen Pensums natürlich „Abstriche“ machte, auch einen Sieg gefordert.

Einen Wermutstropfen mussten die Jenaer in der 25. Minute trotzdem verkraften. Eric Voufack wälzte sich nach einem Foul am Boden. Mit dickbandagiertem rechtem Knöchel trat er vorzeitig den Gang zurück in die Unterkunft an. Bock mit einem sehenswerten Freistoß-Treffer sorgte mit dem 4:2 vor der Pause (45.) zumindest für ein kleines Trostpflaster.

Nach der Pause brachte Kunert sieben frische Kicker. Das 5:2 besorgte Bock (58.). Und der aus Saalfeld stammende Offensivmann legte wiederum per Freistoß das 6:2 (69.) nach. Es war sein viertes Tor. Bambergs Timo Strohmer (79.) und Jakob Tranziska (85.) betrieben noch Ergebniskosmetik.

Die dringend gesuchten Verstärkungen der Jenaer werde es während des bis Sonnabend andauernden Trainingslagers in der Landessportschule nicht mehr geben, informierte Trainer Kunert. Dennoch seien die Thüringer in guten Gesprächen und wollen bald neue Zugänge vermelden.

Am Donnerstag gönnt Kunert seinen Spielern eine Pause. Am Vormittag steht eine spielerische Regenerationseinheit an, den Nachmittag haben die Zeiss-Kicker nach den anstrengenden ersten Trainingstagen frei.