Rot-Weiß-Kapitän Marcel Kaffenberger fordert mehr Kaltschnäuzigkeit

Erfurt  Der FC Rot-Weiß Erfurt wartet weiterhin auf sein erstes Erfolgserlebnis im neuen Jahr. Wir sprachen mit Kapitän Marcel Kaffenberger über die aktuelle Situation.

Kapitän Marcel Kaffenberger

Foto: Frank Steinhorst

Vier Spiele, kein Sieg – der FC Rot-Weiß wartet dieses Jahr weiterhin auf sein erstes Erfolgserlebnis. Unsere Zeitung sprach mit Kapitän Marcel Kaffenberger über die Situation.

Warum hat der FC Rot-Weiß das Siegen verlernt?

Wir haben es nicht verlernt, auch wenn die Fakten klar sagen, dass wir von 12 nur zwei Punkte geholt haben. Wir müssen schauen, dass jeder Einzelne seine Fehler minimiert. Wir leisten uns zu viele unnötige Ballverluste und brauchen wieder mehr Galligkeit.

In Bautzen reichte es zu einem g Punkt. Ist das nicht zu wenig für Erfurter Ansprüche?

Natürlich haben wir uns auch mehr erhofft. Aber Bautzen hat uns mit seiner offensiven Denkweise überrascht. Wir wollten den Sieg, man muss aber auch ehrlich sagen, dass wir uns nicht so viele Chancen erspielen konnten.

Spieler und Verantwortliche betonen, zusammen den nächsten Schritt in der Entwicklung gehen zu wollen. Es wirkt derzeit jedoch, als tritt man auf der Stelle...

Fußball ist manchmal nicht einfach. Es ist nun einmal so, dass wir in der Entwicklung etwas Zeit benötigen. Gegen Ende der Hinrunde haben wir überragend gespielt und wollten natürlich daran anknüpfen. Aber durch die vielen verletzten Spieler ist unser Spielfluss gehemmt. Ich bin mir aber sicher, dass wir das hinbekommen und wieder bessere Resultate erlangen.

Ist das nur auf die Verletztenliste zurückzuführen?

Nein. Gegen Halberstadt hatten wir einen rabenschwarzen Tag, das muss man klar sagen. Dabei hatte uns der Trainer einen super Matchplan mit auf den Weg gegeben. Es geht darum, die Fehler zu minimieren. Wir wissen, dass wir Qualität haben. Aber im letzten Drittel fehlt derzeit die Kaltschnäuzigkeit. Da treffen wir falsche Entscheidungen und kommen nicht durch. Das muss gegen Lok Leipzig am Samstag besser werden.

Sie betonten, die Saison unter keinen Umständen „austrudeln“ lassen zu wollen. Befürchten Sie das?

Für den neutralen Betrachter mag das so sein. Aber wir lassen uns auf keinem Fall hängen. Die Saison ist noch so lang, es können viele Weichen gestellt werden. Wenn am Samstag vielleicht 5 oder 6000 Zuschauer ins Stadion kommen, müssen wir Charakterstärke zeigen und dürfen keinen Zentimeter weniger machen. Das sind wir den Fans schuldig.

Trainer Thomas Brdaric setzt nun – auch durch die Verletzungen bedingt – vermehrt auf junge Spieler. Ist das der richtige Weg?

Absolut. Ich bin immer ein Freund einer gesunden Mischung. Selbst in der Bundesliga ist es heutzutage doch völlig normal, dass 18- und 19-Jährige zum Stamm gehören. Die Jungs sind sehr kritikfähig und nehmen vieles auf. Ich bin mir sicher, dass sie den Fans noch viel Freude bereiten können.

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