FC Carl Zeiss verliert hochklassiges Spitzenspiel gegen RB Leipzig 4:5

Am Ende steht es im letzten Heimspiel des FC Carl Zeiss Jena in dieser Saison gegen Regionalliga-Meister RB Leipzig 4:5.

Doppeltorschütze Carsten Kammlott (links) und Jenas Florian Giebel im Kampf um den Ball. Foto: Tino Zippel

Doppeltorschütze Carsten Kammlott (links) und Jenas Florian Giebel im Kampf um den Ball. Foto: Tino Zippel

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Jena. Der FC Carl Zeiss Jena hat das Spitzenspiel in der Fußball-Regionalliga mit 4:5 (2:3) gegen RasenBallsport Leipzig verloren. Die 5544 Zuschauer sahen im Ernst-Abbe-Sportfeld ein hochklassiges letztes Heimspiel der Ostthüringer in dieser Saison.
Bereits nach 60 Sekunden konnte die zahlreichen Zeiss-Anhänger zum ersten Mal jubeln. Florian Giebel, der A-Junior, bestritt sein zweites Spiel als Außenverteidiger von Beginn an, flankte noch aus der eigenen Hälfte Richtung Leipziger Strafraum. RB-Keeper Fabio Coltorti eilte hinaus, verschätzte sich aber völlig. Zeiss-Stürmer PrzemyslawTrytko legte den Ball erst mit dem Kopf an Coltorti vorbei und schob dann zum 1:0 für den FC Carl Zeiss ein.
Doch die Führung hatte nur bis zur 5. Spielminute Bestand. Der Ex-Erfurter Carsten Kammlott tauchte nämlich völlig frei vor Zeiss-Torwart Tino Berbig auf und traf zum 1:1. Es entwickelte sich ein gutes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Aber die schon lange als Regionalliga-Meister feststehenden Sachsen nutzten ihre Chancen eiskalt. In der 24. Minute markierte Bastian Schulz nach einer ähnlichen Situation wie beim Ausgleich das 2:1 für die Gäste. Danach erwies Marcel Schlosser seiner Mannschaft einen Bärendienst. Nach einem schlechten Freistoß von ihm am Leipziger Strafraum startete der RB-Express sofort über Kapitän Timo Röttger. Der spielte Kammlott frei, der seinen zweiten Treffer erzielte (34.).
Jena steckte aber nicht auf. In der 41. Minute war Matthias Peßolat mit dem Kopf nach einer wunderbaren Flanke von Andis Shala zur Stelle. Mit 2:3 aus Jenaer Sicht ging es auch in die Kabinen.
In der zweiten Halbzeit verlor das Spiel erst einmal etwas an Fahrt und plätscherte so dahin. Doch dann tauchte auf einmal Trytko vor dem RB-Gehäuse auf - 3:3. Die Vorarbeit hatte erneut Shala geleistet. In der 71. Minute vergab Marco Riemer, schön von Giebel freigespielt, sogar die Chance zur Jenaer Führung.
Doch das Tor machte Leipzig. Der eingewechselte Justus Six vertendelte den Ball, Zeiss-Verteidiger Marius Grösch verschätzte sich und der herausgeeilte Berbig brachte einen Leipziger im Strafraum zu Fall - Elfmeter. Ein anderer Ex-Erfurter, Thiago Rockenbach, ließ sich diese Möglichkeit nicht entgehen. RB Leipzig führte mit 4:3. Die Gäste waren an diesem Tag einfach effektiver. Mit einem sehenswerten Lupfer überwand der eingewechselte Matthias Morys den zu weit vor seinem Tor stehenden Berbig - 5:3 für RB.
Jena steckte nicht auf, nach einem Freistoß von Tino Schmidt sprang der Ball, nachdem ihn mehrere Spieler berührt hatten, über die Linie des Tores der Sachsen. Gabor Dvorschak wurde das 4:5 gutgeschrieben. Dabei blieb es am Ende. Der Leipziger Sebastian Heidinger musste noch mit Gelb-Rot vom Platz.
Eine gute Nachricht gab es zumindest vor der Partie. Marco Riemer hat seinen Vertrag verlängert und wird auch noch in der nächsten Saison für den FC Carl Zeiss spielen.