Stephane Mvibudulu kämpft um einen Vertrag bei Rot-Weiß Erfurt

Belek  Erfurts Testkandidat Stephané Mvibudulu durfte im Testspiel gegen Oberligist Northeim eine Halbzeit vorspielen. Das Spiel endete mit einem 1:0-Sieg für die Thüringer.

Stephané Mvibudulu steht zurzeit noch in Großaspach unter Vertrag.

Foto: Frank Steinhorst

Plötzlich stand er frei vor dem gegnerischen Torwart, traf aber den Ball nicht richtig. Großchance vertan. „Schade“, meint Stephane Mvibudulu nach dem Spiel. Ein Treffer wäre die beste Bewerbung für einen Vertrag gewesen. Um diesen spielt der 25-jährige Offensivmann derzeit im Trainingslager des FC Rot-Weiß. Allerdings sagt Trainer Thomas Brdaric auch deutlich: „Wir brauchen Leute, die Tore machen.“

Dass die Erfurter ihr erstes Testspiel im türkischen Belek gegen den Tabellenführer der Oberliga Niedersachsen, FC Eintracht Northeim, dennoch mit 1:0 (0:0) gewinnen konnten, verdankten sie Sturm-Talent Franz Jobst. Der 17-Jährige vollendete in der 80. Minute eine Vorarbeit von Kevin Pino Tellez. Jobst ist einer von sechs U19-Akteuren, die bei den Profis dabei sind.

„Das Ergebnis war nicht wichtig. Ich wollte sehen, wie groß der Wille jedes Einzelnen ist, mit schweren Beinen die fußballerisch richtigen Lösungen zu finden“, resümierte Brdaric im Anschluss an das durchaus intensiv geführte Duell und fügte augenzwinkernd hinzu: „Manche waren wohl noch etwas müde.“

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Auch Mvibudulu merkte man bei seinem 45-minütigen Einsatz die fehlende Spielpraxis an. Im Sturm eingesetzt, konnte er einige Male seine Antrittsschnelligkeit zwar unter Beweis stellen, noch fehlte ihm jedoch die Bindung zum Spiel. „Das Konditionelle aufzuholen ist das eine, die Philosophie des Trainers und dessen Spielsystem zu verinnerlichen das andere“, sagt er.

Trotzdem will der in Leipzig aufgewachsene Deutsch-Kongolose, der beim Drittligisten Sonnenhof Großaspach trotz eines Vertrages bis Juni 2020 aussortiert worden war, weiter um seine Chance bei Rot-Weiß kämpfen. „Ich bin überrascht, wie professionell hier trotz aller Probleme gearbeitet wird und habe richtig Lust, für Erfurt zu spielen“, erklärt Mvibudulu. „Und ich weiß: Wenn ich fit bin, kann ich die Mannschaft verstärken.“

Eine Entscheidung soll in der kommenden Woche fallen. Bis dahin hat der schlaksige Offensivakteur noch Zeit, Werbung in eigener Sache zu betreiben.

Wacker: Merkel muss Training abbrechen

Ein paar Kilometer weiter westlich spielt gleich ein Dutzend Spieler um die Zukunft. Insgesamt zwölf Spielerverträge laufen bei Wacker Nordhausen aus. Entsprechend engagiert geht es auf dem Trainingsplatz zu. „Die Stimmung ist gut, die Jungs ziehen mit – und auch das Wetter passt wieder“, sagt Trainer Heiko Scholz und zeigt gen Himmel. Erstmals seit Tagen ließ sich gestern die Sonne blicken.

Nur einer schaute traurig drein: Pierre Merkel musste die Übungseinheit wegen Oberschenkelproblemen vorzeitig abbrechen. Er wäre der nächste Ausfall nach Jerome Propheter, Maurice Pluntke und Dino Medjedovic. Am heutigen Mittwoch steht für Wacker der erste Test an. Gegner ist Ungarns Zweitligist FC Spartakus Nyíregyháza.

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