Viel Arbeit trotz Urlaub beim FC Rot-Weiß Erfurt – Vorfälle bei BFC-Spiel aufgearbeitet

Erfurt  Nach Saisonende schreiten die Personalplanungen beim FC Rot-Weiß Erfurt fort. Die Vorfälle rund um das Stadion wurden nochmals aufgearbeitet.

Francis Adomah (r.) und Rot-Weiß Erfurt besiegten zum Saisonfinale den BFC Dynamo.

Foto: Foto: Sascha Fromm

Während sich die Spieler im Urlaub befinden und erst am 18. Juni zum Fitnesstest zurückerwartet werden, sitzen die Verantwortlichen des FC Rot-Weiß Erfurt immer noch vor ei­nem großen Berg Arbeit.

Personell und finanziell gilt es weiterhin, die Weichen für die kommende Spielzeit zu stellen. Trainer Thomas Brdaric gab sich nach dem verdienten 2:0-Heimsieg gegen den BFC Dynamo immer noch geheimnisvoll und wollte mögliche Abgänge nicht kommentieren. „Wir haben die nächsten Tage Zeit, alle Spieler zu informieren. Der ein oder andere weiß mittlerweile aber Bescheid“, sagte der 44-Jährige.

Während die Zukunft einiger Akteure noch unsicher ist – so liegen der Club und beispielsweise Morten Rüdiger mit ihren Vorstellungen noch zu weit auseinander – dürften andere um ih­re Zukunft wissen. Marius Wegmann, Glodi Zingu, Daniel Rechberger oder Nicolai Lorenzoni werden ihre Zelte wohl abbrechen; auch scheint offen, ob Kevin Pino Tellez oder Darryl Geurts bleiben oder gehen. In dieser Woche will sich der Verein dazu äußern, vielleicht weitere externe Zugänge vorstellen.

Unstimmigkeiten um eine nicht angemeldete Blockfahne

Aufgearbeitet wurde auch die Situation rund um das Freitagspiel, dem die Ultras zum Abschied von Hans-Günther „Sakko“ Schröder schließlich fernblieben. Grund der Unstimmigkeiten war eine vorher nicht angemeldete Blockfahne, die die Fanszene mit ins Stadion nehmen wollte, um die Vereinsikone in der 59. Minute zu ehren.

Auch aufgrund der Tatsache, dass der Verein und die Stadionbetreiber-Gesellschaft in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen machten – beim Heimspiel gegen Lok Leipzig folgte auf eine Blockfahne der Einsatz von Pyrotechnik – entschied man sich, diese nicht zu genehmigen.

Gespräch mit Ultras gesucht

Rot-Weiß-Insolvenzverwalter Volker Reinhardt und Arena-Prokurist Christian Fothe suchten das Gespräch mit Vertretern der Ultras. In der sachlich ausgetragenen, rund 15-minütigen Unterhaltung bot man an, die Fahne mit reinzunehmen, wenn es die feste Zusage gäbe, dass keine Pyrotechnik verwendet würde. Dieses Versprechen konnte die Gegenseite wohl nicht geben, weshalb das Gespräch ohne Einigung blieb.

Die Möglichkeit, sich auch ohne Fahne in den Block zu stellen, nutzten in der Folge nur wenige. So blieb der überwiegende Teil vor dem Stadion, wo es weitestgehend friedlich blieb.

Nach Angaben der Erfurter Polizei kam es erst kurz vor Ende des Spiels zu gewalttätigen Aktionen von Rot-Weiß-Anhänger gegenüber den eingesetzten Beamten, wobei diese aktiv angegriffen und mit Steinen sowie Flaschen beworfen wurden.

Gewalt bei Spiel von Rot-Weiß Erfurt: Vier Polizisten verletzt

Zu den Kommentaren
Kommentare sind für diesen Artikel deaktiviert.