Fußball-Thüringenliga

Fahner Höhe hebt weiter ab: Völlig losgelöste Spitzenreiter

Geraberg.  Der FC An der Fahner Höhe siegte bei der SpVgg. Geratal im Spitzenspiel mit 2:1

Tobias Kupke schaut Fabian Paradies hinterher.

Tobias Kupke schaut Fabian Paradies hinterher.

Foto: René RödeR

„Völlig losgelöst, von der Erde...“ Unüberhörbar tönte aus der Dachwiger Kabine der Major Tom. Von 20 Männer-Kehlen begleitet trifft dieser 80er-Hit die Stimmung beim FC An der Fahner Höhe ziemlich genau. Mit dem neunten Sieg, dem elften unbesiegten Spiel, rangiert das Team von Trainer Tobias Busse ganz klar auf Titelkurs – vorerst den des Herbstes. „Wir haben unsere spielerische Note vor allem nach der Pause für klare Chancen genutzt und am Ende auch verdient gewonnen“, freute sich Fahners Coach Tobias Busse über seinen 37. Sieg im 71. Punktspiel für die Dachwiger.

µDie Dominanz der Gäste wurde erst nach der Pause deutlich. Zuvor spielten die Gerataler aufopferungsvoll. Sie hatten auch die erste Chance durch Al-Saaed, dessen Schuss abgefälscht neben das Tor ging (7.). Dann rettete Keeper König erst bei Aliyevs 20-Meter-Schuss (11.), dann gegen den Müller (29.). Geratals Führung: Nach Paradies-Steilpass warf sich Fahners Keeper Bresemann in Al-Saeeds Schuss, den Zweitversuch vollendete der Syrer clever zum 1:0 (35.).

Schwerwiegend waren Verletzungen bei den Geratalern. Schon vor der Pause schied Barchewitz mit dicker Lippe nach einem ungeahndeten Ellenbogencheck aus. Linse füllte die Lücke (25.). Richtig schmerzvoll war ein Foul an Torschütze Al-Saeed mit Wiederbeginn (48.). Am rechten Sprunggelenk verletzt, musste der agile Angreifer raus. Die Unsicherheit nutzte erst Preller mit einem Kopfball an die Latte (49.). Dann ging es über links schnell. Alyevs Querleger ließ Müller clever passen, dahinter zog Lischke aus dem Lauf unhaltbar halbhoch zum 1:1 ab (52.). Es folgte die spannendste Phase. Preller traf, attackierte aber zuvor König, das Tor wurde aberkannt (54.). Gegenüber setzte Thorwarth einen Flugkopfball knapp rechts neben den Pfosten (55.). Fahners Aliyev traf aus 25 Metern die Latte (58.), kurz darauf klatschte auch Baumgarts Distanzschuss an das Lattenkreuz (60.). Die Fahnersche Führung lag in der Luft und folgte, nachdem kurz hinter der Mittellinie Linke Tackling gegen Kruse missglückte. Der flankte in den Strafraum, wo Preller mit links direkt einhämmerte – 1:2 (64.).

„In dieser Phase setzten uns die Dachwiger unter Druck. Das zeigte ihre Klasse. Aber dennoch war bis zum Schluss auch immer noch der Ausgleich drin“, so Geratals Coach Walter Jänicke. Linke traf per Kopf das Außennetz (66.), De Dios Reys Schuss wurde geblockt (72.). Aber auch gegenüber musste König erst den Kopfball Stelzers parieren (86.), dann gleich im Doppelpack die Schüsse von Müller und Bresemann abwehren (89.). Gäste-Coach Busse: „Der Gerataler Torwart war der beste Mann. Aber irgendwie haben wir ihn auch berühmt geschossen.“ Spannung pur: De Dios Rey überraschte kurz zuvor Fahners Keeper Bresemann, der die Kugel mit großer Mühe an die Latte lenkte und in der der Nachspielzeit tauchte Bischof nur einen Schritt zu spät vor dem Torhüter auf (90. +3).

„Auch deshalb möchte ich die Niederlage nicht schlechtreden. Meine Männer haben alles gegeben, bis zum Schluss gekämpft, halt weniger Glück gehabt. Aber Fahner Höhe war schon ein ganz starker Gegner, steht zurecht an der Tabellenspitze“, lobte Geratals Trainer Walter Jänicke.

Tore: 1:0 Al-Saeed (35.), 1:1 Lischke (52.), 1:2 Preller (64.).

Geratal: König – Döring, Barchewitz (25. Linse), Bischof, Mart. Kellner, Weidlich, Brandl, Heinze (64. De Dios Rey), Paradies, Al-Saeed (48. Linke), Thorwarth. Fahner: Bresemann – Kruse (88. Kupke), Heim, Raffel, Winge (81. Martin), Stelzer, Müller, Baumgart, Aliyev, Lischke, Preller. SR: Schwethelm (Wingerode). Z.: 110 – Rasen Geraberg.

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