Gläubigerversammlung im Insolvenzverfahren des FC Rot-Weiß Erfurt

Erfurt  Bei der Versammlung wurde eine magere Quote von 2 Prozent Rückzahlung an die Gläubiger vereinbart.

Rot-Weiß Erfurt Insolvenzverwalter Volker Reinhardt.

Foto: Sascha Fromm

Am Amtsgericht Erfurt fand am Donnertag die Gläubigerversammlung des insolventen FC Rot-Weiß Erfurt statt.

Insolvenzverwalter Volker Reinhardt (60) gab danach auch öffentlich die Quote bekannt, mit der sich die Gläubiger der Erfurter Fußballclubs zufrieden geben müssen: Zwei Prozent. Das bedeutet, jeder einstige Geldgeber Rot-Weiß bekommt nur zwei Prozent dessen, was er eigentlich zu bekommen hat, zurück. Grund hierfür ist die nach wie vor extrem dünne Finanzdecke des Clubs.

Zwei von denen, die viel eingebüßt haben, hatten den Weg ins Erfurter Justizzentrum selbst angetreten – Detelf Goss, früher selbst RWE-Vizepräsident und Dietmar Alsgut, dem Chef des Caterers CCS, bei dem der Club für die Versorgung von VIP‘s und Gästen in der Kreide stand. Goss und Alsgut müssen eine jeweils nicht unbeträchtliche fünfstellig Summe abschreiben. Laut der Aussage von Insolvenzverwalter Volker Reinhardt hatten bis gestern 132 Gläubiger ihre Forderungen angemeldet. Insgesamt wurden bei Insolvenzverwalter Reinhardt Verbindlichkeiten von 6,8 Millionen Euro angemeldet.

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