Ostthüringer Bank rettet Rot-Weiß Erfurt mit Darlehen

Erfurt  Vor dem Spiel gegen Lok Leipzig (Anstoß Samstag, 13.30 Uhr) kann Insolvenzverwalter Volker Reinhardt gute Neuigkeiten vermelden: Der am finanziellen Abgrund taumelnde FC Rot-Weiß Erfurt ist durch ein Darlehen finanziell gerettet.

Können nun wieder lachen: Die Verantwortlichen des FC Rot-Weiß Erfurt (Trainer Thomas Brdaric, Insolvenzverwalter Volker Reinhardt, und Sportdirektor Oliver Bornemann).

Foto: Frank Steinhorst

Der in der Insolvenz befindliche Fußball-Club Rot-Weiß Erfurt ist endgültig gerettet. Die Volksbank Rudolstadt gewährt dem Fußball-Regionalligisten ein sogenanntes Masse-Darlehen. „Damit ist diese Saison finanziell abgesichert und wir können die Ausgliederung vorantreiben“, so Insolvenzverwalter Volker Reinhardt.

Die Ausgliederung der ersten Mannschaft und der U-19 unter dem Namen Rot-Weiß-Erfurt-Fußball-GmbH, die schon für den 1. Januar geplant war, soll noch in der laufenden Saison erfolgen. „Es gibt Gespräche mit etwa zehn Investoren, auch aus dem überregionalen Bereich“, so Reinhardt, Vertragliche Vereinbarungen seien kurz vor dem Abschluss.

Wie hoch das Darlehen ist, wie lange die Laufzeit beträgt, darüber wollte der 60-Jährige keine Auskunft geben. Die Volksbank eG Gera Jena Rudolstadt ist die größte Genossenschaftsbank im Freistaat. Dass gerade sie, mit Sitz in Ostthüringen – der Heimat des FC Carl Zeiss – dem FC Rot-Weiß hilft, ist für Volker Reinhardt ein unbedeutender Nebenaspekt.

„Für uns ist wichtig, dass wir uns nun auf die kommende Saison konzentrieren können, die Planungen dafür laufen“. Die Leistungsträger sollen gehalten, die Zusammenarbeit mit Trainer Thomas Brdaric fortgesetzt werden. „Er macht einen sehr guten Job“, urteilt Reinhardt, der insgesamt eine Verbesserung des RWE-Images spürt.

Das Insolvenzverfahren wird noch bis 2021 andauern, bisher haben 145 Gläubiger Forderungen in einer Höhe von fast sieben Millionen Euro angemeldet.

Das Ziel für diese Saison sei mit Blick auf den enteilten Chemnitzer FC, weiterhin attraktiven Fußball zu spielen, „um Zuschauer zu begeistern“. Heute empfängt Rot-Weiß um 13.30 Uhr Lok Leipzig.

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