FC Rot-Weiß Erfurt kassiert Niederlage gegen Halberstadt

Erfurt.  Fußball-Regionalligist FC Rot-Weiß Erfurt enttäuscht beim Heimspiel gegen Halberstadt auf ganzer Linie.

Erfurts Velimir Jovanovic (Mitte) behauptet sich im Zweikampf mit Michael Ambrosius.

Erfurts Velimir Jovanovic (Mitte) behauptet sich im Zweikampf mit Michael Ambrosius.

Foto: Sascha Fromm

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Am Tag nach Halloween gab es für den FC Rot-Weiß Erfurt nur Saures statt Süßes. Das 0:1 (0:1) gegen Germania Halberstadt war für den Fußball-Regionalligisten ein weiterer Tiefpunkt in einer bislang schwachen Saison, aber für den Trainer gibt es keinen Grund, hinzuschmeißen. „Ich bin kein Typ, der wegrennt“, sagte Thomas Brdaric nach der sechsten Saisonniederlage und einem enttäuschenden 13. Tabellenplatz.

Als der Schlusspfiff ertönt war, hallte ein gellendes Pfeifkonzert durch die Arena. Die Erfurter Spieler verzichteten lieber darauf, direkt am Zaun den wütenden Fans Rede und Antwort zu stehen. „Ich bin in meiner Karriere noch nie von den eigenen Fans so ausgepfiffen worden. Aber ich kann natürlich verstehen, dass die Zuschauer sauer sind“, sagte ein enttäuschter Danilo Dittrich. Die Erfurter Anhänger hatten schon vor dem Anpfiff ihre klaren Forderungen an die Spieler auf ein Banner gepinselt. „Keine leeren Phrasen, keine Ausreden! Voller Einsatz für unsere Farben!“, stand da zu lesen. Aber viel zu schnell verfiel die Mannschaft vor 2949 Besuchern einmal mehr in alte Muster.

Es war zu sehen, dass Velimir Jovanovic darum bemüht war, im Halberstädter Strafraum für Unruhe zu sorgen. Erst verpasste er nach einem Zuspiel von Lukas Novy (11.) die Führung, dann stand Jovanovic nach einem Schuss von Marc-Frank Brasnic im Abseits (12.). Erfurt ließ wieder einmal zu, dass in einem einzigen Augenblick all die Anstrengungen der Startphase zunichte gemacht wurden. Diesmal leitete RWE-Schlussmann Jannick Theißen den Rückstand ein. Der 21-Jährige spielte Patrik Twardzik die Kugel vor die Füße, der zum 1:0 traf (16.). „Solch ein Fehler darf natürlich nicht passieren“, sagte der Erfurter Schlussmann, der sich hinter Thomas Brdaric stellte. „Der Trainer stellt uns gut ein. Uns dürfen einfach solche individuellen Fehler nicht passieren“, sagte Theißen.

Erwärmend war der Abend bei lausigen sieben Grad ohnehin nicht. Dafür heizten die Fans in der Südkurve ordentlich ein, als sie kurz nach der Halbzeit jede Menge an Pyrotechnik abfackelten. Aber selbst als sich der Nebel verzogen hatte, fehlte Erfurt im Angriff der Durchblick – und manchmal auch das Glück. Drohte einmal tatsächlich Gefahr für Halberstadt, war deren Torwart Florian Sowade zur Stelle. Zwar häuften sich nun die Erfurter Chancen, wie der Schuss von Ali Abu-Alfa an den Pfosten bewies (77.). Aber längst lief die Zeit davon. Zur Wahrheit gehörte auch, dass Torhüter Theißen mit einer artistischen Einlage (81.) seine Mannschaft vor dem 0:2 bewahrte. Aber selbst das 0:1 war eine Blamage.

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