RWE-Torwart Julian Knoll: „Ich gebe weiter Gas“

Erfurt/Hohenkirchen  Der aus Hohenkirchen stammende Torwart Julian Knoll will mit dem FC Rot-Weiß Erfurt in die Erfolgsspur zurück und plant mit weiteren Einsätzen im Tor des Regionalligisten.

Fokussiert: Julian Knoll im Tor des Fußball-Regionalligisten FC Rot-Weiß Erfurt.

Fokussiert: Julian Knoll im Tor des Fußball-Regionalligisten FC Rot-Weiß Erfurt.

Mit nur einem Punkt aus drei Spielen ist der FC Rot-Weiß Erfurt in die neue Saison gestartet. Torwart Julian Knoll erlebte die Spiele von der Bank, wahrscheinlich auch das Heimspiel am Freitag gegen Auerbach. Unsere Zeitung sprach mit dem 20-Jährigen aus Hohenkirchen über die Situation, eigene Ansprüche und eine mögliche Rückkehr zu seinem Jugendclub FSV Ohratal.

Ein Punkt aus drei Spielen – wie sehr schmerzt der Blick auf die Tabelle?

Das ist natürlich ärgerlich. Wir haben uns alle einen besseren Start erhofft. Aber ich bin optimistisch, dass wir unser Ding machen und bald die nächsten Punkte holen.

Warum läuft es beim FC Rot-Weiß noch nicht rund?

Das ist schwer zu sagen. Wir trainieren gut, geben unser Bestes. Es ist von außen schwer zu beantworten, warum wir da nur einen Punkt haben. Aber es entwickelt sich, die Jungs sind heiß. Im nächsten Heimspiel gegen Auerbach wollen wir unbedingt den ersten Dreier einfahren.

Wie schwer fällt es, die Nummer 2 zu sein?

Die Enttäuschung ist da. Aber ich werde weiter Gas geben, um den Trainer zu überzeugen und dran zu bleiben.

Als junger Torwart will man spielen. Wie gehen Sie mit der Situation um?

Natürlich will man so viel Spielzeit wie möglich, doch wie gesagt: Der Trainer entscheidet, wer die beste Option ist. Ich möchte mich weiter verbessern und da sein, wenn es an der Zeit ist. Klar ist aber auch, dass man die meiste Sicherheit im Spiel bekommt. Vieles kann man im Training nicht lernen. Doch ich trainiere gut und übe guten Druck aus.

Müssen Sie sich nach der Saison neu orientieren, sollte sich an der jetzigen Situation nichts ändern?

Das weiß ich noch nicht. Ich fühle mich sehr wohl, bin ja seit 2012 im Verein. Hier bin ich gut aufgehoben. Nächstes Jahr werden wir dann sehen, wohin die Reise führt.

Sie haben einst beim FSV Ohratal mit dem Fußballspielen begonnen, später bei Wacker Gotha im Nachwuchs gespielt. Ist der Kontakt zu beiden Vereinen noch eng?

In Ohrdruf habe ich zu vielen Spielern und Trainern noch einen sehr guten Kontakt. Wenn es die Zeit erlaubt, schaue ich mir gerne Spiele an. Zu Gotha ist der Kontakt weniger ausgeprägt, auch weil mir einfach die Zeit fehlt, vorbei zu schauen. Aber ich spreche natürlich mit Spielern und komme mit ihnen gut zurecht.

Beide Vereine spielen in der Landesklasse. Wäre da perspektivisch mehr drin?

Ohratal hatte ja letzte Saison die Möglichkeit auf den Aufstieg, konnte sie aber leider nicht nutzen. Das ist immer eine knappe Geschichte. Insgesamt nehmen sich beide nicht so viel. Ich glaube aber, dass beide eine Liga höher spielen könnten.

Wenn die Laufbahn irgendwann vorbei ist: Wird man Sie noch einmal im Trikot einer der Vereine sehen?

Erst einmal ist es natürlich mein Ziel, noch für eine lange Zeit höherklassig zu spielen. Ich bin ja auch erst 20 und habe die Zukunft noch vor mir. Aber wenn es irgendwann soweit ist und der Körper vielleicht nicht mehr ganz so mitmacht – warum nicht? Dann aber im Trikot von Ohratal.

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