ZFC-Trainer Pinder: „Erneute Quarantäne wäre ein Horrorszenarium“

Meuselwitz.  Fußball-Regionalligist ZFC Meuselwitz darf seit dieser Woche wieder trainieren. Allerdings fehlten einige Spieler coronabedingt

Seit Montag darf ein Großteil der Spieler des ZFC Meuselwitz wieder gemeinsam trainieren.

Seit Montag darf ein Großteil der Spieler des ZFC Meuselwitz wieder gemeinsam trainieren.

Foto: Mario Jahn

Wind, Regen, Kälte: egal! Selten dürften sich die Meuselwitzer Kicker so auf das Training bei Schmuddelwetter gefreut haben, wie in dieser Woche.

Denn das Entscheidende: sie dürfen überhaupt wieder gemeinsam gegen den Ball treten, nach insgesamt vierzehntägiger Quarantäne im Anschluss an das letzte Regionalligaspiel gegen Dynamo Berlin am 1. November.

„Der Großteil hat am Montag das Training wieder aufgenommen. Bis auf Mittwoch sind wir täglich auf dem Platz, da wir aktuell noch davon ausgehen müssen, am 25. November bei Hertha BSC II zu spielen“, sagt Cheftrainer Holm Pinder am Donnerstag.

Außer Mittwoch täglich auf dem Platz

Doch nicht alle Spieler des aktuellen Kaders konnten in den Trainingsbetrieb einsteigen. Fünf befinden sich weiterhin in verordneter Quarantäne. Drei von ihnen wurden selbst positiv auf den Coronavirus getestet, bei zwei erhielten die Ehefrauen einen solchen Befund.

„Nach aktuellem Stand können drei dieser Jungs allerdings Montag wieder zur Mannschaft stoßen und wären in Berlin dabei. Sofern es dort am Mittwoch weitergeht, dahingehend ändern sich die Neuigkeiten beinahe täglich“, so Pinder. Er will sein Team für alle Eventualitäten wappnen und fit bekommen. Denn zwei, drei Wochen zuhause ganz ohne Training habe man dem einen oder anderen angemerkt.

„Wir gaben den Jungs Anregungen für daheim mit, kontrollieren konnten wir es nicht. Da muss sich jeder selbst in Form halten.“

Jede Woche mehr zum Trainieren hilft

Da zu den momentan fehlenden Akteuren auch Stammspieler zählen, wäre eine frühzeitige Wiederaufnahme des Ligabetriebs für den ZFC nicht gerade günstig. Jede Woche mehr zum Trainieren würde helfen.

„Es wäre ein Horrorszenarium, wenn jetzt einer der Spieler positiv getestet würde. Dann müsste erneut das ganze Team in Quarantäne, was uns wieder zurückwerfen würde. Diese Befürchtungen haben aber ja alle Mannschaften“, sagt Pinder, der sich auch einen „Restart“ am 9. Januar 2021 samt englischer Wochen und einer möglichen Verlängerung der Saison vorstellen kann.

Doch darüber entscheiden andere, für den Coach sei es wichtig, die Spieler möglichst schnell in Schuss zu bekommen und bei Laune zu halten. Dazu sollen unter anderem kleine Trainingsspiele im Modus vier gegen vier plus Torwart dienen. Am Donnerstag gewann dieses Miniturnier Team Felix Müller. Auch er würde den Erfolg natürlich sofort gegen baldige Ligapunkte eintauschen.